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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alles zum Thema Nachtflug & Lärmschutz: BVM gegen Nachtflugverbot



Thomas
3.4.2007, 13:41
Die Kommission gemäß § 32b Luftverkehrsgesetz - im Volksmund schlicht Lärmschutzkommission genannt - hat ein weiteres Mal eine Kernruhezeit für Passagierflüge am Flughafen Köln/Bonn für die Zeit zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens beantragt. Die Kommission begründet den Antrag mit der Zunahme nächtlicher Passagierflüge am Airport.

Quelle: General-Anzeiger vom 3. April (Printausgabe)

Darüber hinaus schöpfen die Vertreter der Kommission neue Hoffnung durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht zum nächtlichen Flugverkehr in Leipzig. Eine entsprechende Initiative hatte die Kommission jedenfalls schon im vergangenen November angekündigt. Mehr dazu im KSTA (http://www.ksta.de/html/artikel/1162473015352.shtml).

Thomas
15.5.2007, 20:25
In dem Jahresbericht wird u.a. der hohe Anteil der Nachtflüge kritisiert, deren Anteil nach Beobachtungen des Ortsverbands vor allem durch die Zunahme der Billigflieger verursacht wurde. Darüber hinaus werden zu Hennef einzelne Messergebnisse präsentiert, wonach es sowohl im November als auch im Dezember über Hennef jeweils Flugbewegungen mit einem Lärmpegel von mehr als 80 db (A) gegeben habe, die vor allem durch die MD-11 der Frachtflieger verursacht worden seien.

Mehr im Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1176113421669.shtml).

Thomas
16.6.2007, 14:00
Im Bonner General-Anzeiger (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=321907) ist ein ausführlicher Bericht über die Lärmbelästigung im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis durch startende und landende Maschinen nachzulesen.

Thomas
21.7.2007, 13:01
NRW-Verkehrsminister Wittke hat die Forderung seiner Siegburger Parteikollegen nach einem Start- und Landeverbot für Passagierflugzeuge am Flughafen Köln/Bonn in der Zeit zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens zurückgewiesen. Ein entsprechendes Urteil des Bundesverwaltungsgericht für den Flughafen Leipzig/Halle sei für Köln/Bonn nicht bindend.

Quelle: Bonner General-Anzeiger (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=335660)

Thomas
31.7.2007, 23:09
Wie nicht anders zu erwarten, haben sich nur kurz nach Bekanntwerden der Nachricht über den Zuzug von FedEx die Fluglärmgegner zu Wort gemeldet:

Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1182956216622.shtml)

Thomas
9.8.2007, 20:10
Gegen die geplante Ansiedlung von FedEx und die damit verbundene wahrscheinliche Verlängerung der Nachtfluggenehmigung formiert sich der Widerstand:

Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1186044265742.shtml)

Es wäre nicht wirklich überraschend, wenn die Sache genau wie im Fall des Flughafens Leipzig vor Gericht ausgetragen würde...

Stephan B.
9.8.2007, 20:30
Gegen die geplante Ansiedlung von FedEx und die damit verbundene wahrscheinliche Verlängerung der Nachtfluggenehmigung formiert sich der Widerstand:

Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1186044265742.shtml)

Es wäre nicht wirklich überraschend, wenn die Sache genau wie im Fall des Flughafens Leipzig vor Gericht ausgetragen würde...

Glaube aber nicht das eine Klage Erfolg hätte.
Das hat 4 Gründe

1.) Ist CGN immer noch Regierungsairport und Basis der Flugbereitschaft des BmvG (Stichpunkt Medivac)

2.) Die grosser Mitarbeiterzahl in der Nacht fällt unter "volkswirtschaftliches Interesse"

3.) Ist die Situation bzw. das gerichtsurteil von LEJ für CGN nicht bindend

4.) Ist CGN für alle umliegenden Airports "Umleitungsairport Nummer 1"
Da würde selbst von DUS und FRA Unterstüzung kommen.

Aus meiner Sicht kann das Garvens ganz gelassen sehen.

Uli
13.8.2007, 10:00
Sehe ich genauso.

Zu LEJ: Hier sind die geplagten Anwohner vor eine völlig neue Situation gestellt worden. In CGN hingegen verändert sich die nächtliche Situation seit Jahren kaum. Für Anwohner wird es nachts für einige Zeit sogar bessern, weshalb jetzt sicher der richtige Zeitpunkt für den Antrag auf Verlängerung ist. :D

Das oft verwendete Argument, vor völlig vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein, zieht im Fall von CGN einfach nicht.

Thomas
23.8.2007, 19:25
Der Köln Bonn Airport hat bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung wie angekündigt die Verlängerung seiner Nachtflugregelung beantragt. Die Befristung der derzeit gültigen Beschränkungen bis zum Jahr 2015 soll um 15 Jahre verlängert werden.

Quelle: Flughafen Köln/Bonn (http://www.airport-cgn.de/main.php?id=18&d_id=338&kat=&lang=1)

Thomas
25.8.2007, 13:20
Der nordrhein-westfälische Landtag hat gestern mit den Stimmen aller Fraktionen die Einführung einer Kernruhezeit für Passagierflüge zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens am Flughafen Köln/Bonn gefordert. Dies ist umso bemerkenswerter, als CDU und FDP erst vor wenigen Tagen noch einen entsprechenden Antrag abgelehnt haben. Die Gründe für den Sinneswandel sind nicht bekannt.

Allerdings ist die Beschlussfassung insoweit folgenlos, da zur Umsetzung ein neues Planfeststellungsverfahren erforderlich sei. Ein solches Verfahren dürfte es allerdings erst bei größeren Erweiterungsprojekten geben.

Mehr zum Thema:

Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1187344819930.shtml)

Es deutet also Einiges darauf hin, dass ein solches Verbot mehr über lang als über kurz kommen wird...

Stephan
27.8.2007, 18:03
Selbst wenn es so kommen sollte, so müßte dann überlegt werden, wohin dann die Ausweichlandungen gehen sollten. In den Sommermonaten kommt eigentlich immer einiges bei uns an, welcher Flughafen wäre dann nder nächste?

Aus Paxsicht wäre eine solche Regelung nicht wünschenswert.

Stephan B.
27.8.2007, 22:39
Selbst wenn es so kommen sollte, so müßte dann überlegt werden, wohin dann die Ausweichlandungen gehen sollten. In den Sommermonaten kommt eigentlich immer einiges bei uns an, welcher Flughafen wäre dann nder nächste?

Aus Paxsicht wäre eine solche Regelung nicht wünschenswert.

Hat nicht noch Hannover eine uneingeschränkte Nachtfluggenehmigung?
Ansonsten fällt mir im Radius nur noch HHN und CDG ein.

Herbert
28.8.2007, 0:26
@Stephan B.,

Yapp, HAJ hat auch eine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung.

Thomas
28.8.2007, 8:54
In der heutigen Printausgabe des Bonner General-Anzeigers findet man ein ausführliches Interview mit NRW-Verkehrsminister Wittke zum Thema "Nachtflug am Flughafen Köln/Bonn". Dabei sprach sich der Minister erneut für eine Kernruhezeit für Passagierflugzeuge in der Zeit von Mitternacht bis 5.00 Uhr morgens aus. Er sieht keinen Grund, warum eine Passagiermaschine um 3.00 Uhr morgens nach Palma fliegen müsse.

Da kann eigentlich nur sagen: Um Geld zu verdienen, und um dies zu können, müssen Flugzeuge möglichst selten am Boden stehen.

EDIT: Mittlerweile gibt es das Interview auch online (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10028&detailid=349794).

Uli
28.8.2007, 11:56
Ich bezweifle, dass man mit einer Kernruhezeit etwas erreichen wird. Da es im näheren Umland kaum eine Alternative gibt, werden die meisten Airlines diesen Umstand in Kauf nehmen. Ggf. werden einige spät-abendliche Abflüge hinzukommen, so dass die Maschinen nachts im - in dieser Hinsicht weniger komplizierten - Ausland landen. So wie die Engländer - die fliegen gerne nachts nach Malle.

Ich frage mich nun, was damit erreicht wird, wenn man einen Bruchteil des Verkehrs auf andere "Nachtzeiten" verteilt. Kann die Nachtruhe des geschätzten Anwohners signifikant verbessert werden, wenn nun 4 moderne Mittelstrecken-Jets statt um 3 Uhr erst um 5 bzw. 23 Uhr abheben?

Stephan
28.8.2007, 13:53
Ich frage mich nun, was damit erreicht wird, wenn man einen Bruchteil des Verkehrs auf andere "Nachtzeiten" verteilt. Kann die Nachtruhe des geschätzten Anwohners signifikant verbessert werden, wenn nun 4 moderne Mittelstrecken-Jets statt um 3 Uhr erst um 5 bzw. 23 Uhr abheben?

In meinen Augen ist das alles Taktik, so sollen einfach nur die Gemüter beruhigt werden. Man tut ja etwas für den Lärmschutz :D

Die Frage ist dann auch sicherlich, in wie weit es wieder Ausnahmeregelungen geben wird, wie e.s sie ja auch am DUS gibt.

Allerdings wird es z.B. dann für eine LTU/AB problematischer werden, wenn es um Ausweichflughäfen geht. Der CGN ist den Paxen ja noch zumutbar.

Richtig betroffen von solch eine Regelung wären dann hier die Condor und Turkish Airlines

Uli
28.8.2007, 14:15
Richtig betroffen von solch eine Regelung wären dann hier die Condor und Turkish Airlines

Warum speziell Condor? Was ist mit AB und XQ?

Stephan
28.8.2007, 15:22
Stimmt, die sind auch betroffen.;)

Thomas
28.8.2007, 16:29
Die Einführung einer Kernruhezeit würde außer der Lufthansa mittlerweile jede größere Fluggesellschaft am Flughafen Köln/Bonn treffen. Dies gilt ganz besonders auch für Germanwings und TUIfly, die im Laufe der Jahre von ihren ursprünglichen Aussagen im Jahre 2002, nur ausnahmsweise nach 23.00 Uhr zu landen, immer weiter abgerückt sind: Mittlerweile sind Landungen noch weit nach 23.00 Uhr zur Regel statt zur Ausnahme geworden.

Aber unabhängig davon gebe ich den Vorrednern vollkommen Recht: Mit der Forderung nach einer Kernruhezeit für Passagiermaschinen will die Politik der Bevölkerung doch nur Sand in die Augen streuen, denn machen wir uns doch nichts vor, den Anwohnern wäre damit kein bisschen geholfen. Erstens dürfte es keine wirkliche Verbesserung darstellen, wenn die Flugzeuge statt im Minutentakt künftig zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr nur noch alle zwei oder drei Minuten starten und landen. Und zweitens sollte man nicht vergessen, dass die Passagiermaschinen im Zweifel wesentlich weniger Lärm verursachen als eine voll beladene Frachtmaschine. Selbst die Nachtfluggegner stellen doch regelmäßig nur die lauteren Frachtmaschinen an den Pranger.

Thomas
30.8.2007, 10:42
Falls jemand tiefer einsteigen möchte, habe ich mal die Parlamentsunterlagen zur Sitzung am vergangenen Freitag ausgegraben:

Beschlussprotokoll (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMPB14-68.html) der Sitzung vom 24. August 2007

Der Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen vom 28. November 2006 (Drucksache 14/3031) (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-3031.pdf) wurde entsprechend der Beschlussempfehlung des Landtags-Ausschusses für Bauen und Verkehr (Drucksache 14/4974) (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-4874.pdf) abgelehnt.

Auch der Entschließungsantrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen vom 31. Juli 2007 (Drucksache 14/4924) (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-4924.pdf) wurde abgelehnt.

Angenommen wurde dagegen der Entschließungsantrag der Fraktionen von CDU und FDP vom 24. August 2007 (Drucksache 14/4923) (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-4923.pdf) - man beachte, wie kurzfristig der Antrag gestellt worden ist!

Das Plenarprotkoll, welches den Wortlaut der Debatte enthält, ist leider noch nicht online.

Thomas
31.8.2007, 11:07
Ausgerechnet die FDP Rhein-Sieg mit dem Kreisparteichef und Landtagsfraktionschef Papke an der Spitze prescht vor und will nun sogar vorzeitig ab 2010 eine Kernruhezeit für Passagiermaschinen von Mitternacht bis fünf Uhr morgens auf den Weg bringen.

Einen Bericht dazu kann man im Bonner General-Anzeiger (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=350747) nachlesen.


Und wenn man den Bericht gelesen hat, muss man meines Erachtens erst Recht mit dem Kopf schütteln. Man gibt vor, etwas für die Anwohner tun zu wollen, indem man durch ein entsprechendes Verbot die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen um gut 10% reduziert. Den Anwohner möchte ich sehen, der durch die Maßnahme besser wird schlafen können...

Thomas
8.9.2007, 13:45
Das Thema "Nachtflugverbot" bleibt in der Presse weiterhin aktuell. So hat in dieser Woche die Bürgerinitiative gegen Fluglärm Bonn die Forderung nach einer sofortigen Umsetzung einer Kernruhezeit für Passagiermaschinen erhoben. Und wieder kam dabei der folgende Spruch zu Ehren:

"Mir hat noch keiner erklären können, warum die Teneriffa-Maschine morgens um 3 Uhr fliegen muss."

Was soll man dazu noch sagen????

Mehr im Bonner General-Anzeiger (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10490&detailid=354396).

Thomas
22.9.2007, 19:38
Am vergangenen Mittwoch wurde das Thema „Nachtflug am Flughafen Köln/Bonn“ aufgrund von zwei Anträgen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erneut behandelt.

Dem ersten Antrag (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-5027.pdf) zufolge sollte der Landtag die Landesregierung dazu auffordern, schnellstmöglich alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, ein Verbot von Passagierflügen zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgen am Flughafen frühest möglich, spätestens aber zum Jahr 2010 umzusetzen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU und FDP gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen bei Enthaltung der SPD abgelehnt.

Mit dem zweiten Entschließungsantrag (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-5084.pdf) sollte die Beteiligung des Landtages vor einer Verlängerung der Nachtfluggenehmigung am Flughafen Köln/Bonn sichergestellt werden. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen von CDU und FDP gegen die Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt.

Thomas
23.10.2007, 9:33
Die Fluglärmkommission des Flughafens Köln/Bonn hat Verkehrsminister Wittke aufgefordert, eine Begründung für die beantragte Verlängerung der Nachtfluggenehmigung vorzulegen. In diesem Zusammenhang kritisierte die Kommission weiterhin, dass die Landesregierung eine ärztliche Untersuchung über die negativen Auswirkungen der Nachtflüge auf die Bevölkerung ignoriere.

Die Details gibt es hier (http://www.ksta.de/html/artikel/1193046758739.shtm).

Thomas
25.10.2007, 23:23
Der Landtag von NRW hat heute mit großer Mehrheit einen Antrag von Bündnis90/Die Grünen auf eine erneute Überprüfung der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen Köln/Bonn abgelehnt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Dies hat zunächst nichts mit der Verlängerung der Nachtfluggenehmigung bis 2030 zu tun; über diese wird zu einem späteren Zeitpunkt von der Landesregierung entschieden werden.

Quelle: Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1193315355137.shtml)

Stephan B.
26.10.2007, 7:38
Der Landtag von NRW hat heute mit großer Mehrheit einen Antrag von Bündnis90/Die Grünen auf eine erneute Überprüfung der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen Köln/Bonn abgelehnt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Dies hat zunächst nichts mit der Verlängerung der Nachtfluggenehmigung bis 2030 zu tun; über diese wird zu einem späteren Zeitpunkt von der Landesregierung entschieden werden.

Quelle: Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1193315355137.shtml)

Ich verstehe wirklich nicht warum der DHL Umzug Ende dieser Woche nicht in den Medien bei der Nachtflugthematik aufkommt.
Die Traffics in der Nacht werden dann spürbar zurückgefahren.
Das wird eigenartigerweise von Herrn Becker & Co. gerne unter den Tisch gekehrt.

Stephan
26.10.2007, 9:50
Das ist so, wenn man alles nur durch seine Brille sehen will :whistel: Über diese Partei kann man eigentlich nur schmunzeln. Aus denen hätte wirklich etwas werden können, hätten Sie mehr Politiker vom Typ Joschka Fischer gehabt und wenn sie etwas mehr über den Tellerrand schauen würden.

Thomas
22.12.2007, 11:55
Über die beantragte Verlängerung der Nachtflugregelung für den Flughafen Köln/Bonn bis 2030 wird Verkehrsminister Oliver Wittke Anfang des kommenden Jahres abschließend entscheiden. „Ich beabsichtige zwar, dem Antrag des Flughafens zu entsprechen. Mir ist es aber wichtig, die berechtigten Interessen der ansässigen Unternehmen und Beschäftigten sowie der Anwohner zu hören“, sagte Wittke am Freitag (21.12.) in Düsseldorf. Für den 25. Januar 2008 hat er deshalb die Bürgermeister der Umlandkommunen zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Darüber hinaus soll die Lärmschutzkommission bis Ende Januar zur beabsichtigten Verlängerung der Nachtflugregelung Stellung nehmen.

Die geltende Regelung für den Airport Köln/Bonn ist bis 2015 befristet. Die Flughafen GmbH hatte im Sommer einen Antrag auf Verlängerung der Regeln um weitere 15 Jahre gestellt. „Es geht hier lediglich um das Verlängern einer bestehenden Regelung nach Recht und Gesetz. Eine umfassende Neuordnung des Nachtflugs ist schon aus rechtlichen Gründen nicht möglich“, sagte Wittke und stellte gleichzeitig fest: „Köln/Bonn ist ein bedeutender Frachtflughafen und einer der größten regionalen Arbeitgeber. Der Weggang von DHL und Lufthansa Cargo hat für den Standort wirtschaftliche Einbußen und Arbeitsplatzverluste zur Folge. Investitionsabsichten anderer Frachtunternehmen benötigen langfristige Perspektiven - auch für den Nachtflug. Nur so kann der Arbeitsplatzverlust aufgefangen werden.“

©Verkehrsministerium NRW (http://www.mbv.nrw.de/Presse/Pressemitteilungen/Nachtflug-Koeln-Bonn/index.php)

Thomas
23.12.2007, 14:31
In der lokalen Presse wird über die Ankündigung von Verkehrsminister Wittke, die Nachtfluggenehmigung Anfang kommenden Jahres verlängern zu wollen, wie folgt berichtet:

Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1198191991200.shtml)
Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1195816982057.shtml) mit Kommentar (http://www.ksta.de/html/artikel/1195816982672.shtml)

Thomas
9.1.2008, 7:28
Die Anrainer des Flughafens Köln/Bonn bestehen auf einer formalen Anhörung, bevor die Landesregierung über die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung entscheidet. Mit einer "Schein"-Anhörung, wie sie Verkehrsminister Wittke angekündigt hatte, obwohl seine Entscheidung schon gefallen sei, werde man sich nicht zufrieden geben. Notfalls wolle man eine formale Anhörung gerichtlich erzwingen.

Mehr zu den Hintergründen gibt es hier (http://www.ksta.de/html/artikel/1195817027836.shtml).

Thomas
9.1.2008, 21:01
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Stadt Siegburg hat bei der Landesregierung einen Antrag auf Erlass eines kompletten Nachtflugverbots für die Zeit zwischen 22.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens gestellt! Notfalls wolle man den Weg vor die Gerichte nicht scheuen.

Wer es nicht glauben will, kann es hier (http://www.siegburg.de/cms124/aktuelles/nachrichten/2008/01/28528/index.html) nachlesen.

Stephan B.
11.1.2008, 15:01
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Stadt Siegburg hat bei der Landesregierung einen Antrag auf Erlass eines kompletten Nachtflugverbots für die Zeit zwischen 22.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens gestellt! Notfalls wolle man den Weg vor die Gerichte nicht scheuen.

Wer es nicht glauben will, kann es hier (http://www.siegburg.de/cms124/aktuelles/nachrichten/2008/01/28528/index.html) nachlesen.

Zwergenaufstand, Verschwendung von Steuergelder was weiß ich.
Das sollte man nicht ganz ersnt nehmen.
Siegburg wird weder vor der Landesregierung noch vor Gericht Erfolg haben meiner Meinung nach.
Die volkswirtschaftlichen Folgen für ein generelles Nachtflugverbot wären fatal und unverantwortlich gegegenüber mehrere tausend Arbeitsplätze.

Was ich sehr belustigend finde ist das eine relativ unbedeutende Kleinstadt (bei aller Bescheidenheit) klagen möchte dessen Kreis Anteilseigner am Flughafen ist.

Deshalb sollte man diese Klagedrohung wirklich nicht allzu ernst nehmen vor allem was die Erfolgchancen betrifft.

Stephan
11.1.2008, 15:41
Vorausgesetzt es schließen sich nicht weitere Städte und Gemeinden der Klage an, der Großraum Siegburg hat auch immerhin kanpp 100tsd Einwohner, nehme jetzt noch Leverkusen und Berg. Gladbach hinzu und dann würde das ganze recht interessant werden.

Stephan B.
11.1.2008, 15:54
Vorausgesetzt es schließen sich nicht weitere Städte und Gemeinden der Klage an, der Großraum Siegburg hat auch immerhin kanpp 100tsd Einwohner, nehme jetzt noch Leverkusen und Berg. Gladbach hinzu und dann würde das ganze recht interessant werden.

Und selbst wenn......was soll es bringen?
Glaubst du allen Ernstes die kriegen ein Gericht in Deutschland dazu den
Flughafen nachts zu schliessen ?
Nach der Urteilsbegründung im Fall Leipzig/Halle halte ich das für sehr unwahrscheinlich.
(auf den Cargoverkehr bezogen)

Thomas
12.1.2008, 11:38
@Stephan B.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, frage mich aber trotzdem, warum eine durchaus renomierte Bonner Anwaltskanzlei - ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit soll (eigenen Angaben zufolge) im Immissionschutzrecht liegen - diesen Fall dennoch übernommen hat? Wird eine Kanzlei nur der Publicity wegen einen aussichtslosen Fall übernehmen, obwohl eine Niederlage vor Gericht sicherlich keine gute Werbung für eine Kanzlei sein dürfte?

Stephan B.
12.1.2008, 12:25
@Stephan B.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, frage mich aber trotzdem, warum eine durchaus renomierte Bonner Anwaltskanzlei - ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit soll (eigenen Angaben zufolge) im Immissionschutzrecht liegen - diesen Fall dennoch übernommen hat? Wird eine Kanzlei nur der Publicity wegen einen aussichtslosen Fall übernehmen, obwohl eine Niederlage vor Gericht sicherlich keine gute Werbung für eine Kanzlei sein dürfte?

Thomas, diese Runde wird die Anwaltskanzlei ganz klar verlieren.
Es gab im EU-Parlament in Starßburg sogar die Einbringung ein totales Nachtflugverbot für alle EU Flughäfen einzuleiten (ja diesen unsinnigen Vorschlag gab es wirklich!).
Immisionsschutzrecht obliegt soweit ich weiß (gerade im Luftverkehr) vor allem bei der EU-Komission und den jeweiligen Staatsregierungen.
Die volkswirtschaftlichen Schäden der Region wären immens, wenn solch ein Verbot wirklich kommen sollte.
Würde mich auch nicht wundern wenn Herr Becker von den Grünen mit auf der Klägerbank sitzen.
Weder die Anteilseigner des FKB, noch die Landesregierung, noch die Bundesregierung, noch UPS oder Fedex, noch die tausenden Mitarbeiter am Flughafen FKB haben irgendein Interesse das der Flughafen nachts zu bleibt.

Falls dieser unwirkliche Fall wirklich eintreffen sollte wird dei Region Köln/Bonn wirtschaftlich weit nach hinten fallen.

Thomas
14.1.2008, 21:03
Heute haben sich in Siegburg die Verantwortlichen der Städte Siegburg, Hennef, Bergisch-Gladbach, der Gemeinde Lohmar mit dem Vertreter des Landkreises getroffen. Wie die Lokalzeit aus Bonn soeben berichtet hat, wolle man sich wohl der Klage der Stadt Siegburg auf Erlass eines Nachtflugverbots anschließen.

Stephan B.
14.1.2008, 21:34
Heute haben sich in Siegburg die Verantwortlichen der Städte Siegburg, Hennef, Bergisch-Gladbach, der Gemeinde Lohmar mit dem Vertreter des Landkreises getroffen. Wie die Lokalzeit aus Bonn soeben berichtet hat, wolle man sich wohl der Klage der Stadt Siegburg auf Erlass eines Nachtflugverbots anschließen.


Die Verantwortlichen merken gar nicht welche wirtschaftliche Konsequenzen so ein Verbot mit sich bringt.
Aber ich sehe das trotzdem ziemlich entspannt. :laugh:

Ich hoffe, die zeigen im TV ihre Gesichter, wenn die Richter sagen der Airport bleibt geöffnet.

Stephan B.
15.1.2008, 20:39
An der ganzen Diskussion wundert es mich das der Flughafen bzw. Garvens bisher in der Öffentlichkeit kein Wort über die Klagedrohung seitens der Stadt Siegburg verliert.
:think:

Unterschätzt er eine potentielle Gefahr oder sieht er sich durch die politischen Entscheidungsträger genug gestärkt?

Thomas
19.1.2008, 17:59
Im Zusammenhang mit dem geforderten Nachtflugverbot wurde hier auch schon der Aspekt "Gefährdung von Arbeitsplätzen" gesprochen. Dies gilt ganz besonders auch für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis und damit auch für die Bewohner der Stadt Siegburg, da nach aktuellen Angaben des Flughafens ("Nebenan", Ausgabe Dezember 2007) gut 28% aller Flughafen-Mitarbeiter im Rhein-Sieg-Kreis wohnen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass knapp 3.500 Menschen und ihre Familien direkt vom Flughafen abhängig sind. Nicht zu vergessen die zahlreichen indirekten Abhängigkeiten, deren Zahl sicherlich mindestens nochmal so hoch sein dürfte.

Zwar sind sicherlich nicht alle Arbeitsplätze im Falle eines Nachtflugverbots gefährdet, aber angesichts der enormen Bedeutung des Cargobereichs werden sicherlich im Vergleich zu anderen Flughäfen überproportional viele Mitarbeiter vom Wohl und Wehe des Frachtbereichs abhängen.

Schließlich sollten sich die klagenden Städte und Gemeinden mal überlegen, dass sie in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner doch auch ein Interesse daran haben müssten, dass der Flughafen profitabel ist und Gewinne erwirtschaftet?

Stephan
19.1.2008, 18:44
Die Klage oder der Vorstoß soll dahin gehend erreicht werden, dass Pax-Flüge in der Nacht verboten werden sollen, was ich lächerlich finde. Die paar Kisten, die da sich neben den Cargo-Bombern "reinschleichen", werden wohl kaum hörbar sein.

Stephan B.
19.1.2008, 18:59
Im Zusammenhang mit dem geforderten Nachtflugverbot wurde hier auch schon der Aspekt "Gefährdung von Arbeitsplätzen" gesprochen. Dies gilt ganz besonders auch für die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis und damit auch für die Bewohner der Stadt Siegburg, da nach aktuellen Angaben des Flughafens ("Nebenan", Ausgabe Dezember 2007) gut 28% aller Flughafen-Mitarbeiter im Rhein-Sieg-Kreis wohnen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass knapp 3.500 Menschen und ihre Familien direkt vom Flughafen abhängig sind. Nicht zu vergessen die zahlreichen indirekten Abhängigkeiten, deren Zahl sicherlich mindestens nochmal so hoch sein dürfte.

Zwar sind sicherlich nicht alle Arbeitsplätze im Falle eines Nachtflugverbots gefährdet, aber angesichts der enormen Bedeutung des Cargobereichs werden sicherlich im Vergleich zu anderen Flughäfen überproportional viele Mitarbeiter vom Wohl und Wehe des Frachtbereichs abhängen.

Schließlich sollten sich die klagenden Städte und Gemeinden mal überlegen, dass sie in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner doch auch ein Interesse daran haben müssten, dass der Flughafen profitabel ist und Gewinne erwirtschaftet?


Was die nächtlichen Cargoflüge angeht sehe ich das ganz entspannt.
Die Chancen das Siegburg recht bekommt für ein total nächtliches Flugverbot ist doch verschwindend (und das ist noch großzüggi) gering.

Thomas
20.1.2008, 12:37
Nicht weiter verwunderlich, dass sich nunmehr auch die Grünen erneut zu Wort gemeldet haben und sogar im Zweifel Anwohner bei Klagen gegen die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung unterstützen wollen (wie auch immer die Unterstützung aussehen mag).

Quelle (http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=404032&_wo=News:Wirtschaft&_g=Gruene-fordern-Nachtflugverbot-fuer-Passagierfluege-in-Koeln/Bonn)

Stephan
20.1.2008, 16:15
Die haben es echt verstanden, wie man wirtschaftlich und ökologisch am besten arbeitet. Dass man unweit von Köln die gleichen Bedingungen hat und unter Umständen dann alles nach Köln und Umgebung und weiter trucken müßte, spielt überhaupt keine Rolle.

Aber, schön wenn nachts dann die LKWs mt ihren Turboladern durch die Städte brummen. :D

Uli
21.1.2008, 14:18
Ich glaube, dass das für die Kläger erstmal keine Rolle spielt. Sie wollen lediglich ihre Interessen durchsetzen und tun dies mit weit überzogenen Forderungen. M.E. versucht man dadurch vorteilhafteren Kompromiss für die Lärmgeplagten zu erwirken.

Das das nicht klappen wird, dürfte klar sein. Da werden die hohen Herren schon für sorgen. Siehe auch das Beispiel Frankfurt. Mit großen Kunden, wie z.B. der LH verscherzt man es sich nicht. Das hat auch die Landesregierung erkannt und mal eben unter Protest 17 nächtliche Flugbewegungen genehmigt.

Stephan
25.1.2008, 19:33
Und weiter gehts in dieser Diskussion:

Grundtenor im Lantag scheint zu sein:


nachts Frachtflüge ja
nachts Paxflüge vorstellbar :thumbdown:


Dies wird zur Zeit auf Radio Berg (http://www.radioberg.de/berg/b/183931/news/bergisches) gemeldet.

Thomas
26.1.2008, 10:56
Gestern Abend in der WDR-Lokalzeit aus Bonn äußerte sich der Siegburger Bürgermeister übrigens enttäuscht vom Gespräch mit Verkehrsminister Wittke in Düsseldorf. Er habe den Eindruck, dass Wittke die Nachtfluggenehmigung erteilen werde. Für diesen Fall kündigte er den Gang vor die Gerichte an.

Die Entscheidung über die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung soll übrigens dem Bericht zufolge am Aschermittwoch fallen.

Thomas
28.1.2008, 8:14
Im Unterschied zu vielen anderen Bürgermeistern der Region hat sich der Troisdorfer Bürgermeister den Nachtfluggegner nicht angeschlossen. Ganz im Gegenteil forderte er beim Spitzengespräch mit Verkehrsminister Wittke am vergangenen Freitag, dass die Landesregierung alles unterlassen solle, was den Bestand und die Entwicklung des Flughafens gefährde.

Konrad
7.2.2008, 12:59
Richtig gute Nachrichten für den CGN:

Heute wurde es von Verkehrsminister Wittke in Düsseldorf verkündet, die Nachtflugregelung für den Flughafen Köln/Bonn wird inhaltlich unverändert bis zum Jahr 2030 verlängert!

Alles weitere gibt es hier:
http://www.mbv.nrw.de/Presse/Pressemitteilungen/Nachtfluggenehm-Koeln-Bonn07-02-2008/index.php

Bin mal gespannt, wieviele Klagen es gegen diese Entscheidung geben wird.

Sash
7.2.2008, 13:39
Das sind wirklich gute Nachrichten :)

Ein Artikel in der aktuellen Ksta Ausgabe: (http://www.ksta.de/html/artikel/1202338976806.shtml)

Thomas
7.2.2008, 17:02
Es ist angesichts der Bedeutung der heutigen Meldung nicht weiter verwunderlich, dass der Flughafen so schnell wie selten zuvor eine Pressemitteilung zum Thema herausgegeben hat:

Nachtflugregelung bis 2030 verlängert

Die Nachtflugregelung für den Flughafen Köln/Bonn wird inhaltlich unverändert bis zum Jahr 2030 verlängert. Diese Entscheidung teilte Verkehrsminister Oliver Wittke in Düsseldorf mit. Damit entspricht der Minister dem Antrag des Flughafens, die bis 2015 geltende Regelung um weitere 15 Jahre zu verlängern.


Quelle: Pressemitteilung Flughafen Köln/Bonn (http://www.airport-cgn.de/main.php?id=18&d_id=366&kat=&lang=1)

Peter Loh
7.2.2008, 20:21
Dann bin ich gespannt ob der Frachtbereich jetzt schnell wächst und man den Weggang von LH-Cargo kompensieren kann.

Stephan B.
8.2.2008, 13:37
Tolle Neuigkeiten für den Airport.
Ich bin mal gespannt wie die angekündigten Millioneninvestionen von UPS aussehen nach dieser Freigabe.
Ich denke das sich auch vielleicht bei Fedex noch mehr tuen wird als bisher bekannt.
Die Klageeinreichung beim OVG in Münster sollte man gelassen entgegen sehen da ja bei der Verlängerung der Nachtfluggenehmigung nur der Status Quo verlängert wird und keinerlei Neuaktivitäten.

Stephan B.
8.2.2008, 13:55
In dem Zusammenhang noch ein Frage :

Will nur Sigeburg vor dem Oberverwaltungsgericht Münster klagen oder auch andere Gemeinden wie Troisdorf, Lohmar, Hennef, etc??
Hat da jemand Infos zu?

Thomas
8.2.2008, 14:11
In dem Zusammenhang noch ein Frage :

Will nur Sigeburg vor dem Oberverwaltungsgericht Münster klagen oder auch andere Gemeinden wie Troisdorf, Lohmar, Hennef, etc??
Hat da jemand Infos zu?

Dazu habe ich bereits am 14. Januar etwas gepostet: Demnach wollen sich auch andere Städte und Gemeinden der Klage der Stadt Siegburg anschließen.

Stephan B.
8.2.2008, 14:15
Dazu habe ich bereits am 14. Januar etwas gepostet: Demnach wollen sich auch andere Städte und Gemeinden der Klage der Stadt Siegburg anschließen.

ja das hatte ich schon gelesen Thomas, wollte nur mal nachfragen ob inzwischen sich definitve Gemeinden geoutet haben die dem Beispiel Siegburg folgen wollen.

Thomas
8.2.2008, 14:20
ja das hatte ich schon gelesen Thomas, wollte nur mal nachfragen ob inzwischen sich definitve Gemeinden geoutet haben die dem Beispiel Siegburg folgen wollen.

Definitives ist mir noch nicht bekannt, aber ich denke nicht, dass wir lange auf entsprechende Ankündigungen warten müssen. Die Stadt Lohmar (http://www.lohmar.de/) z.B. prüft derzeit, ob sie gegen die Genehmigung klagen wird.

Stephan B.
9.2.2008, 12:41
Langsam zieht die Drohung von Siegburgs OB weitere grosse Kreise.
Nun bekommt er sogar Gegenwind aus dem Rat.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1201191990111.shtml

Thomas
11.2.2008, 7:46
Nachdem die hiesige Lokalpresse mittlerweile zahlreiche Artikel und Kommentare zum Thema veröffentlicht hat, wird es Zeit für eine Link-Übersicht:

Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1201191989818.shtml)
Bonner General-Anzeiger (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=410698)
Bonner General-Anzeiger - Kommentar (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=410775)
Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1202338976806.shtml)
Kölner Stadtanzeiger - Hintergrundinfos zum Thema "Nachtflug" (http://www.ksta.de/html/artikel/1201184452471.shtml)
Kölner Stadtanzeiger - Interview mit dem Vorsitzenden der Lärmschutzkommission (http://www.ksta.de/html/artikel/1201184451261.shtml)
Kölner Stadtanzeiger II (http://www.ksta.de/html/artikel/1201184460287.shtml)
Verkehrsrundschau (http://www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=619892)
Köln.de (http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Land-genehmigt-Nachtfluege-in-Koeln-Bonn-bis-zum-Jahr-2030-40307-1.html)

Thomas
12.2.2008, 19:42
Die Stadt Siegburg hat schnell reagiert und bereits Klage beim Oberwaltungsgericht Münster eingereicht.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1202797137588.shtml)

Stephan B.
12.2.2008, 20:22
Die Stadt Siegburg hat schnell reagiert und bereits Klage beim Oberwaltungsgericht Münster eingereicht.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1202797137588.shtml)

Bin mal gespannt wie das aussgeht.
Ich denke die PAX-Verkehre werden etwas leiden aber
an den Cargoverkehr kommt er (meiner Meinung) nicht ran.

Thomas
15.2.2008, 12:25
Die Stadt Hennef wird nach einem Vorschlag des Bürgermeisters die Klage der Stadt Siegburg unterstützen und sich mit bis zu 7.000,- Euro an den Verfahrenskosten beteiligen. Der Vorschlag muss jedoch zunächst vom städtischen Umweltausschuss in der nächsten Sitzung am 4. März genehmigt werden.

Thomas
1.3.2008, 14:50
Was bei der ganzen Diskussion um die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung zu kurz gekommen ist: Auch die in Köln/Bonn ansässigen Passagierfluggesellschaften haben auf die Entscheidung aus Düsseldorf gewartet: So erklärte der Germanwings-Chef Thomas Winkelmann am 7. Februar 2008 gegenüber der WDR-Lokalzeit aus Köln, dass Germanwings das Streckennetz ihr Streckennetz ab Köln/Bonn weiter ausbauen wolle, da nun Planungssicherheit bestehe. Man habe hohe Investitionen in neue Flugzeuge vor; man wolle in Köln/Bonn wachsen und man habe vor, noch einige Airbusse der Germanwings-Flotte über die nächsten Jahre in Köln/Bonn zu stationieren.

Das Video kann man sich hier (http://www.wdr.de/mediathek/html//regional/2008/02/07/lokk_01.xml) ansehen.

Thomas
8.3.2008, 12:30
Die Stadt Hennef wird nach einem Vorschlag des Bürgermeisters die Klage der Stadt Siegburg unterstützen und sich mit bis zu 7.000,- Euro an den Verfahrenskosten beteiligen. Der Vorschlag muss jedoch zunächst vom städtischen Umweltausschuss in der nächsten Sitzung am 4. März genehmigt werden.

Erwartungsgemäß hat der Umweltausschuss der Stadt Hennef den Vorschlag genehmigt. Darüber hinaus hat nunmehr auch die Stadt Lohmar beschlossen, sich ihrerseits ebenfalls mit 7.000,- Euro an den Verfahrenskosten zu beteiligen.

Stephan B.
9.3.2008, 10:44
Erwartungsgemäß hat der Umweltausschuss der Stadt Hennef den Vorschlag genehmigt. Darüber hinaus hat nunmehr auch die Stadt Lohmar beschlossen, sich ihrerseits ebenfalls mit 7.000,- Euro an den Verfahrenskosten zu beteiligen.

7.000 EURO sind bei dieser Art Verfahren absolut lächerlich.
Absolut inkonsequent sowas, entweder mache ich es ganz (wie die Stadt Siegburg) oder überhaupt nicht.
oder spricht da etwa das schlechte Gewissen über die Arbeitspläte die in Gefahr sind?
;)

Thomas
15.3.2008, 14:19
Aufgrund der angespannten Haushaltslage wird die Stadt Sankt Augustin die Klage der Stadt Siegburg gegen die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung nur "moralisch" unterstützen.

Mehr (http://www.ksta.de/html/artikel/1203599415890.shtml)

Thomas
12.4.2008, 19:14
Nach Lohmar und Bergisch-Gladbach hat nun auch die rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde Asbach angekündigt, die Klage der Stadt Siegburg gegen die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung finanziell unterstützen zu wollen.

Stephan B.
13.4.2008, 11:43
Mich würde mal interessieren wann mit dem Verfahren gerechnet werden kann
und wie kommt es das das OVG in Münster zuständig ist? das hatte ich iregndwo mal gelesen.

Thomas
19.5.2008, 14:25
Der Flughafen Köln/Bonn sichert derzeit 37.000 Arbeitsplätze.

Dies ist zusammengefasst die Kernaussage der umfangreichen Wirtschafts- und Standortstudie, die im Auftrag des Flughafens Köln/Bonn gemeinsam von der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton, dem Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos und dem Airport Research Center erstellt worden ist. Bis zum Jahre 2020 soll sich der Wert auf mehr als 66.000 Arbeitsplätze erhöhen. Die Einführung eines Nachtflugverbots zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens im Jahre 2010 (als Annahme wohlgemerkt) würde demnach allein im ersten Jahr den Verlust von 1.700 Arbeitsplätzen bedeuten.

Da die Studie jedoch nach eigener Aussage mit ihrer Untersuchung ein methodisches Neuland betreten hat, wird man sicher nicht lange darauf warten müssen, bis sich die ersten Kritiker dieser Studie zu Wort melden.

Die offizielle Pressemitteilung des Flughafens findet man hier (http://www.airport-cgn.de/main.php?id=18&d_id=381&kat=&lang=1).

Thomas
20.5.2008, 7:49
Wie nicht anders zu erwarten gewesen ist, hat die Kritik an der Studie nicht lange auf sich warten lassen - zumindest in Sachen Nachtflugverbot. So erscheinen dem Landtagsabgeordneten der Grünen, Horst Becker, die Zahlen "deutlich überhöht". Eine Begründung für seine Vermutung kann man diesem Artikel (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1209913597819.shtml) jedoch nicht entnehmen.

Markus
20.5.2008, 16:51
Zitat aus dem oben gepostetet Artikel:
"Der Flughafen müsse außerdem besser zwischen Gesundheitsschutz und Arbeitsplätze abwägen. Zumindest müsse er Lärmobergrenzen festlegen."

Ääähm, habe ich da was verpasst? Wie war das doch gleich noch mit der Bonusliste? Alles was da nicht drauf steht darf in CGN nachts nicht landen... Das sind doch wohl schon mal Obergrenzen, oder etwa nicht?

LG Markus

Thomas
30.8.2008, 12:33
Nach Angaben des Ortsverbands Hennef der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/ Bonn ist der Fluglärm im Jahre 2007 um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Mehr (http://www.ksta.de/html/artikel/1218660436253.shtml)

Stephan B.
31.8.2008, 11:27
Nach Angaben des Ortsverbands Hennef der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/ Bonn ist der Fluglärm im Jahre 2007 um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Mehr (http://www.ksta.de/html/artikel/1218660436253.shtml)

Nach dem DHL/LH Cargo Abzug ab Oktober müssten die nächtlichen Flugbewegungen aber drastisch reduziert worden sein meiner meinung nach.
:confused:

Thomas
31.8.2008, 13:38
Hier (http://www.fluglaerm.de/koeln/80+1003.html) findest Du eine Aufstellung von Oktober bis Dezember 2007 mit sämtlichen Messwerten über 80 db(A).

Im Oktober waren demnach 132 Maschinen lauter als 80 db(A), davon 22 Maschinen mit Lufthansa-Flugnummer, dies entspricht einem Anteil von 16,7%. In drei Nächten gab es überhaupt keine Überschreitungen, in fünf weiteren Nächten lediglich eine Maschine, die Messwerte über 80 db(A) verursacht hat. Für den gesamten Monat Oktober bedeutet dies, dass durchschnittlich 4,26 Maschinen pro Nacht lauter als 80 db(A) gewesen sind.

Im November wurden 116 Maschinen mit einem Lärmwert über 80 db(A) registriert; in sechs Nächten wurden keine Überschreitungen sowie in zwei weiteren Nächten nur eine Überschreitung gemessen. Für den gesamten Monat November bedeutet dies, dass durchschnittlich 3,86 Maschinen pro Nacht lauter als 80 db(A) gewesen sind.

Im Dezember haben demnach 119 Maschinen entsprechende Werte während der Nacht verursacht, wobei es in fünf Nächten überhaupt keine Überschreitungen gegeben hat und in weiteren fünf Nächten lediglich eine Maschine lauter als 80 db (A) gewesen ist. Für den gesamten Monat Dezember bedeutet dies, dass durchschnittlich 3,84 Maschinen lauter als 80 db(A) gewesen sind.

Es bleibt festzustellen, dass die Zahlen in der Tat seit Oktober rückläufig sind, und zwar von durchschnittlich 4,26 im Oktober auf 3,86 im November und 3,84 im Dezember.

Markus 1976
4.11.2008, 15:27
Zitat aus dem oben gepostetet Artikel:
"Der Flughafen müsse außerdem besser zwischen Gesundheitsschutz und Arbeitsplätze abwägen. Zumindest müsse er Lärmobergrenzen festlegen."

Ääähm, habe ich da was verpasst? Wie war das doch gleich noch mit der Bonusliste? Alles was da nicht drauf steht darf in CGN nachts nicht landen... Das sind doch wohl schon mal Obergrenzen, oder etwa nicht?

LG Markus

Ein alter Thread, aber ist ganz gut hier anzuknüpfen. Ich hatte vor nicht kurzer Zeit die Gelegenheit mit dem Landrat der Stadt Siegburg, Herrn Kühn, ein Gespräch über die Position der Stadt Siegburg und den Nachtflug zu führen. Die Position ist klar: Cargo in der Nacht ja, Paxe auf Dauer nein.

Zum besseren Verständnis: Herr Kühn (CDU) wohnt z.b. selbst in der Einflugschneise der 14R und ist dennoch für die nächtlichen Cargo-Flüge. Er ist ein klarer Befürworter des wirtschaftlichen Wachstums des Airports und der Sicherung der Arbeitsplätze unter Berücksichtigung der Gesundheit der Anwohner. Für die Bewohner im Bergischen Kreis (ich selbst wohne in Much und bin auch teilweise betroffen) macht es keinen Unterschied, ob die Bonusregelung gilt, und ob die Flieger 100db oder 95db oder 80db erreichen. Hören tut man sie, dass wissen wir doch alle. Und warum Sunexpress 5x die Woche nachts um 1:45 abfliegt ist nicht nachzuvollziehen - aus Sicht der Anwohner.

Auf kurz oder lang wird es meiner Meinung nicht anders gehen als die Nachtflüge für Paxe zeitlich zu reglementieren (Verbot 24.00-5.00 /Ausnahmen bei in CGn stationierten Maschinen analog DUS). Im Sommer kommen in der Nacht (nach 23.00) da schon mal ein paar Dutzend zusammen, insbesondere in den Ferien. Die Flieger kommen nicht nur spät rein, sondern starten auch teilweise sehr früh (ab 3.30 Air Berlin etc.). Dies ist auf Dauer nicht zumutbar, die Nachtflugerlaubnis dient primär zur Befriedigung der Nachfrage für das Cargo-Geschäft. Der Airport hat diese Genehmigung sehr großzügig ausgenutzt, verständlicherweise. Dafür nun die Quittung.

Ich glaube, dass der CGN gut beraten wäre, bereits JETZT dafür Sorge zu tragen, dass soviele Flüge wie möglich auf die Tagesstunden gelegt werden. Auch wenn dies bedeuten würde, dass die Flüge wahrscheinlich den Rhein abwärts aufschlagen werden oder woanders. Wirtschaftlich schwierig, aber man würde den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Hier werden seitens des Managements innovative Schritte nötig, um Airlines zu halten.

DUS, obwohl stark reglementiert, geht da z.T. besser mit der Frage um. Aufgrund von Beschwerden von Anwohnern konnten die Landungen nach 23.00 Uhr erheblich reduziert werden, in offener Kommunikation mit den Airlines, insbesondere Air Berlin.

Bitte jetzt nicht steinigen, aber die Realität wird aller Empörung zum Trotz uns alle einholen.

Uli
4.11.2008, 15:47
Was sollte denn die Kernruhezeit tatsächlich bewirken? Wenn in der Zeit von 23:00 - 01:00 Uhr statt 40 nur 30 Maschinen landen, schläft der geplagte Anwohner dadurch besser? Wird er durch die 30 anderen Maschinen nicht beeinträchtigt? Wenn man bedenkt, dass die Frachtmaschinen aufgrund ihrer Größe auch noch die lauteren sind...

Ob durch eine Kernruhezeit für Pax-Flüge das Nachtflug-Geplärre aufhören wird ist auch fraglich.

Thomas
4.11.2008, 15:59
Sorry Markus, aber da muss ich Dir widersprechen.

Einen Beitrag drüber habe ich dargelegt, dass die Zahl der lauten Maschinen deutlich zurück geht. Und wenn mal eine Maschine besonders laut ist, dann handelt es sich immer um eine Frachtmaschine. Die Passagiermaschinen jedenfalls tauchen in den Sünderlisten der Fluglärmgegner so gut wie nicht auf. Warum aber gerade diese - verhältnismäßig leisen - Passagiermaschinen nicht mehr starten und landen dürfen, ist angesichts dieser Ergebnisse nur schwer nachvollziehbar (wenn überhaupt). Ganz abgesehen davon frage ich mich ehrlich, ob die Anwohner besser schlafen würde, wenn nachts statt 30 lauten und leiseren Maschinen pro Stunde nur noch 20 bis 25 laute Frachtmaschinen pro Stunde starten und landen (Edit: Uli war mit diesem Argument schneller). Ich wage dies zu bezweifeln.

Für mich klingt dies alles nach einem sog. Bauernopfer.

Im Übrigen sollte jedem klar sein, dass ein Flugzeug aus den gleichen Gründen rund um die Uhr im Einsatz ist, aus denen auch Industriebetriebe im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten: Weil jede Stunde des Ruhens unwirtschaftlich ist; ganz abgesehen davon scheint es ja auch eine entsprechende Nachfrage zu geben, denn wenn es keine Passagiere gebe, die um die Zeit fliegen würden, würde es auch keine Nachtflüge von SunExpress und Co. geben. Wo die Reise hingeht, wenn die Nachtflüge eingeschränkt werden, muss aktuell schmerzhaft der Flughafen Leipzig erfahren, wo man rückläufige Passagierzahlen im zweistelligen Bereich zu verkraften hat. Und was in Dortmund los ist, muss ich wohl erst gar nicht erwähnen.

Stephan B.
4.11.2008, 16:38
Ein alter Thread, aber ist ganz gut hier anzuknüpfen. Ich hatte vor nicht kurzer Zeit die Gelegenheit mit dem Landrat der Stadt Siegburg, Herrn Kühn, ein Gespräch über die Position der Stadt Siegburg und den Nachtflug zu führen. Die Position ist klar: Cargo in der Nacht ja, Paxe auf Dauer nein.

Zum besseren Verständnis: Herr Kühn (CDU) wohnt z.b. selbst in der Einflugschneise der 14R und ist dennoch für die nächtlichen Cargo-Flüge. Er ist ein klarer Befürworter des wirtschaftlichen Wachstums des Airports und der Sicherung der Arbeitsplätze unter Berücksichtigung der Gesundheit der Anwohner. Für die Bewohner im Bergischen Kreis (ich selbst wohne in Much und bin auch teilweise betroffen) macht es keinen Unterschied, ob die Bonusregelung gilt, und ob die Flieger 100db oder 95db oder 80db erreichen. Hören tut man sie, dass wissen wir doch alle. Und warum Sunexpress 5x die Woche nachts um 1:45 abfliegt ist nicht nachzuvollziehen - aus Sicht der Anwohner.

Auf kurz oder lang wird es meiner Meinung nicht anders gehen als die Nachtflüge für Paxe zeitlich zu reglementieren (Verbot 24.00-5.00 /Ausnahmen bei in CGn stationierten Maschinen analog DUS). Im Sommer kommen in der Nacht (nach 23.00) da schon mal ein paar Dutzend zusammen, insbesondere in den Ferien. Die Flieger kommen nicht nur spät rein, sondern starten auch teilweise sehr früh (ab 3.30 Air Berlin etc.). Dies ist auf Dauer nicht zumutbar, die Nachtflugerlaubnis dient primär zur Befriedigung der Nachfrage für das Cargo-Geschäft. Der Airport hat diese Genehmigung sehr großzügig ausgenutzt, verständlicherweise. Dafür nun die Quittung.

Ich glaube, dass der CGN gut beraten wäre, bereits JETZT dafür Sorge zu tragen, dass soviele Flüge wie möglich auf die Tagesstunden gelegt werden. Auch wenn dies bedeuten würde, dass die Flüge wahrscheinlich den Rhein abwärts aufschlagen werden oder woanders. Wirtschaftlich schwierig, aber man würde den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Hier werden seitens des Managements innovative Schritte nötig, um Airlines zu halten.

DUS, obwohl stark reglementiert, geht da z.T. besser mit der Frage um. Aufgrund von Beschwerden von Anwohnern konnten die Landungen nach 23.00 Uhr erheblich reduziert werden, in offener Kommunikation mit den Airlines, insbesondere Air Berlin.

Bitte jetzt nicht steinigen, aber die Realität wird aller Empörung zum Trotz uns alle einholen.

Dazu folgende Anmerkungen :
1.) Will oder wollte der OB von Siegburg nicht ein komplettes Nachtflugverbot durchsetzen mit Hilfe von Hennef, Much und Konsorten?
Ich meine mich an sowas erinnern zu können

2.) Würde es mich wundern wenn in der Nacht Paxe mit MD-11, A300, 767-200, 747-400 transportiert würden?!
Die Leute wissen doch ganz genau das das Problem ist und nicht die Sunexpress 738 oder die 4U A319!

3.) Kommt komischerweise nicht zur Sprache das nach Abzug von DHL/LHC es nachts deutlich ruhiger geworden ist!

4.) Die Bundeswehr wird auch weiterhin nachts fliegen (wenns sein muß)
ob es den Anwohnern schmeckt oder nicht

5.) Werden sich die Paxe aus DUS freuen zukünftig in HHN zu landen
wenn DUS dichtgemacht und CGN keine Alternative mehr darstellt(Sprichwort Diversion!) Viel Auswahl bleibt dann nicht mehr.

6.) Und die paar tausend Arbeitslosen sind für die Siegburger auch unwesentlich die ein Verbot mit sich ziehen würdde.
Ein Grund mehr warum ich in Siegburg nie einkaufe obwohl ich in Sieglar wohne und lieber nach Köln oder Bonn fahre.

Markus 1976
4.11.2008, 16:58
Sorry Markus, aber da muss ich Dir widersprechen.

Einen Beitrag drüber habe ich dargelegt, dass die Zahl der lauten Maschinen deutlich zurück geht. Und wenn mal eine Maschine besonders laut ist, dann handelt es sich immer um eine Frachtmaschine. Die Passagiermaschinen jedenfalls tauchen in den Sünderlisten der Fluglärmgegner so gut wie nicht auf. Warum aber gerade diese - verhältnismäßig leisen - Passagiermaschinen nicht mehr starten und landen dürfen, ist angesichts dieser Ergebnisse nur schwer nachvollziehbar (wenn überhaupt). Ganz abgesehen davon frage ich mich ehrlich, ob die Anwohner besser schlafen würde, wenn nachts statt 30 lauten und leiseren Maschinen pro Stunde nur noch 20 bis 25 laute Frachtmaschinen pro Stunde starten und landen (Edit: Uli war mit diesem Argument schneller). Ich wage dies zu bezweifeln.

Für mich klingt dies alles nach einem sog. Bauernopfer.

Im Übrigen sollte jedem klar sein, dass ein Flugzeug aus den gleichen Gründen rund um die Uhr im Einsatz ist, aus denen auch Industriebetriebe im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten: Weil jede Stunde des Ruhens unwirtschaftlich ist; ganz abgesehen davon scheint es ja auch eine entsprechende Nachfrage zu geben, denn wenn es keine Passagiere gebe, die um die Zeit fliegen würden, würde es auch keine Nachtflüge von SunExpress und Co. geben. Wo die Reise hingeht, wenn die Nachtflüge eingeschränkt werden, muss aktuell schmerzhaft der Flughafen Leipzig erfahren, wo man rückläufige Passagierzahlen im zweistelligen Bereich zu verkraften hat. Und was in Dortmund los ist, muss ich wohl erst gar nicht erwähnen.

Alles richtig. Hier ein paar Gegenargumente der "Gegenseite": Im Sommer sind es nicht 5 oder 10 Pax-Flieger nachts, sondern deutlich mehr. Gerade in den Ferien sind türkische Charterflieger des Nachts am CGN sehr stark vertreten, plus die üblichen Verdächtigen. Und natürlich hast Du mit der Tabelle recht. Es geht aber mehr um das Gefühl: der Airport bescheisst uns, weil der eine Genehmigung zu weit auslegt. Und wenn nachts statt 20-30 Frachtmaschinen im Sommer 40 oder 45 Flieger ein- und ausfliegen ist das ein Unterschied. Es wurden zudem auch nachts gerne die Runways gewechselt - von 14R rein auf 14L raus. Klima scheint mir daher etwas vergiftet.

Der Rückgang in Leipzig dürfte wohl kaum etwas mit den Einschränkungen während der Nacht zu tun haben, sondern eher am Standort, nämlich einer wirtschaftlich schwachen Region, Thema Einzugsgebiet.

Natürlich ist es unumstritten, dass die Maschinen am besten rund um die Uhr im Einsatz sein sollten - nur sind sie das in Europa weitestgehend nicht. Die allermeisten Airports sind nicht 24h offen. Und warum sollen die Anwohner darunter leiden, dass die Airlines Ihre Maschinen auslasten können und gleichzeitig bei rund um die Uhr-Betrieb auch noch die Umwelt zusätzlich belasten?

Zur Erläuterung: Ich verstehe ganz viele Argumente von der Airport-Seite. Mir liegt der Flughafen auch am Herzen. Nur entscheidet nicht das Herz oder selbst gute Argumente sondern letzten Endes die Politik bzw. die Justiz. Und da gelten ganz andere Spielregeln.

Markus 1976
4.11.2008, 17:09
Dazu folgende Anmerkungen :
1.) Will oder wollte der OB von Siegburg nicht ein komplettes Nachtflugverbot durchsetzen mit Hilfe von Hennef, Much und Konsorten?
Ich meine mich an sowas erinnern zu können

2.) Würde es mich wundern wenn in der Nacht Paxe mit MD-11, A300, 767-200, 747-400 transportiert würden?!
Die Leute wissen doch ganz genau das das Problem ist und nicht die Sunexpress 738 oder die 4U A319!

3.) Kommt komischerweise nicht zur Sprache das nach Abzug von DHL/LHC es nachts deutlich ruhiger geworden ist!

4.) Die Bundeswehr wird auch weiterhin nachts fliegen (wenns sein muß)
ob es den Anwohnern schmeckt oder nicht

5.) Werden sich die Paxe aus DUS freuen zukünftig in HHN zu landen
wenn DUS dichtgemacht und CGN keine Alternative mehr darstellt(Sprichwort Diversion!) Viel Auswahl bleibt dann nicht mehr.

6.) Und die paar tausend Arbeitslosen sind für die Siegburger auch unwesentlich die ein Verbot mit sich ziehen würdde.
Ein Grund mehr warum ich in Siegburg nie einkaufe obwohl ich in Sieglar wohne und lieber nach Köln oder Bonn fahre.

1) Kann ich nicht bestätigen.

2) Habe lediglich das Gespräch mit dem Herrn Landrat wiedergegeben. Cargo ist kein Thema für ihn, sondern die zusätzlichen Pax-Flieger.

3) Hier müsste der Airport seine Öffentlichkeitsarbeit ansetzen.

4) Ist mir neu. Welche Typen fliegen denn Nachts? Transall?

5) Ausnahmeregelungen für Umleitungen aus CGN sollten verhandelbar sein, denke ich mir.

6) Es geht hier um eine Verlagerung der Flüge in die Tagesstunden. Es geht nicht um Cargo. Es wird mit Sicherheit nicht mehrere Tausend Arbeitsplätze verloren gehen.

Habe mir gedacht diese Lawine loszutreten. Wir leben nun mal in einer Demokratie, wo "das Volk" bestimmt und Interessenkonflikte gehören zur Tagesordnung. Wie bereits gesagt hat das Managements des Airports es selber in der Hand die Dinge richtig zu kanalisieren, in dem es daran arbeitet die Flüge in die Tagesstunden zu verlegen. Ich gehe davon aus, dass viele Paxe nicht unglücklich wären am Tag zu fliegen als mitten in der Nacht zu landen bzw. zu starten.

Egal was letzten Endes geschieht, in Zeiten der Hypersensibilisierung der Massen für Gesundheit und globaler Erwärmung wird es für jeden Airport nicht leichter seiner Aufgabe nachzukommen.

Stephan B.
4.11.2008, 17:14
Alles richtig. Hier ein paar Gegenargumente der "Gegenseite": Im Sommer sind es nicht 5 oder 10 Pax-Flieger nachts, sondern deutlich mehr. Gerade in den Ferien sind türkische Charterflieger des Nachts am CGN sehr stark vertreten, plus die üblichen Verdächtigen. Und natürlich hast Du mit der Tabelle recht. Es geht aber mehr um das Gefühl: der Airport bescheisst uns, weil der eine Genehmigung zu weit auslegt. Und wenn nachts statt 20-30 Frachtmaschinen im Sommer 40 oder 45 Flieger ein- und ausfliegen ist das ein Unterschied. Es wurden zudem auch nachts gerne die Runways gewechselt - von 14R rein auf 14L raus. Klima scheint mir daher etwas vergiftet.

Der Rückgang in Leipzig dürfte wohl kaum etwas mit den Einschränkungen während der Nacht zu tun haben, sondern eher am Standort, nämlich einer wirtschaftlich schwachen Region, Thema Einzugsgebiet.

Natürlich ist es unumstritten, dass die Maschinen am besten rund um die Uhr im Einsatz sein sollten - nur sind sie das in Europa weitestgehend nicht. Die allermeisten Airports sind nicht 24h offen. Und warum sollen die Anwohner darunter leiden, dass die Airlines Ihre Maschinen auslasten können und gleichzeitig bei rund um die Uhr-Betrieb auch noch die Umwelt zusätzlich belasten?

Zur Erläuterung: Ich verstehe ganz viele Argumente von der Airport-Seite. Mir liegt der Flughafen auch am Herzen. Nur entscheidet nicht das Herz oder selbst gute Argumente sondern letzten Endes die Politik bzw. die Justiz. Und da gelten ganz andere Spielregeln.

Das kann man aber nicht so stehen lassen.
DE und AB haben die Kapazitäten in Schkeuditz massiv runtergefahren
als bekannt wurde das die Pax-Flieger nachts nicht mehr da landen dürfen.

Zu Thema CGN : Warum wird nicht erläutert das 1/3 der Nachflüge durch den Wegganng von DHL/LHC weggefallen sind. Selbst FedEx wird da nicht drankommen da deren Ops auch weiterhin über CDG abgewickelt werden. (MainHub)

Ich bin froh das unser Troisdorfer Bürgermeister(trotz das in Spich auch einige Leute betroffen sind) sich nicht an den Unsinn des Herrn Franz Huhn beteiligt(Der den Flughafen ja gerne nachts ganz geschlossen hätte) sondern die Bedeutung eines 24h Airports für die Region sieht.

Stephan B.
4.11.2008, 17:16
[QUOTE=Markus 1976;18062]1) Kann ich nicht bestätigen.

Dann lies dir das mal durch!

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=402497

Markus 1976
4.11.2008, 17:17
Was sollte denn die Kernruhezeit tatsächlich bewirken? Wenn in der Zeit von 23:00 - 01:00 Uhr statt 40 nur 30 Maschinen landen, schläft der geplagte Anwohner dadurch besser? Wird er durch die 30 anderen Maschinen nicht beeinträchtigt? Wenn man bedenkt, dass die Frachtmaschinen aufgrund ihrer Größe auch noch die lauteren sind...

Ob durch eine Kernruhezeit für Pax-Flüge das Nachtflug-Geplärre aufhören wird ist auch fraglich.

Hier noch ein Satz dazu. Bin wie gesagt selber Spotter und Luftfahrtbegeistert. Viele Menschen teilen dieses Hobby nicht und wir können daher auch nicht denselben Enthusiasmus erwarten. Zum Geplärre vielleicht eine persönliche Erfahrung: Vor einigen Jahren wohnte ich in Krefeld und habe wochentags gegen 23.00 die HS 748 der Fedex (meine wäre Air Sweden) über meiner Wohnung gehört. Das Ding ist ein geiler Flieger, nur leider echt bohrend laut und nervig. Ich war echt froh, dass die Maschine durch eine ATP ersetzt wurde. Dies im Dus-Forum ergänzend wurde ich von einigen dort beschimpft und "Verräter" tituliert. Keiner dieser Frischlinge hatte Verständnis, es waren alles Schüler oder Studenten, die eben nicht wie ich berufstätig waren und morgens um 5.30 aufstehen um zur Maloche zu gondeln. Familien mit Kindern, Ältere oder kranke Menschen dürften da noch ganz anders sensitiv sein.

Insofern ist dies bei den meisten Anwohnern einfach nur das Bedürfnis ein bisschen ruhiger zu schlafen, die "plärren" aber nicht.

Stephan B.
4.11.2008, 17:27
Hier noch ein Satz dazu. Bin wie gesagt selber Spotter und Luftfahrtbegeistert. Viele Menschen teilen dieses Hobby nicht und wir können daher auch nicht denselben Enthusiasmus erwarten. Zum Geplärre vielleicht eine persönliche Erfahrung: Vor einigen Jahren wohnte ich in Krefeld und habe wochentags gegen 23.00 die HS 748 der Fedex (meine wäre Air Sweden) über meiner Wohnung gehört. Das Ding ist ein geiler Flieger, nur leider echt bohrend laut und nervig. Ich war echt froh, dass die Maschine durch eine ATP ersetzt wurde. Dies im Dus-Forum ergänzend wurde ich von einigen dort beschimpft und "Verräter" tituliert. Keiner dieser Frischlinge hatte Verständnis, es waren alles Schüler oder Studenten, die eben nicht wie ich berufstätig waren und morgens um 5.30 aufstehen um zur Maloche zu gondeln. Familien mit Kindern, Ältere oder kranke Menschen dürften da noch ganz anders sensitiv sein.

Insofern ist dies bei den meisten Anwohnern einfach nur das Bedürfnis ein bisschen ruhiger zu schlafen, die "plärren" aber nicht.

Ich selber stehe nicht jeden Tag auf der Terasse und knipse Flieger.
Für mich ist wichtig das der Airport wirtschaftlich gesund
bleibt und weiter Arbeitsplätze und attraktive Ziele bietet.
Man sollte auch mal sehen das eine Fa. wie FedEx plant den Airport an ein Cargo - TGV netz anzubinden wo die nächtlichen Flüge nach CDG ad acta gelegt wären.
Auch die nächtlichen Pax Flüge (die immer noch gering sind gegenüber den 5X
Flugplan!) generieren Arbeitsplätze und Umsatz für den Flughafen.
Wie sollen denn deiner Meinung nach die Diversions aus FRA/DUS und dann CGN abgewickelt werden?
Alle in den Hunsrück wo es vielleicht im Herbst wahrschlich an Nebel nicht mangelt?

Markus 1976
4.11.2008, 17:31
[quote=Markus 1976;18062]1) Kann ich nicht bestätigen.

Dann lies dir das mal durch!

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=402497

O.K. Das war mir so nicht bekannt. Ist aber nicht so dramatisch. Es ist völlig normal, dass jede Partei mit den maximalen Forderungen in ein Gespräch geht. Weiter unten im Artikel wird ja klar gesagt, dass es um die Pax-Flüge geht.

Das mindeste, was Kühn und die Bürgermeister von Wittke erwarten, ist das Verbot nächtlicher Passagierflüge. Außerdem solle auf Nachtflüge für "nicht eilige" Fracht verzichtet werden. Flughafenchef Michael Garvens warnte indes vor den Folgen eines Nachtflugverbotes für Köln/Bonn.

"Wenn das durchgesetzt würde, könnten wir den Flughafen dichtmachen. Ein Nachtflugverbot bedroht den Airport in seiner wirtschaftlichen Existenz." Er erinnerte daran, dass knapp 30 Prozent der Menschen, die am Flughafen arbeiten, im Rhein-Sieg-Kreis leben. Die "absolutistische Position" der Stadt Siegburg hätte gravierende Folgen für diese Arbeitsplätze.

Bezieht Garvens sich jetzt auf das Komplett-Nachtflugverbot? Wenn nicht, würde demnach ein Flugverbot für Pax-Flüge Nachts (was noch genau verhandelt werden müsste) die Existenz des Airports bedrohen. Also sind die Pax-Nachtflüge ein erheblicher Faktor für den Airport und somit muss es sich um eine erhebliche Anzahl handeln, was bisher im Forum nicht gespiegelt wurde. Für mein Empfinden sind sowohl die Forderungen als auch die Reaktion von Garvens populitisch und pures Säbelrasseln. Garvens hätte besser daran getan nur auf die Pax-Flieger einzugehen, denn um die geht es.

Sowohl Herr Wittke als auch der Airport müssen sich die Kritik gefallen lassen, eine schlechte Öffentlichkeitsarbeit an den Tag zu legen. Wenn ich nicht die Anwohner und ihre Bedenken sowie deren politischen Vertreter mit ins Boot hole, und das von vorneherein, wird dies zum Boomerang. Auch wenn diese "schwierige" Meinungen vertreten - so funktioniert nun mal unser Staat.

Markus 1976
4.11.2008, 17:35
Wie sollen denn deiner Meinung nach die Diversions aus FRA/DUS und dann CGN abgewickelt werden?
Alle in den Hunsrück wo es vielleicht im Herbst wahrschlich an Nebel nicht mangelt?

Habe ich weiter oben geschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass es dafür Ausnahmeregelungen geben könnte, die Flieger in CGN landen zu lassen. Oder man weicht die Regelung in DUS ein wenig auf.

Markus 1976
4.11.2008, 18:09
Das kann man aber nicht so stehen lassen.
DE und AB haben die Kapazitäten in Schkeuditz massiv runtergefahren
als bekannt wurde das die Pax-Flieger nachts nicht mehr da landen dürfen.

Zu Thema CGN : Warum wird nicht erläutert das 1/3 der Nachflüge durch den Wegganng von DHL/LHC weggefallen sind. Selbst FedEx wird da nicht drankommen da deren Ops auch weiterhin über CDG abgewickelt werden. (MainHub)

Ich bin froh das unser Troisdorfer Bürgermeister(trotz das in Spich auch einige Leute betroffen sind) sich nicht an den Unsinn des Herrn Franz Huhn beteiligt(Der den Flughafen ja gerne nachts ganz geschlossen hätte) sondern die Bedeutung eines 24h Airports für die Region sieht.

O.K. Bei Leipzig gebe ich Dir recht. Habe ich schlichtweg nicht gewusst. Dafür sind im Gegenzug neue Jobs bei Cargo entstanden. Generell: Wir müssen uns davon verabschieden, dass jeder Job immer erhalten bleibt. In meinem Unternehmen werden zur Zeit 2.000!!! Jobs abgebaut. Ob ich einen Job habe wenn ich aus Indien zuückkomme steht in den Sternen. Da kräht auch kein Hahn nach.

Und wenn mal 100 oder 500 Jobs an einem Airport wegfallen ist das im Einzelfall dramatisch und tragisch aber dann halt nicht zu ändern. Die reflexartige Reaktion "Jobs gehen dann verloren" zuppt in Zeiten der Globalisierung doch nicht wirklich mehr. Jeden Monat werden tausende von Jobs stillschweigend verlagert, gekürzt, "verrentet", oder nicht mehr neu besetzt. So ist unsere Gesellschaft nunmal.

Nachtflug: Wer soll oder muss das denn erläutern? Die "Gegenseite" oder der Flughafen? An Stelle der Öffentlichkeitsarbeit des Flughafens würde ich zwei-drei Pressevertreter von lokalen Zeitungen einladen und darüber mit denen sprechen.

Markus 1976
5.11.2008, 5:17
O.K. Bei Leipzig gebe ich Dir recht. Habe ich schlichtweg nicht gewusst. Dafür sind im Gegenzug neue Jobs bei Cargo entstanden. Generell: Wir müssen uns davon verabschieden, dass jeder Job immer erhalten bleibt. In meinem Unternehmen werden zur Zeit 2.000!!! Jobs abgebaut. Ob ich einen Job habe wenn ich aus Indien zuückkomme steht in den Sternen. Da kräht auch kein Hahn nach.

Und wenn mal 100 oder 500 Jobs an einem Airport wegfallen ist das im Einzelfall dramatisch und tragisch aber dann halt nicht zu ändern. Die reflexartige Reaktion "Jobs gehen dann verloren" zuppt in Zeiten der Globalisierung doch nicht wirklich mehr. Jeden Monat werden tausende von Jobs stillschweigend verlagert, gekürzt, "verrentet", oder nicht mehr neu besetzt. So ist unsere Gesellschaft nunmal.

Nachtflug: Wer soll oder muss das denn erläutern? Die "Gegenseite" oder der Flughafen? An Stelle der Öffentlichkeitsarbeit des Flughafens würde ich zwei-drei Pressevertreter von lokalen Zeitungen einladen und darüber mit denen sprechen.

Guten Morgen an alle!!! Es wurde mehrfach erwähnt, dass durch den Weggang von DHL es nachts ruhiger geworden ist.
Der Airport oder die Spottergemeinde können jedoch dieses Argument in der Diskussion nicht nutzen. Warum? Es ist ohne Zweifel ruhiger geworden durch den Weggang von DHL, nur ist dies nicht "der Verdienst" des Airports. Wenn es nach dem CGN gegangen wäre, würde DHL heute noch die Homebase am CGN betreiben, richtig? Dass es also ruhiger geworden ist, liegt daran, dass DHL den CGN auf eigenen Antrieb hin verlassen hat und nicht daran, dass der CGN etwas "für die Bürger" getan hat. Und dieses Gefühl wird vom Bürger sehr wohl verstanden. Der CGN hat DHL nicht vor die Tür gesetzt um etwas für den Lärmschutz zu tun und er wäre sofort bereit das Geschäft wieder zurückzunehmen. Insofern sollte im eigenen Interesse dieses Argument nicht verwendet werden.

Thomas
5.11.2008, 8:24
Guten Morgen an alle!!! Es wurde mehrfach erwähnt, dass durch den Weggang von DHL es nachts ruhiger geworden ist.
Der Airport oder die Spottergemeinde können jedoch dieses Argument in der Diskussion nicht nutzen. Warum? Es ist ohne Zweifel ruhiger geworden durch den Weggang von DHL, nur ist dies nicht "der Verdienst" des Airports. Wenn es nach dem CGN gegangen wäre, würde DHL heute noch die Homebase am CGN betreiben, richtig? Dass es also ruhiger geworden ist, liegt daran, dass DHL den CGN auf eigenen Antrieb hin verlassen hat und nicht daran, dass der CGN etwas "für die Bürger" getan hat. Und dieses Gefühl wird vom Bürger sehr wohl verstanden. Der CGN hat DHL nicht vor die Tür gesetzt um etwas für den Lärmschutz zu tun und er wäre sofort bereit das Geschäft wieder zurückzunehmen. Insofern sollte im eigenen Interesse dieses Argument nicht verwendet werden.

Ich störe mich ein wenig daran, dass in Deiner Argumentation so getan wird, als ob die breite Masse der Bevölkerung gegen den Nachtflug wäre. Dies sehe ich jedoch als noch nicht erwiesen an. Tatsache ist vielmehr, dass zahlenmäßig überschaubare Klientel (die üblichen Verdächtigen) von Lärmschutzgegnern eine unermüdliche Lobby-Arbeit gegen den Nachtflug betreibt. Ob die breite Masse, die sich in Kenntnis der Örtlichkeiten rund um den Flughafen angesiedelt haben und sicherlich zu einem Teil vom Flughafen abhängen (mittelbare und unmittelbare Arbeitsplätze) sowie mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet worden sind, auch so denkt, halte ich für noch lange nicht erwiesen. Insofern erweckt es für meinen Geschmack einen falschen Eindruck, dass alle Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises so denken, wenn Du allgemein vom "Bürger" sprichst.

Die Aussagen von Michael Garvens, dass 30% aller Arbeitsplätze bei einem Nachtflugverbot bedroht sind, wurden meines Wissens im Zusammenhang mit der Klage der Stadt Siegburg, welche ein komplettes Nachtflugverbot zum Inhalt hat, gemacht. Aber selbst wenn es anders wäre, würde es wohl kaum eine Rolle spielen, denn wie wir schon dargelegt haben, kann es keinen Unterschied machen, ob nun alle drei Minuten oder alle vier Minuten eine Maschine den Rhein-Sieg-Kreis erfreut, zumal die Passagiermaschinen ja auch noch deutlich leiser sind als die Mehrheit der Frachtflieger (Anmerkung: Da ich je nach Windrichtung auch in den Genuss der nächtlichen Flugzeuggeräusche komme, kann ich dies wohl beurteilen). Von daher ist dies alles Augenwischerei der Lärmschutzgegner.

Im Übrigen ist es meinen Infos mitnichten so, als ob der Flughafen in der Vergangenheit nichts getan hat, um die Lärmbelästigung in Grenzen zu halten. Schau Dir bitte die Internetseite des Flughafens an - dort wird dem Thema ein breiter Raum gewidmet (z.B. http://www.cgn.de/main.php?id=179&lang=1)

Aber wie Du es zutreffend festgestellt hast: HIER GEHT ES UM POLITIK.... und da der Sachverstand für meinen Geschmack leider häufig nur eine ganz untergeordnete Bedeutung.

Markus 1976
5.11.2008, 8:47
Ich störe mich ein wenig daran, dass in Deiner Argumentation so getan wird, als ob die breite Masse der Bevölkerung gegen den Nachtflug wäre. Dies sehe ich jedoch als noch nicht erwiesen an. Tatsache ist vielmehr, dass zahlenmäßig überschaubare Klientel (die üblichen Verdächtigen) von Lärmschutzgegnern eine unermüdliche Lobby-Arbeit gegen den Nachtflug betreibt. Ob die breite Masse, die sich in Kenntnis der Örtlichkeiten rund um den Flughafen angesiedelt haben und sicherlich zu einem Teil vom Flughafen abhängen (mittelbare und unmittelbare Arbeitsplätze) sowie mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet worden sind, auch so denkt, halte ich für noch lange nicht erwiesen. Insofern erweckt es für meinen Geschmack einen falschen Eindruck, dass alle Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises so denken, wenn Du allgemein vom "Bürger" sprichst.

Die Aussagen von Michael Garvens, dass 30% aller Arbeitsplätze bei einem Nachtflugverbot bedroht sind, wurden meines Wissens im Zusammenhang mit der Klage der Stadt Siegburg, welche ein komplettes Nachtflugverbot zum Inhalt hat, gemacht. Aber selbst wenn es anders wäre, würde es wohl kaum eine Rolle spielen, denn wie wir schon dargelegt haben, kann es keinen Unterschied machen, ob nun alle drei Minuten oder alle vier Minuten eine Maschine den Rhein-Sieg-Kreis erfreut, zumal die Passagiermaschinen ja auch noch deutlich leiser sind als die Mehrheit der Frachtflieger (Anmerkung: Da ich je nach Windrichtung auch in den Genuss der nächtlichen Flugzeuggeräusche komme, kann ich dies wohl beurteilen). Von daher ist dies alles Augenwischerei der Lärmschutzgegner.

Im Übrigen ist es meinen Infos mitnichten so, als ob der Flughafen in der Vergangenheit nichts getan hat, um die Lärmbelästigung in Grenzen zu halten. Schau Dir bitte die Internetseite des Flughafens an - dort wird dem Thema ein breiter Raum gewidmet (z.B. http://www.cgn.de/main.php?id=179&lang=1)

Aber wie Du es zutreffend festgestellt hast: HIER GEHT ES UM POLITIK.... und da der Sachverstand für meinen Geschmack leider häufig nur eine ganz untergeordnete Bedeutung.

Alles richtig. Nur ist es im Grunde genommen wurscht wieviele "Bürger" für oder gegen Nachtflug sind, so lange es genügend "Bürger" gibt, die "Gruppen" bilden und viel Energie und Geld aufwenden um Interessenvertretungen zu gründen und die Politik zum Handeln zu zwingen. Wir können davon ausgehen, dass in diesen Gruppen einflussreiche Leute mit Connections und viel Geld sitzen, denn ansonsten würde sich kein Politiker bewegen. Wieviele dies in Wirklichkeit sind und ob selbst die Mehrheit im Rhein-Sieg-Kreis für den Airport ist, ist leider irrelevant. Was zählt sind die Aktionen, und die kommen nun mal von den organisierten Gegnern, egal wieviele das sind.

Thema Pax und Cargo-Flieger hast Du auch recht. Aber so denken halt die Menschen nicht. Die Forderung ist nicht leiser oder lauter Flieger, sondern weniger Flieger, weil auch leise Flieger Lärm machen. Leider ist das so und wie Du richtig schreibst finden logische Argumente nicht immer Abnehmer.

Ich habe nicht geschrieben, dass der Airport nichts getan hätte in punkto Lärmschutz, bitte nicht missverstehen. Ich habe lediglich die Öffentlichkeitsarbeit, die Darstellung in den Medien und die dortige Präsenz kritisiert. CGN ist was den tatsächlichen Lärmschutz angeht sehr bemüht Abhilfe zu schaffen. Das zweifelt niemand an, nur fehlt mir halt die gebührende Darstellung in der Presse.

Und ich bleibe dabei: Wenn sich CGN voll auf seine Stärken konzentriert, nämlich Fracht nachts und LoCo von 5.00 bis 24.00 Uhr wird er Airport trotzdem profitabel sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn diese Regelung kommen sollte, die Beschwerden vielleicht nicht aufhören, jedoch erstens weniger werden, weil das Gefühl bedient wurde und zweitens der POLITISCHE Wille und Druck am Cargo auch noch rumzudoktern nicht mehr vorhanden sein werden und hier Planungssicherheit für die Unternehmen hergestellt wird. Wir als Spotter können uns auf den Kopf stellen oder vor Enttäuschung und Wut die Zimmereinrichtung kurz und klein schlagen - in die Richtung fährt der Zug. Alle Beteiligten und ENTSCHEIDUNGSTRÄGER wissen dass - es geht nur noch um die Ausgestaltung - erst durch die Justiz, dann durch die politischen Gremien und in den direkten Verhandlungen. Mit ein bisschen Glück dauert das noch 12-18 Monate, aber dann werden wir die Ergebnisse sehen.

Stephan
5.11.2008, 9:15
Einen wunderschönen an alle.

Ich habe fast 20 Jahre meines Lebens in Berg. Gladbach verbracht und wir haben direkt in der Einflugschneise gelebt. Meist sind die Flieger aus Ost gekommen und dann gen Bayerwek geflogen, um dort eine Schleife zu drehen.

Ich muss sagen, jedes Mal, wenn ich dort bin, höre ich zwar die Kisten, nur, da man sich inzwischen daran auch gewöhnt hat.

@Markus1976

Ja, es ist so, die Bundeswehr fliegt auch nachts. Derzeit sind es zum Glück nur die A310, die nachts reintrudeln, zu Kriegszeiten (Golfkriege, Jugoslawien) war das deutlich anders, da sind die Kisten rein und raus, das schlimmste war die Vorlaufphase, die bis nach Leverkusen-Schlebusch hörbar war.


Verstehen kann ich die Debatte nicht, ich denke, dass es uns noch recht gut geht. Es kann auch deutlich anders sein. Als ich in Bangalore letztes Jahr war, flogen die 747er in wenigen Metern Höhe über unser Hotel die ganze Nacht durch. Da haben die Wände gewackelt. Wenn sich hier Leute über Fluglärm beschweren, dann zu Recht. (wobei der neue Flughafen ja jetzt außerhalb ist)

Uli
5.11.2008, 11:43
Hier noch ein Satz dazu. Bin wie gesagt selber Spotter und Luftfahrtbegeistert. Viele Menschen teilen dieses Hobby nicht und wir können daher auch nicht denselben Enthusiasmus erwarten. Zum Geplärre vielleicht eine persönliche Erfahrung: Vor einigen Jahren wohnte ich in Krefeld und habe wochentags gegen 23.00 die HS 748 der Fedex (meine wäre Air Sweden) über meiner Wohnung gehört. Das Ding ist ein geiler Flieger, nur leider echt bohrend laut und nervig. Ich war echt froh, dass die Maschine durch eine ATP ersetzt wurde. Dies im Dus-Forum ergänzend wurde ich von einigen dort beschimpft und "Verräter" tituliert. Keiner dieser Frischlinge hatte Verständnis, es waren alles Schüler oder Studenten, die eben nicht wie ich berufstätig waren und morgens um 5.30 aufstehen um zur Maloche zu gondeln. Familien mit Kindern, Ältere oder kranke Menschen dürften da noch ganz anders sensitiv sein.

Insofern ist dies bei den meisten Anwohnern einfach nur das Bedürfnis ein bisschen ruhiger zu schlafen, die "plärren" aber nicht.

Nebenbei bemerkt: Auch ich habe aus berufl. Gründen kaum noch Zeit zum spotten und kann somit das Geschehen in CGN oft nur aus der Ferne verfolgen.

In der Vergangenheit wurden in CGN oft Maßnahmen ergriffen, die über das vorgegebene Maß hinausgingen. Ich erinnere mich an das deutlich ausgeweitete Gebiet für den passiven Lärmschutz und die frühzeitige Ablösung der UPS-747 durch eine MD11. Ein solches Entgegenkommen wurde jedoch von der anderen Seite grundsätzlich in keiner Weise gewürdigt. Von daher bin ich der Meinung das ein Entgegenkommen das "Geplärre" nicht verstummen lässt.

"Geplärre" sage ich deswegen, weil für mich das gebetsmühlenartig zitierte Argument gilt: "Wer billig in der Einflugschneise baut ist selber schuld!"

Mark
5.11.2008, 20:36
Einerseits kann ich die Anwohner schon verstehen. Ich war letztes Jahr mal mehr oder weniger zufällig in Siegburg-Stallberg. An diesem Tag war die Anflugrichtung aus Südost. Ich fands schon heftig, mehr oder weniger alle paar Minuten flog ein Fleugzeug über uns hinweg. Anfangs ist das schon interessant. Doch könnte ich es mir vorstellen, daß es nach einiger Zeit doch ganz schön stressig sein kann. Ein fluzeugbegeisteter Spotter sieht das natürlich aus einem ganz anderen Blickwinkel als ein "normaler" Anwohner.

Andererseits sollen die Leute mal ruhig sein, die sich günstig in letzter Zeit ein Eigenheim in der Nähe des Flughafens gesichert haben, aber nur keinen Fluglärm wollen. Solche Probleme haben wir bei uns im Fußballverein auch bei abendlichen Parties in Bezug auf neue Nachbarn. Solche Leute können viel kaputt machen und deren Reaktion ist schon deutlich übertrieben.

Und bei Politikern bin ich eh vorsichtig. Die handeln natürlich sehr auf Druck anderer und wollen sich natürlich in die nächste Legilaturperiode retten.
Da wird des öfteren mal gegen die eigene Meinung gehandelt.
Und nehmen wir mal an, was wäre, wenn aus dem engeren Familienkreis des Siegburger Bürgermeisters jemand jobmäßig von einer Kernruhezeit betroffen wäre, würde er da wohl auch noch so dahinter stehen?! Ich glaube, nicht! Alles also Auslegungssache.
Und der Flughafen hat doch schon gehandelt bezüglich des Flulärms, aber es gibt immer Leute, dir nörgeln und nie zufrieden sind. Es ist wichtig, es den Anwohnern so erträglich wie möglich zu machen, aber der wirtschaftliche Faktor is ebenso enorm wichtig. Und jeder Arbeitsplatz ist unerläßlich, damit das Sytem funtioniert!!!

Herbert
6.11.2008, 22:50
[...] Es geht aber mehr um das Gefühl: der Airport bescheisst uns, weil der eine Genehmigung zu weit auslegt.
Mit der Genehmigung bzgl. der Nachftlugregelung täuscht der Aiprot keinem was vor. Es wird nachts auch nicht mehr Verkehr generiert, sondern der betriebliche Ablauf bleibt so wie bisher.



[...] Es wurden zudem auch nachts gerne die Runways gewechselt - von 14R rein auf 14L raus. Klima scheint mir daher etwas vergiftet.Dies ist falsch und trifft definitiv nicht zu! Nachts zwischen 22 und 6 Uhr früh darf auf der 14R nicht gelandet werden (dies ist in NOTAM klar geregelt).

Markus 1976
7.11.2008, 5:09
Mit der Genehmigung bzgl. der Nachftlugregelung täuscht der Aiprot keinem was vor. Es wird nachts auch nicht mehr Verkehr generiert, sondern der betriebliche Ablauf bleibt so wie bisher.

Hmmm. Um den betrieblichen Ablauf geht es nicht, glaube ich. Es geht um die Frequenzen. Wenn UPS eine neue Strecke des Nachts bedient bedeutet dies 2. Flugbewegungen mehr. In den Sommermonaten wird, so ist sicherlich festzustellen, erheblich mehr Pax-Verkehr Nachts abgewickelt als vor 5 Jahren.

Dies ist falsch und trifft definitiv nicht zu! Nachts zwischen 22 und 6 Uhr früh darf auf der 14R nicht gelandet werden (dies ist in NOTAM klar geregelt).

Upps. Du hast völlig recht. Ich meinte auch die 32R und die 14L. Also inbound alles über Siegburg und outbound in der 2. Nachthälfte auch. Bei wenig Wind kein Thema. Wurde wohl des öfteren so gemacht.

Stephan B.
7.11.2008, 11:15
Ich sehe ganz klar die Probelmatik, (wenn das PX Flugverbot durchkomme sollte) und CGN weitere Frachtkunden anziehen sollte und es nachts wieder etwas lauter als jetzt wird, wo 1/3 weniger los ist, das geschreie weiter geht und dann ein Verbot von Widebodies gefordert wird und dann von Trijets usw....

Diese Leute, die rumjammern, sind genau die, die allen Fenster-Schallschutz haben (auf Kosten des Airprots), oder bspw. in einigen Stellen in Porz brauchen enige nicht mal ihre Energiekosten zu zahlen, da diese von Airport bezahlt werden.

Wenn aber die Annehmlichkeiten mal wegfallen sollte, dann wird die Schreierei groß sein. Deshalb habe ich zu diesen Leuten meine eigene Meinung (und ja, ich bekomme nachts vom Airport auch einiges mit, wenn das Fester auf kipp steht!)

Alexander
7.11.2008, 21:15
Hossa

Das drehen der Bahn zwischen 22 und 6 Uhr Lokalzeit ist ganz klar geregelt und liegt aus noise abatement procedures unter ganz strengen Auflagen.

Es wird mit Nichten einfach wild gedreht. Wenn der Wind am Boden schwach sein mag, heißt das nicht, dass der Wind 1000ft höher nicht stark sein kann.
Und wenn er da dreht, muss auch die Lande- bzw. Startrichtung angepasst werden!

Thomas
25.11.2008, 8:18
Gestern wurde die Stationierung der ersten Boeing 747-400F durch UPS im Rahmen mit einer kleinen Feier offiziell gewürdigt. Fünfmal wöchentlich fliegt die Maschine nunmehr zwischen Köln/Bonn und Hongkong.

Sie ersetzt eine MD-11 und trägt damit zur Verringerung des Fluglärms bei ebenso wie ein neues Landeverfahren der UPS-Flieger, bei dem die Triebwerke zeitweise im Leerlauf sind. Schade nur, dass von Seiten der Fluglärmgegner auch bei dieser Gelegenheit nur Kritik geäußert wurde.

Mehr (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=527313)

Markus 1976
25.11.2008, 9:10
Hallo aus Indien,

das ist eine interessante Information. Das Thema Wirtschaftlichkeit lassen wir mal aussen vor. Nachfolgend ein Vorschlag, wie damit umzugehen sein könnte.

1. Hat jemand die Lärmwerte einer 744F im Vergleich zu einer MD11F parat?

2. Anhand dieser Werte kann man absehen, ob die Aussage des Herrn Becker richtig ist oder nicht. Und nur darum geht es. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass sich da nicht viel tut, aber man kann sich bei den Lärmessungen sehr irren.

3. Falls jemand die Werte besorgen kann und die 744F "leiser" ist als eine MD11F sollte jemand eine Email an Herrn Becker senden und eine Korrektur seiner Aussage einfordern. Wird natürlich nicht erfolgen, aber man sollte dann auch den General-Anzeiger plus Airport in cc setzen.

4. Bei der nächsten Kommunalwahl nicht "Grün" wählen.:D

Der gesamte Artikel ist zu Beginn nur auf die Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Das der Jumbo nämlich so viel Fracht transportieren kann, wie eine MD11 und 767 zusammen etc.

Das "neue" Landeverfahren wird in einem weiteren Zusatz erklärt. Und das finde ich hier schlecht platziert. Diese Neuerung ist doch mal richtig gut und dann wird dies Meldung quasi in einem anderen Artikel nebenei eingeschoben. Das hätte man ganz anders aufhängen können von Seiten des Airports, finde ich.

Darüber Hinaus wäre es gut gewesen die genauen Flugzeiten des Jumbos anzugeben um den Leser auch hier mitzunehmen. Vielleicht haben sich die Zeiten im Vergleich zur MD11 verschoben? Hat die vielleicht jemand? So bleibt nur das Gefühl: ein sehr lauter Flieger ist durch einen lauten ersetzt worden. Denn "laut" ist die 744F leider nun mal.

Herbert
29.11.2008, 17:13
[...] 1. Hat jemand die Lärmwerte einer 744F im Vergleich zu einer MD11F parat?

Lärmwerte konnte ich auf die schnelle nicht finden, aber vielleicht helfen dir die offiziellen Boeing-Daten bzgl. "Airport and Community Noice" weiter.

Hier die Geräusch-Darstellung für die B744 (http://www.boeing.com/commercial/airports/acaps/7474sec6.pdf) sowie die MD11 (http://www.boeing.com/commercial/airports/acaps/md11sec6.pdf).

Mehr Infos zu den beiden Flugzeugen ist auf der Boeing Airplane Characteristics for Airport Planning (http://www.boeing.com/commercial/airports/plan_manuals.html) zu finden.


[...] So bleibt nur das Gefühl: ein sehr lauter Flieger ist durch einen lauten ersetzt worden. Denn "laut" ist die 744F leider nun mal.Das ist eine völlig subjektive Einschätzung. Die B744/F ist auf alle Fälle einiges leiser als ihre Vorgänger (B741/B742). Die Flugzeuge waren früher viel lauter als heutzutage und es gab wenige Aufschrei. Den Flugzeuggegnern wird auch ein noch so leiser Flieger, der vielleicht nie erreichbare 60 dB(A) aufweisen wird, immer ein Dorn im Auge, sorry Ohren, bleiben.

Thomas
12.12.2008, 8:25
Die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn hat eine neue Messstation in Hennef errichtet. Diese registriert den aus Südosten kommenden Landeverkehr der beiden Parallellandebahnen am Flughafen Köln/Bonn. Die Ergebnisse können unter dieser Adresse (http://www.dfld.de/DFLD/index.htm) abgerufen werden.

Ich habe mal auf die Schnelle mir die Messwerte angeschaut; demnach scheint Hennef im Vergleich zu den Bewohnern der rechtsrheinischen Kölner Stadtteile noch deutlich besser dran zu sein.

Herbert
17.12.2008, 21:03
[...] Darüber Hinaus wäre es gut gewesen die genauen Flugzeiten des Jumbos anzugeben um den Leser auch hier mitzunehmen. Vielleicht haben sich die Zeiten im Vergleich zur MD11 verschoben? Hat die vielleicht jemand? So bleibt nur das Gefühl: ein sehr lauter Flieger ist durch einen lauten ersetzt worden. Denn "laut" ist die 744F leider nun mal.Hat etwas länger gedauert die Flugzeiten der UPS-B744F-Flüge herauszufinden, hier sind sie nun.
Wie aus den Zeiten zu entnehmen ist, haben sich diese im Vergleich zur MD-11F kaum geändert.

Ankunftszeiten:

STA* Flight Op-Days ACtype DEP from Start_Op End_Op
---- ------ ------- ------ -------- --------- ---------
1430 UPS006 ______7 MD11F DXB/HKG 26-Oct-08 26-Oct-08
1525 UPS006 ______7 MD11F DXB/HKG 02-Nov-08 16-Nov-08
1525 UPS006 ______7 B744F DXB/HKG 23-Nov-08 22-Mar-09
2055 UPS006 ____5__ MD11F DXB/HKG 31-Oct-08 14-Nov-08
2055 UPS006 ____5__ B744F DXB/HKG 21-Nov-08 27-Mar-09
2100 UPS006 _234___ B744F DXB/HKG 18-Nov-08 26-Mar-09
2155 UPS006 _234___ MD11F DXB/HKG 28-Oct-08 13-Nov-08

Abflugszeiten:

STD* Flight Op-Days ACtype ARR to Start_Op End_Op
---- ------ ------- ------ ------- --------- ---------
0300 UPS004 _2345__ MD11F HKG/CRK 28-Oct-08 14-Nov-08
0300 UPS004 _2345__ B744F HKG/CRK 18-Nov-08 27-Mar-09
0300 UPS004 _____6_ B744F DXB/CRK 22-Nov-08 21-Mar-09
0300 UPS004 _____6_ B744F DXB/CRK 28-Mar-08 28-Mar-09
0310 UPS004 _____6_ MD11F BOM/CRK 01-Nov-08 15-Nov-08_______________
*) Alle Zeiten beruhen auf GMT/UTC und sind ohne Gewähr.


@Markus 1976,

zum subjektiven Thema "lautes Flugzeug" habe ich mich in meiner Antwort am 29.11.08 geäußert und bis heute Deinerseits noch keine Antwort erhalten. Mich würde interessieren, womit Du Deine Aussage, die B744F sei ein "lautes Flugzeug" Flugzeug, belegen bzw. untermauern kannst?

Thomas
10.1.2009, 14:12
In den vergangenen Monaten soll der Fluglärm während der Nacht über dem Gebiet der Stadt Bonn als Folge des neuen Anflugverfahrens um drei bis sechs db(A) abgenommen haben.

Quelle (http://bonner-wirtschaftsgespraeche.de/index.php/2009/01/09/bonn-nachtlicher-fluglarm-uber-bonn-sinkt/)

Markus 1976
11.1.2009, 18:45
@Markus 1976,

zum subjektiven Thema "lautes Flugzeug" habe ich mich in meiner Antwort am 29.11.08 geäußert und bis heute Deinerseits noch keine Antwort erhalten. Mich würde interessieren, womit Du Deine Aussage, die B744F sei ein "lautes Flugzeug" Flugzeug, belegen bzw. untermauern kannst?

Na ja, habe Deinen Kommentar nicht als Aufforderung verstanden. Fakt ist, dass die 744/F mittlerweile schon in die Jahre gekommen ist. An Airports wie FRA, LHR, DEL oder auch SIN kann man sehr schön "hören", dass eine 744 lauter ist als ein A380, ein A343/5/6 oder eine B773. Belegen kann ich das mit Daten oder Messwerten nicht, aber aufgrund der erheblichen Fortschritte der Triebwerksentwicklung dürften wir davon ausgehen, dass es so ist. Wenn LH ihre B773F bekommt, kann man den Vergleich in FRA ja mal vielleicht "hören".

Stephan B.
12.1.2009, 9:00
Na ja, habe Deinen Kommentar nicht als Aufforderung verstanden. Fakt ist, dass die 744/F mittlerweile schon in die Jahre gekommen ist. An Airports wie FRA, LHR, DEL oder auch SIN kann man sehr schön "hören", dass eine 744 lauter ist als ein A380, ein A343/5/6 oder eine B773. Belegen kann ich das mit Daten oder Messwerten nicht, aber aufgrund der erheblichen Fortschritte der Triebwerksentwicklung dürften wir davon ausgehen, dass es so ist. Wenn LH ihre B773F bekommt, kann man den Vergleich in FRA ja mal vielleicht "hören".

Meines Wissens nach bekommt a) LH keine 773F sondern AeroLogic(Jointventure zwischen DHL und LH Cargo) und b) werden die Dinger in Schkeuditz stationiert und nicht bei der FRAPORT auf dem Rhein-Main Airport und c) sind die besagten Maschinen 772F und keine 773F (der Frachter ist auf der Plattform der 777-200LR-Variante konzipiert)

Die MD-11F werden mindestens noch 15 Jahre bei der LH Cargo verbleiben (gem. Aussage von Carsten Spohr!)

Ich lasse mich gerne korrigieren.

Thomas
20.1.2009, 21:04
Der Verkehrsminister hat im Rahmen einer kleinen Anfrage des Abgeordneten Horst Becker die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen am Flughafen Köln/Bonn im November 2008 mitgeteilt:

Drucksache 14/8263 (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-8263.pdf)

Markus 1976
21.1.2009, 12:05
Meines Wissens nach bekommt a) LH keine 773F sondern AeroLogic(Jointventure zwischen DHL und LH Cargo) und b) werden die Dinger in Schkeuditz stationiert und nicht bei der FRAPORT auf dem Rhein-Main Airport und c) sind die besagten Maschinen 772F und keine 773F (der Frachter ist auf der Plattform der 777-200LR-Variante konzipiert)

Die MD-11F werden mindestens noch 15 Jahre bei der LH Cargo verbleiben (gem. Aussage von Carsten Spohr!)

Ich lasse mich gerne korrigieren.

Auf den 772 wird wohl Lufthansa Cargo stehen, und nicht AeroLogic, oder? Die gehören zwar dem JointVenture, fliegen aber unter LH-Cargo Label. Spotter werden also LH-Cargo-772F jagen und nicht AeroLogic 772F...kompliziert.

Allerdings hatt ich mich allen Punkten auf die Aussagen eines Bekannten der LH-Cargo hier in Delhi verlassen und diese daher nicht überprüft. Sorry.

Markus 1976
21.1.2009, 12:18
Der Verkehrsminister hat im Rahmen einer kleinen Anfrage des Abgeordneten Horst Becker die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen am Flughafen Köln/Bonn im November 2008 mitgeteilt:

Drucksache 14/8263 (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-8263.pdf)

Eine symptomatische Anfrage und eine sehr interessante Auswertung. Wie bereits zuvor im Thread vermutet bewegt sich die Politik, hier in Gestalt von Herrn Becker, auf das Ziel "keine Pax-Flüge" nachts zu.

Es bleibt abzuwarten wer die Diskussion über diese Bewertung führt und wer ein Ergebnis präsentiert. Es geht darum ob 78/81-Pax-Flüge zwischen 0.00 und 5.00 Uhr insgesamt und im besonderen 21/12-Pax-Flüge über 75db zu viel, vertretbar oder akzeptabel sind. Die Auswertung wiederspricht auch manch irriger Ansicht hier im Forum, die "paar" Pax-Flieger würden keinen Lärm erzeugen. Die Fakten sprechen hier eine andere Sprache. Der November zählt zudem nun mit Sicherheit nicht zu den aufkommensstärksten Monaten. Im Sommer dürfte die Anzahl der Flüge insgesamt und auch die der Flüge über 75db deutlich über der nun ausgewiesenen Anzahl liegen.

Wir können davon ausgehen, dass die Auswertung als grundsätzliches Argument gegen Pax-Flüge nachts verwendet werden wird - ohne wirkliche Bewertung und Prüfung auf Plausibilität. Der Airport wird sich auf "heiße" Diskussionen einstellen müssen.

Stephan B.
21.1.2009, 13:19
Auf den 772 wird wohl Lufthansa Cargo stehen, und nicht AeroLogic, oder? Die gehören zwar dem JointVenture, fliegen aber unter LH-Cargo Label. Spotter werden also LH-Cargo-772F jagen und nicht AeroLogic 772F...kompliziert.

Allerdings hatt ich mich allen Punkten auf die Aussagen eines Bekannten der LH-Cargo hier in Delhi verlassen und diese daher nicht überprüft. Sorry.


Dies ist nicht korrekt.
Die 772F werden mit dem AERO-Logic Branding versehen.
Keine Ahnung wo dein Bekannter diese Infos her hat, aber vielleicht bringt er da was durcheinander.
Hier ein Bild von der Webseite
http://www.aerologic.aero/web/

Man würde kein teueres Branding einführen wenn nachher der Kranich (dem nur 50% gehört!!) auf den Fliegern prangt.
Ausserdem wer die Musik bestellt bestimmt was sie spielen (in dem Fall auch die Firma DHL die die anderen 50% der Anteile halten)

Stephan B.
21.1.2009, 13:24
Eine symptomatische Anfrage und eine sehr interessante Auswertung. Wie bereits zuvor im Thread vermutet bewegt sich die Politik, hier in Gestalt von Herrn Becker, auf das Ziel "keine Pax-Flüge" nachts zu.

Es bleibt abzuwarten wer die Diskussion über diese Bewertung führt und wer ein Ergebnis präsentiert. Es geht darum ob 78/81-Pax-Flüge zwischen 0.00 und 5.00 Uhr insgesamt und im besonderen 21/12-Pax-Flüge über 75db zu viel, vertretbar oder akzeptabel sind. Die Auswertung wiederspricht auch manch irriger Ansicht hier im Forum, die "paar" Pax-Flieger würden keinen Lärm erzeugen. Die Fakten sprechen hier eine andere Sprache. Der November zählt zudem nun mit Sicherheit nicht zu den aufkommensstärksten Monaten. Im Sommer dürfte die Anzahl der Flüge insgesamt und auch die der Flüge über 75db deutlich über der nun ausgewiesenen Anzahl liegen.

Wir können davon ausgehen, dass die Auswertung als grundsätzliches Argument gegen Pax-Flüge nachts verwendet werden wird - ohne wirkliche Bewertung und Prüfung auf Plausibilität. Der Airport wird sich auf "heiße" Diskussionen einstellen müssen.

Sollen sie mal machen. Die paar tausend Arbeitsplätze die wegfallen
(besonders in der mom. wirtschaftlichen Lage) können dann auch vom Steuerzahler bezahlt werden.

Was ist eigentlich mit der Klage aus Siegburg geworden?
Da hört man nichts mehr aus der Richtung.

Habe Herrn Becker ein paar mal im freundlichen Ton angeschrieben
was er dazu meine in Sachen Arbeitsplätze aber ohne Antwort.
Solche Leute wie Ihn nehme ich nicht mehr ernst.
Ich kann nur hoffen das diese Partei auch 2010 die Regierungsverantwortung abgesprochen bekommt.

Markus 1976
21.1.2009, 13:43
Sollen sie mal machen. Die paar tausend Arbeitsplätze die wegfallen
(besonders in der mom. wirtschaftlichen Lage) können dann auch vom Steuerzahler bezahlt werden.

Was ist eigentlich mit der Klage aus Siegburg geworden?
Da hört man nichts mehr aus der Richtung.

Habe Herrn Becker ein paar mal im freundlichen Ton angeschrieben
was er dazu meine in Sachen Arbeitsplätze aber ohne Antwort.
Solche Leute wie Ihn nehme ich nicht mehr ernst.
Ich kann nur hoffen das diese Partei auch 2010 die Regierungsverantwortung abgesprochen bekommt.

Das ist zu einfach, wenn ich mir das erlauben darf. Im Moment liegen keine konkreten, nachweisbaren Zahlen vor, wieviele Arbeitsplätze definitiv wegfallen würden, wenn für Pax-Flüge von 0.00 bis 5.00 Ruhe ist. Wir sollten nicht von "Tausenden" sprechen, denn diese Zahl wird mit absoluter Sicherheit nicht erreicht. Alles unter 500 wäre meines Erachtens realitisch, die am CGN wegfallen aber ggf. durch Verlagerung in die Tagesstunden aufgefangen werden könnten, oder an anderen Airports entstehen. Für die Betroffenen wäre dies schmerzlich, für die Volkswirtschaft jedoch ohne Auswirkung - das ist nicht schön, aber leider die Realität. Haben wir vor ein paar Seiten auch bereits beschrieben.

Das Herr Becker nicht zurückschreibt ist nicht verwunderlich. Schliesslich hat er ein Parteiprogramm und festes Wählerclientel zu bedienen. Die einzige Möglichkeit Herrn Becker richtig beizukommen wäre Ihn persönlich bei einer Fragestunde im Landtag, in seinem Büro (wenn er so etwas hat,), bei einer Wahlveranstaltung oder einer Versammlung der Airportgegner auf dieses Thema anzusprechen und festzunageln.

Am Ende bleibt aber trotz allen Frustes und trotziger Zuversicht leider festzuhalten: der Zug fährt nicht nach irgendwo, sondern zum Pax-Flieger-Parking-Bahnhof CGN zwischen 0.00 und 5.00 Uhr.

Stephan B.
21.1.2009, 13:50
Das ist zu einfach, wenn ich mir das erlauben darf. Im Moment liegen keine konkreten, nachweisbaren Zahlen vor, wieviele Arbeitsplätze definitiv wegfallen würden, wenn für Pax-Flüge von 0.00 bis 5.00 Ruhe ist. Wir sollten nicht von "Tausenden" sprechen, denn diese Zahl wird mit absoluter Sicherheit nicht erreicht. Alles unter 500 wäre meines Erachtens realitisch, die am CGN wegfallen aber ggf. durch Verlagerung in die Tagesstunden aufgefangen werden könnten, oder an anderen Airports entstehen. Für die Betroffenen wäre dies schmerzlich, für die Volkswirtschaft jedoch ohne Auswirkung - das ist nicht schön, aber leider die Realität. Haben wir vor ein paar Seiten auch bereits beschrieben.

Das Herr Becker nicht zurückschreibt ist nicht verwunderlich. Schliesslich hat er ein Parteiprogramm und festes Wählerclientel zu bedienen. Die einzige Möglichkeit Herrn Becker richtig beizukommen wäre Ihn persönlich bei einer Fragestunde im Landtag, in seinem Büro (wenn er so etwas hat,), bei einer Wahlveranstaltung oder einer Versammlung der Airportgegner auf dieses Thema anzusprechen und festzunageln.

Am Ende bleibt aber trotz allen Frustes und trotziger Zuversicht leider festzuhalten: der Zug fährt nicht nach irgendwo, sondern zum Pax-Flieger-Parking-Bahnhof CGN zwischen 0.00 und 5.00 Uhr.

Kann man so oder so sehen.
Auf jedenfall kann man so keine neue Wählerklientel gewinnen (und ja ich habe früher sogar mit B90/DG gewählt).

500 Arbeitsplätze hier...500 Arbeitsplätze da...ich finde es erstaunlich wie manche Leute das einfach zur Kenntnis nehmen (erinnert mich irgendwie an den Siegburger OB der den Airport ja nachts komplett schliessen lassen möchte inkl. Cargo)

Klar könnte man diese Arbeitsplätze auch nach HHN verlagern aber
da gehen auch einiges an Lohnsteuer verloren und die Kommunen in NRW's habens ja gerade so dicke in der Brieftasche.
:D

Zum Thema Verlagerung in den Tagstunden :
Da wird sich der Airport im Kölner Norden freuen durch politische Hilfe
PAX-Zuwachs zu bekommen.

Thomas
21.1.2009, 14:33
@Markus

Du scheinst die Tabelle nicht ganz richtig gelesen zu haben, wenn Du schreibst, dass es demnach 21/12-Flüge über 75 db(A) gegeben hat. Dies wird nicht gesagt. Vielmehr heisst es in der Überschrift der entsprechenden Spalte

"davon Flüge mit Typen die ggf. > 75dB(A)"

Es wird nicht gesagt, dass die Maschinen tatsächlich zu laut gewesen sind, sondern nur, dass Typen zum Einsatz gekommen sind, die gegebenenfalls mehr als 75 dB(A) an Lärm erzeugen können. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.


Im Übrigen sollte man nicht übersehen, dass Herr Becker mit dem Grenzwert von 75 dB(A) einen Wert genommen hat, der so nicht nachvollziehbar ist, wenn man berücksichtigt, dass selbst die Lärmschutzgemeinschaft an ihren Messstellen nur Flüge mit Werten von 80 dB(A) erfasst (siehe mein Posting vom 31. August 2008). Auch so kann man Politik machen, indem man ohne jede Begründung niedrigere Werte ansetzt, um auf die Weise die Zahl der betroffenen Flüge zu erhöhen.

Markus 1976
21.1.2009, 16:30
Kann man so oder so sehen.
Auf jedenfall kann man so keine neue Wählerklientel gewinnen (und ja ich habe früher sogar mit B90/DG gewählt).

500 Arbeitsplätze hier...500 Arbeitsplätze da...ich finde es erstaunlich wie manche Leute das einfach zur Kenntnis nehmen (erinnert mich irgendwie an den Siegburger OB der den Airport ja nachts komplett schliessen lassen möchte inkl. Cargo)

Klar könnte man diese Arbeitsplätze auch nach HHN verlagern aber
da gehen auch einiges an Lohnsteuer verloren und die Kommunen in NRW's habens ja gerade so dicke in der Brieftasche.
:D

Zum Thema Verlagerung in den Tagstunden :
Da wird sich der Airport im Kölner Norden freuen durch politische Hilfe
PAX-Zuwachs zu bekommen.


Rikchtig. Man muss halt abwägen, was am besten für einen selbst und das Land ist.

O.K. Rechnen wir mal. im November waren es zwischen 0.00 und 5.00 Uhr 160 Bewegungen. Das macht bei einem Monat von 30 Tagen ca. 5 Bewegungen pro Nacht aus - Starts und Landungen. Also zwischen 2-3 Maschinen täglich. Überschaubar. Im Sommer dürfte diese Zahl signifikant höher sein. Wir nehmen jetzt mal an 8-10.

Wieviele Personen werden überall benötigt, wenn gleichzeitig 3 oder 9 Maschinen abgefertigt werden müssen? In der Zeitspanne sind aber nie alle Maschinen gleichzeitig da, aber nehmen wir an es wäre so. Vielleicht 30? Oder 50? Und werden die Flüge zumindest teilweise in den Tag (der ist immerhin von 05.01-23.59!!!) verlagert bleiben die Jobs erhalten, man arbeitet halt dann nur zur normaler Zeit.

Wer fliegt denn am Hahn? Ryanair...bestimmt nicht 4U, HLX, AB oder LH. Insofern wird es dorthin keine Verlagerungen geben. Das dürfte ziemlich sicher sein.

Der Airport im Kölner Norden ist bereits wieder mit den Slots am Ende. Gerade aus diesen Gründen sind Verlagerungen eher auszuschliessen. Und: 4U fliegt nicht ab DUS, HLX fliegt gleiche Strecken, aber keinen klassischen Low-Cost. Man sollte auch mehr auf die Stärken von CGN schauen: Der Bedarf in CGN ist ja da, sonst würden die Flüge nicht durchgeführt. Es ist einfach die Frage einer intelligenten Steuerung der Einsatzplanung.

Markus 1976
21.1.2009, 16:50
@Markus

Du scheinst die Tabelle nicht ganz richtig gelesen zu haben, wenn Du schreibst, dass es demnach 21/12-Flüge über 75 db(A) gegeben hat. Dies wird nicht gesagt. Vielmehr heisst es in der Überschrift der entsprechenden Spalte

"davon Flüge mit Typen die ggf. > 75dB(A)"

Es wird nicht gesagt, dass die Maschinen tatsächlich zu laut gewesen sind, sondern nur, dass Typen zum Einsatz gekommen sind, die gegebenenfalls mehr als 75 dB(A) an Lärm erzeugen können. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.


Im Übrigen sollte man nicht übersehen, dass Herr Becker mit dem Grenzwert von 75 dB(A) einen Wert genommen hat, der so nicht nachvollziehbar ist, wenn man berücksichtigt, dass selbst die Lärmschutzgemeinschaft an ihren Messstellen nur Flüge mit Werten von 80 dB(A) erfasst (siehe mein Posting vom 31. August 2008). Auch so kann man Politik machen, indem man ohne jede Begründung niedrigere Werte ansetzt, um auf die Weise die Zahl der betroffenen Flüge zu erhöhen.

Thomas: Das hatte ich nicht übersehen und es hat mich maßlos geärgert. Das Ministerium erweist dem Airport einen Bärendienst. Diese Vorgehensweise ist typisch für "große Unternehmen" oder Behörden:"der Kunde braucht nicht alles zu wissen" oder "dem sagen wir erstmal nur ein bisschen, dann muss er wieder kommen etc"! Leider bestimmt der Kunde, in diesem Fall ist dieser die Politik, wohin der Zug geht.

Frage 4 von Herrn Becker wurde nicht vollständig beantwortet, sondern nur allgemeine Informationen zur Verfügung gestellt. Das ist miese Öffentlichkeitsarbeit und zeugt von wenig Einfühlungsvermörgen und realistischem Blick für die Situation. Sind die Messstationen "online"? Ja. Warum werden dann einem gewählten Volksvertreter keine genauen Daten übermittelt? Was sind die Gründe? Gibt es denn etwas zu verbergen? Werden die Nachts abschgeschaltet? Sind die ungenau? Hinhaltetaktik? Ignoranz? Arroganz? Egal, alle Attribute vereint in einem Ministerium kann sich dieses vielleicht leisten, aber nicht der CGN. Und das ist schlichtweg grotesk.:thumbdown:

Zu den 80db: Warum hat man von Seiten des Ministeriums nicht diesen Wert dann angesetzt? Warum hat man den Wert von Herrn Becker, obwohl zu niedrig, übernommen, aber dann nur lückenhafte Informationen zur Verfügung gestellt? Wäre man nicht besser beraten gewesen die vollständige Liste mit 80db zur Verfügung zu stellen? Man hätte erreicht, dass das Ministerium seiner Pflicht zum Wohle und Dienste des Volkes da zu sein erfüllt und dem "lieben" Herrn Becker gleichzeitig klar gemacht, dass seine Annahme falsch ist und das Ministerium bestimmt, welche db angesetzt werden und welche nicht.

Vertrauensbeweise sehen anders aus. Da fällt mir nur ein Wort für ein: unprofessionell. :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

Stephan B.
21.1.2009, 17:57
Rikchtig. Man muss halt abwägen, was am besten für einen selbst und das Land ist.

O.K. Rechnen wir mal. im November waren es zwischen 0.00 und 5.00 Uhr 160 Bewegungen. Das macht bei einem Monat von 30 Tagen ca. 5 Bewegungen pro Nacht aus - Starts und Landungen. Also zwischen 2-3 Maschinen täglich. Überschaubar. Im Sommer dürfte diese Zahl signifikant höher sein. Wir nehmen jetzt mal an 8-10.

Wieviele Personen werden überall benötigt, wenn gleichzeitig 3 oder 9 Maschinen abgefertigt werden müssen? In der Zeitspanne sind aber nie alle Maschinen gleichzeitig da, aber nehmen wir an es wäre so. Vielleicht 30? Oder 50? Und werden die Flüge zumindest teilweise in den Tag (der ist immerhin von 05.01-23.59!!!) verlagert bleiben die Jobs erhalten, man arbeitet halt dann nur zur normaler Zeit.

Wer fliegt denn am Hahn? Ryanair...bestimmt nicht 4U, HLX, AB oder LH. Insofern wird es dorthin keine Verlagerungen geben. Das dürfte ziemlich sicher sein.

Der Airport im Kölner Norden ist bereits wieder mit den Slots am Ende. Gerade aus diesen Gründen sind Verlagerungen eher auszuschliessen. Und: 4U fliegt nicht ab DUS, HLX fliegt gleiche Strecken, aber keinen klassischen Low-Cost. Man sollte auch mehr auf die Stärken von CGN schauen: Der Bedarf in CGN ist ja da, sonst würden die Flüge nicht durchgeführt. Es ist einfach die Frage einer intelligenten Steuerung der Einsatzplanung.


Ich würde dir mal raten dich über einen Operatorberuf in der Luftfahrt zu informieren.
Die Slots sind bestimmt nicht so gewählt weil man einen Dartpfeil auf die Uhr wirft.
Das hat schon so seine Gründe.
Ausserdem operieren die Maschinen nicht hin und her CGN - PMI - CGN
sondern als Beispiel CGN-PMI-ZRH-TXL-DUS-HER-CGN

Die Umläufe sind so geplant das alle Eventualitäten wie Nachtflugebschränkung etc.. eingerechnet sind.

Thomas
21.1.2009, 19:45
Man kann es auch so ausdrücken:

Die Fluggesellschaften verdienen kein Geld damit, wenn ihre Maschinen am Boden bleiben. Von daher haben sie natürlich ein Interesse, dass die Flugzeuge möglichst lange in der Luft bleiben und entsprechend viele Umläufe absolvieren.

Ich persönlich kenne nur eine einzige Fluggesellschaft, die es sich leisten kann, ihre Maschinen gerade mal fünf Stunden täglich fliegen zu lassen, und trotzdem profitabel zu sein: Es handelt sich dabei um die US-Low Cost-Fluggesellschaft Allegiant Air (http://www.cgn-info.com/showthread.php?t=2620&page=3). Hier muss man allerdings anmerken, dass diese ausschließlich auf Nebenstrecken unterwegs und deshalb mehr oder weniger freie Hand bei der Preisgestaltung hat.

Gerade in Europa können die meisten Fluggesellschaften nicht solche Preise erzielen, um ihre Maschinen den größten Teil des Tages am Boden zu lassen. Und da die Maschinen eh schon den ganzen Tag über in der Luft sind, könnten die Fluggesellschaften auch nicht ihre Flüge in Köln/Bonn einfach so auf den Tag verschieben. Ganz abgesehen davon ist wohl auch offenkundig ein Bedarf bei den Passagieren nach solchen Nachtflügen vorhanden, denn ohne Passagiere würden die Fluggesellschaften wohl kaum fliegen.

Markus 1976
22.1.2009, 5:07
Man kann es auch so ausdrücken:

Die Fluggesellschaften verdienen kein Geld damit, wenn ihre Maschinen am Boden bleiben. Von daher haben sie natürlich ein Interesse, dass die Flugzeuge möglichst lange in der Luft bleiben und entsprechend viele Umläufe absolvieren.

Ich persönlich kenne nur eine einzige Fluggesellschaft, die es sich leisten kann, ihre Maschinen gerade mal fünf Stunden täglich fliegen zu lassen, und trotzdem profitabel zu sein: Es handelt sich dabei um die US-Low Cost-Fluggesellschaft Allegiant Air (http://www.cgn-info.com/showthread.php?t=2620&page=3). Hier muss man allerdings anmerken, dass diese ausschließlich auf Nebenstrecken unterwegs und deshalb mehr oder weniger freie Hand bei der Preisgestaltung hat.

Gerade in Europa können die meisten Fluggesellschaften nicht solche Preise erzielen, um ihre Maschinen den größten Teil des Tages am Boden zu lassen. Und da die Maschinen eh schon den ganzen Tag über in der Luft sind, könnten die Fluggesellschaften auch nicht ihre Flüge in Köln/Bonn einfach so auf den Tag verschieben. Ganz abgesehen davon ist wohl auch offenkundig ein Bedarf bei den Passagieren nach solchen Nachtflügen vorhanden, denn ohne Passagiere würden die Fluggesellschaften wohl kaum fliegen.

Yep. Wie bereits zuvor geschrieben ist es allerdings schwer den Anwohnern zu erklären, warum sie "leiden" müssen, damit Airlines profitabel sind, zumal CGN mit der einzige größere Airport in Deutschland ist, wo nachts Paxe geflogen werden. Der Bedarf für die Strecken ist da, und die Flüge Nachts werden auch angenommen. Wenn die Flüge allerdings am Tage stattfinden würden, bleibt der Bedarf doch gleich. Lediglich die Zeiten ändern sich und ich bin sicher das mancher gar nicht böse wäre am Tage fliegen zu dürfen.

Markus 1976
22.1.2009, 5:18
Ich würde dir mal raten dich über einen Operatorberuf in der Luftfahrt zu informieren.
Die Slots sind bestimmt nicht so gewählt weil man einen Dartpfeil auf die Uhr wirft.
Das hat schon so seine Gründe.
Ausserdem operieren die Maschinen nicht hin und her CGN - PMI - CGN
sondern als Beispiel CGN-PMI-ZRH-TXL-DUS-HER-CGN

Die Umläufe sind so geplant das alle Eventualitäten wie Nachtflugebschränkung etc.. eingerechnet sind.

So ganz verstehe ich Deine Einbringung nicht. Es ist logisch, dass bisher die Routen so geplant wurden, wie die Verkehrszeiten es erlauben. Sollten sich die Rahmenbedingungen, also die Verkehrszeiten, ändern, müssen die Einsatzpläne halt überarbeitet werden. Die Einsatzplanung ist ja nun kein Grundgesetz, was mit 2/3 Mehrheit von irgendwelchen Gremien abgesegnet werden muss. Dies kann dazu führen, dass dann für einige Flieger z.b. von 4U, HLX und AB, die nach 0.00 und vor 5.00 operieren ein vorher möglicher "Umlauf" entfallen wird. Das ist der Preis den der CGN für sichere Planbarkeit für CARGO und die Ruhe an der politischen Front zu zahlen hat. So könnte es ausgehen.

Thomas
22.1.2009, 7:30
Yep. Wie bereits zuvor geschrieben ist es allerdings schwer den Anwohnern zu erklären, warum sie "leiden" müssen, damit Airlines profitabel sind, zumal CGN mit der einzige größere Airport in Deutschland ist, wo nachts Paxe geflogen werden. Der Bedarf für die Strecken ist da, und die Flüge Nachts werden auch angenommen. Wenn die Flüge allerdings am Tage stattfinden würden, bleibt der Bedarf doch gleich. Lediglich die Zeiten ändern sich und ich bin sicher das mancher gar nicht böse wäre am Tage fliegen zu dürfen.

Im Winter wird dies ja auch wenn möglich so praktiziert - siehe TUIfly, die ihre Nachtflüge aus dem Sommer im Winter auf den Tag gelegt haben.

Aber wie ich schon gesagt habe: Die Verschiebung auf den Tag ist nicht möglich, wenn die Fluggesellschaften zu dieser Tageszeit schon jetzt sämtliche Maschinen im Einsatz haben. Und dies ist insbesondere im Sommer der Fall, wo die Fluggesellschaften (insbesondere im Low Cost-Bereich) sämtliche Flieger schon jetzt im Einsatz haben. Da gibt es keine Lücken, wo ein Operator mal so sagen kann "Ich verlege einfach mal den Nachtflug aus Köln/Bonn auf den Tag". Um das Angebot halten zu können, müssten die Fluggesellschaften also weitere Maschinen und Personal vorhalten, die dann während des Winterflugplans mangels Nachfrage ungenutzt blieben.

Im Übrigen: Was würde es den Anwohnern nützen, wenn die Fluggesellschaften in dieser Zeit nicht mehr starten und landen dürften und die Fluggesellschaften stattdessen in dieser Zeit z.B. ihre Maschinen ausschließlich im Frachtbereich einsetzen (z.B. wie es schon jetzt teilweise zum Transport von Luftpost gemacht wird)? Die Zahl der Frachtflüge würde sich wohlmöglich erhöhen und die Passagiermaschinen würden immer noch fliegen......

Aber ganz abgesehen davon: Köln/Bonn hat nunmal eine Nachtfluggenehmigung, die auch für die leiseren Passagiermaschinen gilt.

Markus 1976
22.1.2009, 8:27
Im Winter wird dies ja auch wenn möglich so praktiziert - siehe TUIfly, die ihre Nachtflüge aus dem Sommer im Winter auf den Tag gelegt haben.

Aber wie ich schon gesagt habe: Die Verschiebung auf den Tag ist nicht möglich, wenn die Fluggesellschaften zu dieser Tageszeit schon jetzt sämtliche Maschinen im Einsatz haben. Und dies ist insbesondere im Sommer der Fall, wo die Fluggesellschaften (insbesondere im Low Cost-Bereich) sämtliche Flieger schon jetzt im Einsatz haben. Da gibt es keine Lücken, wo ein Operator mal so sagen kann "Ich verlege einfach mal den Nachtflug aus Köln/Bonn auf den Tag". Um das Angebot halten zu können, müssten die Fluggesellschaften also weitere Maschinen und Personal vorhalten, die dann während des Winterflugplans mangels Nachfrage ungenutzt blieben.

Im Übrigen: Was würde es den Anwohnern nützen, wenn die Fluggesellschaften in dieser Zeit nicht mehr starten und landen dürften und die Fluggesellschaften stattdessen in dieser Zeit z.B. ihre Maschinen ausschließlich im Frachtbereich einsetzen (z.B. wie es schon jetzt teilweise zum Transport von Luftpost gemacht wird)? Die Zahl der Frachtflüge würde sich wohlmöglich erhöhen und die Passagiermaschinen würden immer noch fliegen......

Aber ganz abgesehen davon: Köln/Bonn hat nunmal eine Nachtfluggenehmigung, die auch für die leiseren Passagiermaschinen gilt.

Gerade in Zeiten der Rezession werden die Airlines prüfen welche Strecken profitabel sind und ggf. nicht nur Strecken einstellen, aber auch Flugzeuge abgeben oder außer Dienst stellen. Die Verwerfungen in den Einsatzplänen, die sich aus einer Nachtflugbeschränkung ergeben würden, wären marginal bzw. wenn dann einmalig zu regeln. Mit genügend zeitlichem Vorlauf wäre diese Aufgabe von den Airlines sicherlich zu bewältigen. Wenn zudem vermehrt alle Strecken auf dem Prüfstand stehen, könnten die nicht mehr durchgeführten Umläufe in der Nacht ggf. durch wirtschaftliche bedingte Streichung von Strecken kompensiert werden. Bisschen theoretisch, aber durchaus vorstellbar. Ein "mehr" an Fliegern und Personal ist somit nicht zwangsläufig notwendig.

Drehen wir das Rad noch ein wenig weiter: Im Falle der Nachtflugbeschränkung von 0.00 bis 05.00 Uhr sollte der Airport dann sofort die Zahlen checken, oder dies am besten jetzt schon tun um für die Diskussionen gewappnet zu sein. Wieviele Paxe wurden/werden in diesem Zeitraum abgefertigt? Was würde evt. verlorengehen? Dann muss der Airport mit den Airlines in Kontakt und Verhandlungen treten um neue Wege, Alternativen und Ideen aufzuzeigen, wie das Geschäft weiterhin am CGN gehalten werden kann.

Zur Luftpost: der Luftpostmarkt ist seit Jahren verteilt und von den absoluten Zahl her stark sinkend (CGN 2003:12.634t, 2007: 5.602t). Ein mehr an Verkehr in der Nacht durch freie Kapazitäten bei 4U, AB oder TUI ist nicht zu erwarten. Die Frage der technischen Voraussetzungen für den Einsatz als Luftpost Flieger in der Nacht lassen wir mal außen vor.

Alles andere müssen wir leider der Politik und den Gerichten überlassen.

Stephan B.
22.1.2009, 9:14
Yep. Wie bereits zuvor geschrieben ist es allerdings schwer den Anwohnern zu erklären, warum sie "leiden" müssen, damit Airlines profitabel sind, zumal CGN mit der einzige größere Airport in Deutschland ist, wo nachts Paxe geflogen werden. Der Bedarf für die Strecken ist da, und die Flüge Nachts werden auch angenommen. Wenn die Flüge allerdings am Tage stattfinden würden, bleibt der Bedarf doch gleich. Lediglich die Zeiten ändern sich und ich bin sicher das mancher gar nicht böse wäre am Tage fliegen zu dürfen.

Einziger Verkehrs-Airport in Dutschland wo Paxe nachts fliegen betrifft nur CGN?
:D:D
Du bringst mich zum lachen.

Was ist mit HAJ? Ich empfehle dir mal diese Website (http://www.hannover-airport.de/fs_weekly.php?L=0&date=20090123&departure=1&arrival=0) anzuschauen. n wenig mehr Weitblick über den CGN-Mikrokosmos könnte nicht schaden!

Thomas
22.1.2009, 9:19
Gerade in Zeiten der Rezession werden die Airlines prüfen welche Strecken profitabel sind und ggf. nicht nur Strecken einstellen, aber auch Flugzeuge abgeben oder außer Dienst stellen. Die Verwerfungen in den Einsatzplänen, die sich aus einer Nachtflugbeschränkung ergeben würden, wären marginal bzw. wenn dann einmalig zu regeln. Mit genügend zeitlichem Vorlauf wäre diese Aufgabe von den Airlines sicherlich zu bewältigen. Wenn zudem vermehrt alle Strecken auf dem Prüfstand stehen, könnten die nicht mehr durchgeführten Umläufe in der Nacht ggf. durch wirtschaftliche bedingte Streichung von Strecken kompensiert werden. Bisschen theoretisch, aber durchaus vorstellbar. Ein "mehr" an Fliegern und Personal ist somit nicht zwangsläufig notwendig.

Drehen wir das Rad noch ein wenig weiter: Im Falle der Nachtflugbeschränkung von 0.00 bis 05.00 Uhr sollte der Airport dann sofort die Zahlen checken, oder dies am besten jetzt schon tun um für die Diskussionen gewappnet zu sein. Wieviele Paxe wurden/werden in diesem Zeitraum abgefertigt? Was würde evt. verlorengehen? Dann muss der Airport mit den Airlines in Kontakt und Verhandlungen treten um neue Wege, Alternativen und Ideen aufzuzeigen, wie das Geschäft weiterhin am CGN gehalten werden kann.

Zur Luftpost: der Luftpostmarkt ist seit Jahren verteilt und von den absoluten Zahl her stark sinkend (CGN 2003:12.634t, 2007: 5.602t). Ein mehr an Verkehr in der Nacht durch freie Kapazitäten bei 4U, AB oder TUI ist nicht zu erwarten. Die Frage der technischen Voraussetzungen für den Einsatz als Luftpost Flieger in der Nacht lassen wir mal außen vor.

Alles andere müssen wir leider der Politik und den Gerichten überlassen.


Sorry, aber da spricht die Realität eine ganz andere Sprache. Dass sich sowohl 4U als auch X3 in Köln/Bonn niedergelassen haben, ist insbesondere auch auf die Nachtflugregelung zurückzuführen. Mit dieser Sicherheit wurde auch das Engagement weiter ausgebaut. Man muss wohl kein Prophet sein, um zu erahnen, wie die Fluggesellschaften reagieren würden, wenn ein Nachtflugverbot käme. Dann würden mit Sicherheit nicht nur die paar Nachtflüge entfallen, sondern auch darüber hinaus die Präsenz in Köln/Bonn massiv gekürzt werden. Es geht also mitnichten nur um die Paxe, die nachts fliegen, sondern um vieles mehr. Leipzig hat es am eigenen Leib erfahren; hier wurden als Folge die Maschinen komplett abgezogen. Und das Beispiel Dortmund zeigt, wie die Fluggesellschaften reagieren, wenn sie an ihrer Basis mit zu starken Flugzeitbeschränkungen konfrontiert werden.

Zur Luftpost: Wer die Entwicklung in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiss, dass sowohl 4U als auch X3 in den letzten Jahren zusätzliche Nachtflüge zum Transport von Luftpost übernommen haben.

Markus 1976
22.1.2009, 10:54
Einziger Verkehrs-Airport in deutschland wo Paxe nachts fliegen betrifft nur CGN?
:D:D
Du bringst mich zum lachen.

Was ist mit HAJ? Ich empfehle dir mal diese Website anzuschauen
http://www.hannover-airport.de/fs_weekly.php?L=0&date=20090123&departure=1&arrival=0
Ein wenig mehr Weitblick über den CGN-Mikrokosmos könnte nicht schaden!

Na, na, na. Wenn Du mich zitierst, dann bitte richtig. Ich hatte geschrieben, dass CGN der einzige "größere" Airport in Deutschland sei. Das ist was CGN betrifft sicherlich die richtige Umschreibung, Kritiker würden das vielleicht auch eher als Zugeständnis ansehen. Egal, es hat mir frei gestanden Hannover nicht als größeren Airport in Deutschland zu bezeichnen.

Dann schreibst Du sogar, dass CGN der einzige Airport sei, der Paxe nachts befördert. Nette Interpretation, leider stimmt sie nicht.;)

Stephan B.
22.1.2009, 11:12
Na, na, na. Wenn Du mich zitierst, dann bitte richtig. Ich hatte geschrieben, dass CGN der einzige "größere" Airport in Deutschland sei. Das ist was CGN betrifft sicherlich die richtige Umschreibung, Kritiker würden das vielleicht auch eher als Zugeständnis ansehen. Egal, es hat mir frei gestanden Hannover nicht als größeren Airport in Deutschland zu bezeichnen.

Dann schreibst Du sogar, dass CGN der einzige Airport sei, der Paxe nachts befördert. Nette Interpretation, leider stimmt sie nicht.;)

Grössere Airports ist ein relativer schwammiger Begriff.
Was ist deiner Meinung nach ein großer Airport?
Wenn man CGN als großen Airport beschreibt trifft dies auch auf HAJ zu da beide als "Verkehrsflughäfen" offiziell gelistet sind.
Auch "HHN" gilt seit einiger Zeit als Verkehrsflughafen.

Markus 1976
22.1.2009, 11:24
Sorry, aber da spricht die Realität eine ganz andere Sprache. Dass sich sowohl 4U als auch X3 in Köln/Bonn niedergelassen haben, ist insbesondere auch auf die Nachtflugregelung zurückzuführen. Mit dieser Sicherheit wurde auch das Engagement weiter ausgebaut. Man muss wohl kein Prophet sein, um zu erahnen, wie die Fluggesellschaften reagieren würden, wenn ein Nachtflugverbot käme. Dann würden mit Sicherheit nicht nur die paar Nachtflüge entfallen, sondern auch darüber hinaus die Präsenz in Köln/Bonn massiv gekürzt werden. Es geht also mitnichten nur um die Paxe, die nachts fliegen, sondern um vieles mehr. Leipzig hat es am eigenen Leib erfahren; hier wurden als Folge die Maschinen komplett abgezogen. Und das Beispiel Dortmund zeigt, wie die Fluggesellschaften reagieren, wenn sie an ihrer Basis mit zu starken Flugzeitbeschränkungen konfrontiert werden.

Zur Luftpost: Wer die Entwicklung in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiss, dass sowohl 4U als auch X3 in den letzten Jahren zusätzliche Nachtflüge zum Transport von Luftpost übernommen haben.

Die Situation in LEI ist mit CGN nicht vergleichbar. CGN ist DER Low-Cost Airport in Deutschland und der Heimatflughafen von 4U. Wenn in LEI die Flüge eingestellt wurden, dann lag das daran, das man woanders mehr verdienen konnte durch Flüge tagsüber. Und das LEI wohl einfach nicht das Potenzial hatte, dass sich die Betreiber erhofft haben. Rückzüge vin Airlines sind auch immer eine politische Sache und sehr oft wird dann eine neue Verordnung als Vorwand genutzt, den Laden dicht zu machen.

CGN: Wohin sollte z.B. 4U denn die Flieger abziehen, wenn der wirtschaftliche Schaden zu groß ist, was ich bezweifle? Zu welchem Airport? An fast allen anderen Airports in Deutschland wären "schlechtere" Rahmenbedinungen weiterhin vorhanden, sprich mit Operationszeiten zwischen 06.00 und 23.00. Und die noch früher aufmachen oder länger aufbleiben (z.b. FRA, MUC, SXF) sind entweder bereits ausreichend bedient oder wirtschaftlich für Low-Cost eher uninteressant.

HAM und STR haben massiv Strecken verloren, alle anderen Airports (z.b. SXF) sind mit anderen Low-Costs gepflastert. Die Flieger ins Ausland zu verlagern geht auch nicht, wohin denn auch? Wenn es zu Streckeneinstellungen käme, dann nur unprofitable, und die werden mit Sicherheit auch tagsüber geflogen. Unprofitable Strecken würden aber unabhängig von den Öffnungszeiten des Airports eingestellt. Profitable Strecken werden unabhängig von den Öffnungszeiten des Airports bedient, wennn diese im Rahmen liegen (05.00-24.00)

Der Vergleich mit Dortmund ist meines Erachtens so nicht zulässig, weil hier eine Beschränkung von 22.00 bis 06.00 gilt. Der Grund für den Rückzug der Airlines war im Grund genommen die eine fehlende Stunde bis 23.00 Uhr. Die vielleicht am Horizont stehende Reglementierung in CGN ist sicherlich nicht als rigide zu bezeichnen.

Ich glaube wir finden hier nicht zusammen, aber die Diskussion ist, so finde ich, sehr ansprechend und spannend. Hoffen wir, dass es für den CGN nicht so schlimm kommt, wie von Dir vermutet. Ich persönlich glaube, dass eine neue Nachtflugregelung, gerade im Zuge der lahmenden Wirtschaft, nur geringe Auswirkungen auf den CGN haben würde. Als Zugewinn bleibt jedoch die Planbarkeit für Cargo-Firmen und langfristige Investitionen, die allemal mehr Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze schaffen als die nächtlichen Pax-Flieger.

Markus 1976
22.1.2009, 11:36
Grössere Airports ist ein relativer schwammiger Begriff.
Was ist deiner Meinung nach ein großer Airport?
Wenn man CGN als großen Airport beschreibt trifft dies auch auf HAJ zu da beide als "Verkehrsflughäfen" offiziell gelistet sind.
Auch "HHN" gilt seit einiger Zeit als Verkehrsflughafen.

Na ja, die Messeinheit für größere Airports sind für mich die Anzahl der Paxe und nachgelagert die der Bewegungen. Alles über 10 Mio Paxe (FRA, MUC, DUS, TXL, HAM, CGN und STR - letzterer ist 2008 unter die 10er-Grenze gerutscht) ist für mich "groß". Und ist es legitim Verkehrsflughäfen in groß, mittel oder klein zu unterscheiden. Für mich zählt, wie gesagt, alles über 10 Mio zu größeren, alles von 3-10 Mio. zu mittleren und der Rest zu kleinen Airports. Muss nicht jeder mit glücklich sein, aber für Deutschland ist dies meine Einteilung - die gilt allerdings nicht global.

Thomas
22.1.2009, 11:45
Die Situation in LEI ist mit CGN nicht vergleichbar. CGN ist DER Low-Cost Airport in Deutschland und der Heimatflughafen von 4U. Wenn in LEI die Flüge eingestellt wurden, dann lag das daran, das man woanders mehr verdienen konnte durch Flüge tagsüber. Und das LEI wohl einfach nicht das Potenzial hatte, dass sich die Betreiber erhofft haben. Rückzüge vin Airlines sind auch immer eine politische Sache und sehr oft wird dann eine neue Verordnung als Vorwand genutzt, den Laden dicht zu machen.

CGN: Wohin sollte z.B. 4U denn die Flieger abziehen, wenn der wirtschaftliche Schaden zu groß ist, was ich bezweifle? Zu welchem Airport? An fast allen anderen Airports in Deutschland wären "schlechtere" Rahmenbedinungen weiterhin vorhanden, sprich mit Operationszeiten zwischen 06.00 und 23.00. Und die noch früher aufmachen oder länger aufbleiben (z.b. FRA, MUC, SXF) sind entweder bereits ausreichend bedient oder wirtschaftlich für Low-Cost eher uninteressant.

HAM und STR haben massiv Strecken verloren, alle anderen Airports (z.b. SXF) sind mit anderen Low-Costs gepflastert. Die Flieger ins Ausland zu verlagern geht auch nicht, wohin denn auch? Wenn es zu Streckeneinstellungen käme, dann nur unprofitable, und die werden mit Sicherheit auch tagsüber geflogen. Unprofitable Strecken würden aber unabhängig von den Öffnungszeiten des Airports eingestellt. Profitable Strecken werden unabhängig von den Öffnungszeiten des Airports bedient, wennn diese im Rahmen liegen (05.00-24.00)

Der Vergleich mit Dortmund ist meines Erachtens so nicht zulässig, weil hier eine Beschränkung von 22.00 bis 06.00 gilt. Der Grund für den Rückzug der Airlines war im Grund genommen die eine fehlende Stunde bis 23.00 Uhr. Die vielleicht am Horizont stehende Reglementierung in CGN ist sicherlich nicht als rigide zu bezeichnen.

Ich glaube wir finden hier nicht zusammen, aber die Diskussion ist, so finde ich, sehr ansprechend und spannend. Hoffen wir, dass es für den CGN nicht so schlimm kommt, wie von Dir vermutet. Ich persönlich glaube, dass eine neue Nachtflugregelung, gerade im Zuge der lahmenden Wirtschaft, nur geringe Auswirkungen auf den CGN haben würde. Als Zugewinn bleibt jedoch die Planbarkeit für Cargo-Firmen und langfristige Investitionen, die allemal mehr Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze schaffen als die nächtlichen Pax-Flieger.


Ich denke auch, dass die jeweiligen Positionen nunmehr umfassend diskutiert worden sind. Und zum Glück haben wir unterschiedliche Auffassungen, die diese anregende Diskussion überhaupt erst möglich gemacht haben.

Nur eine Anmerkung möchte ich noch machen: Ich glaube eher auch nicht, dass die Maschinen im Falle einer Nachtflugregelung vollständig zu anderen Flughäfen verlegt würden. Aber wie man derzeit sieht, scheuen sich 4U und X3 nicht, ihre Flotten zu verkleinern, wenn sich das Ganze wirtschaftlich nicht mehr rechnet. Von daher würde ich momentan eher auf eine weitere Verkleinerung der jeweiligen Flotten ausgehen.

Stephan
25.3.2009, 15:00
Nachtfluggegner wieder aktiv

Auch aus der Fraktion melden sich mal wieder die Kritiker zu Wort (http://www.ksta.de/html/artikel/1237549982893.shtml), damit man den Fokus nicht auf sie verliert.

Man hätte 6000 nächtliche Flugbewegungen weniger vorher gesagt, tatsächlich waren es aber nur etwa 3000 im Jahr 2008. Damit lag der Rückgang bei 9,6% gegenüber 2007.

Thomas
3.4.2009, 7:36
Der Bonner General-Anzeiger berichtete in der vergangenen Woche ausführlich über das neue Sinkflugverfahren:

Bericht (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=573162)
Interview mit einem UPS-Piloten (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=573164)

Markus 1976
13.6.2009, 9:09
Zur Luftpost: der Luftpostmarkt ist seit Jahren verteilt und von den absoluten Zahl her stark sinkend (CGN 2003:12.634t, 2007: 5.602t). Ein mehr an Verkehr in der Nacht durch freie Kapazitäten bei 4U, AB oder TUI ist nicht zu erwarten. Die Frage der technischen Voraussetzungen für den Einsatz als Luftpost Flieger in der Nacht lassen wir mal außen vor.

Luftpost wird bundesweit zum 1. Juli komplett eingestellt:

Quelle (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630233,00.html)

Christoph D.
25.8.2009, 11:51
Die Diskussion um das Nachtflugverbot geht in die nächste Runde, Quelle (http://www.radiobonn.de/bonn/rb/385921/news/bonn_rhein-sieg):

Grüße

Christoph

Uli
25.8.2009, 14:31
Gibt es eigentlich auch Studien über Nachtfluggegner?

Mich würde wirklich mal interessieren, wieviel Prozent der vom Lärm betroffenen Bürger tatsächlich Nachtfluggegner sind, wieviele davon in den letzten 30 Jahren ihr Wohneigentum im Lärmgebiet erworben haben, wieviele nur zur Miete wohnen und wieviele Nachtfluggegner selbst nicht vom Lärm betroffen sind, sondern z.B. Grund und Boden besitzen, dessen Wert es durch ein Nachtflugverbot zu steigern gilt.

Ich bin angesichts der Gesundheitsstudie für die Aufstellung großer, schwarz umrandeter Schilder in Neubaugebieten/Baugrundstücken die sich Flughafennähe befinden: "Hier bauen gefährdet Ihre Gesundheit!"

Christoph D.
25.8.2009, 16:08
Ich kann dazu nur sagen, dass meine Bude im Bonner Norden so liegt, dass aus Nordwesten hereinkommender Flugverkehr bei der Landung auf der 32R mehr oder weniger genau über mein Hausdach einschwebt, um später über dem Siebengebirge auf den Endanflug für die 32R einzudrehen. Ebenso habe ich bei anderer Windrichtung startenden Verkehr von der 14L oder der 24 nach Westen über meiner Hütte.

Nun liegt meine Wohnung am Lievelingsweg aber auch in einer gut befahrenenen Straße, wo schonmal gerne um 23 Uhr die Feuerwehr mit 5 Autos zu einem Einsatz durchkachelt. Gerne verkehren hier auch Herrschaften mit voll aufgedrehtem Autoradio. Trotz Tempo-30-Zone wird der Lievelingsweg bevorzugt abends auch öfter für Beschleunigungsrennen verwendet (und wenn eine Radarfalle vermutet wird, auch für Bremsmanöver). Eine Bushaltestelle und der damit verbundene Geräuschpegel macht sich ebenfalls bemerkbar. Hinter dem Haus ist ein Spielplatz, der an lauen Sommerabenden zum Köpfen eines Bierkastens einlädt. Je nach Windrichtung ist auch die Bahnlinie oder gar der Schiffverkehr von Rhein gut zu hören. Das alles empfinde ich mindestens genau so störend wie den Flugzeuglärm, was aber sicher eher meine subjektive Meinung darstellt.

Nun gibt es natürlich rund um Bonn auch Ortsteile, in denen es nicht so laut ist wie in der Stadt selber. Und da kommt ein vereinzeltes Flugzeug natürlich besser zur Geltung. Beim Start auf der 32R müssen die Flugzeuge zudem noch über das Krankenhaus in Köln-Meerheim, was ja auch eher ungünstig ist.

Kurz und gut, wir können die durch den Nachtflugverkehr entstehenden Lärm sicher nicht so ganz unter den Tisch diskutieren, fürchte ich.

Grüße
Christoph

Thomas
28.8.2009, 7:36
Die Diskussion um das Nachtflugverbot geht in die nächste Runde, Quelle (http://www.radiobonn.de/bonn/rb/385921/news/bonn_rhein-sieg):

Grüße

Christoph


Mittlerweile sind ernsthafte Zweifel an der vorgelegten Studie laut geworden - u.a. auch von führenden Brustzentren.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895317723.shtml)

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung der Studie hatte der Landtagsabgeordnete Becker eine neue Runde in Sachen Lärmbelästigung eröffnet, indem er eine neue Prognose des Flughafens über den Einsatz von Frachtmaschinen des Typs MD-11 gefordert hat.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895316525.shtml)

Uli
30.9.2009, 20:00
Der Rat der Stadt Rösrath hat Beschlüsse zum Thema Lärmschutz verfasst.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895325443.shtml)

Thomas
17.11.2009, 6:51
Ministerpräsident Rüttgers traf in der vergangenen Woche in Lohmar auf Vertreter der Lärmschutzgemeinschaft. Außer der Bereitschaft, sich die übergebenen Unterlagen anzusehen und sich melden zu wollen, machte er den Nachtfluggegnern keine Hoffnungen.

Quelle 1 (http://www.ksta.de/html/artikel/1257419193930.shtml)
Quelle 2 (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=660991)

Im Übrigen gab es vergangene Woche eine weitere Sitzung der Lärmschutzkommission, nach deren Informationen das Verkehrsministerium NRW bereits für das Jahr 2017 mit gut 45.000 jährlichen Nachtflügen rechnet.
Mehr (http://www.ksta.de/html/artikel/1256136991976.shtml)

Das Unternehmen FedEx selbst rechnet eigenen Angaben zufolge lediglich mit 1.000 jährlichen Nachtflügen.

Quelle (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895335256.shtml)

Thomas
10.1.2010, 8:40
Wie die Landesregierung in ihrer Antwort (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10478.pdf) auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Becker ausführt, verfügen die Flughäfen in NRW über Betriebsgenehmigungen, bei denen die Belange des Luftverkehrs mit den berechtigten Belangen der Anwohner beim Lärmschutz abgewogen wurden.

Thomas
29.1.2010, 6:52
Die Lärmschutzgemeinschaft macht sich nach einem Treffen mit Ministerpräsident Rüttgers anscheinend Hoffnung auf die Einführung von Nachtflugbeschränkungen am Flughafen Köln/Bonn, wie die Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1264185818183.shtml) berichtet.

Markus 1976
22.2.2010, 10:58
Anbei ein Link (http://www.airliners.de/nachrichten/bereiche/rahmenbedingungen/politik/fraport-zehn-nachtfluege-in-frankfurt-reichen/20431) zum Thema Nachtflug in Frankfurt. Dies könnte als Pilot auch für den Flughafen Köln/Bonn Anwendung finden.

Thomas
22.2.2010, 11:38
Anbei ein Link (http://www.airliners.de/nachrichten/bereiche/rahmenbedingungen/politik/fraport-zehn-nachtfluege-in-frankfurt-reichen/20431) zum Thema Nachtflug in Frankfurt. Dies könnte als Pilot auch für den Flughafen Köln/Bonn Anwendung finden.

Warum sollte dies ein Vorbild für Köln/Bonn sein? In Frankfurt ist die Situation doch ganz anders, da es im Zuge der geplanten neuen Landebahn um einen Ausgleich für die Lärm geplagten Anwohner geht. In Köln/Bonn ist eine solche Landebahn nicht geplant.

Aber wie wir schon früher festgestellt haben, vertreten wir bei diesem Thema grundsätzlich verschiedene Ansichten - was im Übrigen ja nicht weiter tragisch ist!

Markus 1976
22.2.2010, 11:53
Egal wie die unterschiedlich die Voraussetzungen sind: um CARGO zu sichern, werden Pax-Flüge Nachts eingestellt. Das könnte Vorbild werden für den CGN.

Thomas
22.2.2010, 12:21
Köln/Bonn hat eine gültige Nachtflugerlaubnis, die keiner zusätzlichen Sicherung bedarf und auch rechtlich nicht in Frage steht (von den Nachtfluggegnern mal abgesehen).

Thomas
1.3.2010, 6:29
Der Landtagsabgeordnete Becker lässt wie erwartet nicht locker und hat im Anschluss auf die Kleine Anfrage (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10673.pdf) eine weitere Kleine Anfrage gestellt, welche Überlegung in den Abwägungsprozess bei der Festlegung der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen Köln/Bonn eingeflossen sind.

Thomas
3.3.2010, 9:40
Prof. Greiser hat über die bereits bekannte Studie für den Rhein-Sieg-Kreis eine weitere Studie für das Umweltbundesamt (http://www.umweltbundesamt.de) erstellt. Das Thema Fluglärm steht im Übrigen heute auch auf der Tagesordnung der nicht öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags.

Herbert
3.3.2010, 14:48
Der Landtagsabgeordnete Becker lässt wie erwartet nicht locker und hat im Anschluss auf die Kleine Anfrage (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10673.pdf) eine weitere Kleine Anfrage gestellt, welche Überlegung in den Abwägungsprozess bei der Festlegung der Nachtfluggenehmigung für den Flughafen Köln/Bonn eingeflossen sind. In der 4. Frage der Kleinen Anfrage (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10673.pdf) ist interessant zu lesen, dass der Landtagsabgeordnete Becker zum Thema Nachtflug den Köln/Bonner Airport Nachtflug mit London-Heathrow und Amsterdam vergleicht. Darüber kann man ja nur schmunzeln. Nichtsdestotrotz sollte man den MdL Becker nicht unterschätzen, der sich als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen ausgibt.

Sollte bei der kommenden NRW-Landtagswahl im Mai die CDU mit den Grünen koalieren müssen (sowie es derzeit aussieht), so wird der MdL Becker und die Grünen mit Sicherheit alles daran setzen, eine kurz- bis mittelfristige Abschaffung des Nachtflugs zur Bedingung der Koalition zu machen, so ähnlich wie bei der Betriebsdauerbegrenzung von Kernkraftwerken auf Bundesebene.

Stephan
3.3.2010, 14:55
In der 4. Frage der Kleinen Anfrage (http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD14-10673.pdf) ist interessant zu lesen, dass der Landtagsabgeordnete Becker zum Thema Nachtflug den Köln/Bonner Airport Nachtflug mit London-Heathrow und Amsterdam vergleicht. Darüber kann man ja nur schmunzeln. Nichtsdestotrotz sollte man den MdL Becker nicht unterschätzen, der sich als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen ausgibt.

Sollte bei der kommenden NRW-Landtagswahl im Mai die CDU mit den Grünen koalieren müssen (sowie es derzeit aussieht), so wird der MdL Becker und die Grünen mit Sicherheit alles daran setzen, eine kurz- bis mittelfristige Abschaffung des Nachtflugs zur Bedingung der Koalition zu machen, so ähnlich wie bei der Betriebsdauerbegrenzung von Kernkraftwerken auf Bundesebene.

Wobei ich anmerken will, dass die Grünen es leider bisher nicht verstanden haben, dass digitale Entscheidungen weitreichende Konsequenzen mit sich ziehen.

Sollte ein Nachtflugverbot für den CGN kommen, so hängen hier auch wiederum Arbeitsplätze dran. Der wirtschaftliche Schaden, der durch solche Entscheidungen entsteht ist groß - der Gewinn durch ein Nachtflugverbot hingegen sehr gering, da der Nachtflugbetrieb dann einfach woanders abgewickelt wird - z.B. in Lüttich. Dafür kommen dann LKWs zum Einsatz, die alles rüber zu uns trucken.

In letzter Konsequenz ist das eine billige Tour um Stimmen zu gewinnen, leider gibt es genügend Leute, denen das reicht und deshalb solche Leute wählen. Wehe aber, der eigene Arbeitsplatz ist davon betroffen oder noch schlimmer - wehe diese Wähler schimpfen dann über die "Sozialschmarotzer", die wir über unsere Steuern finanzieren.

Bei solchen Themen fliegt mir immer der Hut wech - jetzt renne ich mal los, und suche den dann wieder. :shut:

Thomas
4.3.2010, 7:21
Wie zu lesen (http://www.ksta.de/html/artikel/1264185911449.shtml) ist, hat es gestern im Umweltausschuss des Deutschen Bundestags eine erregte Debatte zum Thema gegeben. Nun will das NRW-Umweltministerium weitere Untersuchungen in Auftrag geben.

Stephan B.
4.3.2010, 13:45
Würde mal gerne wissen, wie die Rechtslage ist. UPS und Fedex und die vielen Arbeitskräfte werden sich sehr freuen wenn der Flughafen bald zu ist. Ich weiss nicht, ob sich der Airport juristisch dagegen wehren kann. Falls nicht kann der letzte das Licht ausmachen.

Diddi
4.3.2010, 19:29
Mich würde mal eine Karte mit dem Alter der Bausubstanz in der weiteren Umgebung des Flughafen interessieren! Das Ergebnis wird sehr interessant werden, zumal da seit Jahrzehnten keine neue Bahn in CGN gebaut wurde.

Sash
26.8.2010, 21:52
So es geht in die nächste Runde...

ksta.de (http://www.ksta.de/html/artikel/1281431654377.shtml)

Markus 1976
3.6.2011, 11:57
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Unter diesem Motto dürfte die beschriebene Studie zu verstehen sein, wobei die Entwicklung insgesamt nicht überraschend sein dürfte.

http://www.airliners.de/rahmenbedingungen/recht/koeln-droht-passage-nachtflugverbot/24301
http://www.ksta.de/html/artikel/1306748806709.shtml

Stephan
4.6.2011, 17:48
So ist es immer, da hast du vollkommen recht. Dennoch muss man sich die Frage stellen, wie es langfristig weiter gehen dürfte. In der Hoffnung, dass nur gegen den Pax-Verkehr gestänkert wird, bin ich recht gelassen, die 6 Fliegerchen werden sch kaum bemerkbar machen. Anders aber bei der Fracht...

Markus 1976
5.6.2011, 21:36
In der Hoffnung, dass nur gegen den Pax-Verkehr gestänkert wird, bin ich recht gelassen, die 6 Fliegerchen werden sch kaum bemerkbar machen. Anders aber bei der Fracht...

Heute Nacht sind es 13 Flüge, gestern waren es 15. Insbesondere im Sommer an den WE recht viel Verkehr. Haben wir aber alles schonmal diskutiert.

Stephan
6.6.2011, 13:35
Da hast du recht, das ist schon mal alles durchgekaut worden. Prozentual geht der Paxverkehr aber im Rauschen unter.

Markus 1976
13.8.2011, 9:30
Die Planungen der Rot-Grünen Regierung sind klar. Verbot von Pax-Fliegern in der Nacht. Letzte Hoffnung könnte die Bundesregierung sein, will man einem Artikel von AERO glauben schenken. Für mich ist es klar: das Verbot wird kommen.

http://www.aero.de/news-13282/Regierung-will-Nachtflugverbot-in-KoelnBonn-verhindern.html

Herbert
15.8.2011, 20:27
Endlich bietet das Bundesverkehrsministerium der rot-grünen Landesregierung die Stirn. Horst Becker von den Grünen versucht doch langfristig in Köln den totalen Nachflugverbot durchzusetzten. Zuerst sollen die wenigen und i.d.R. leiseren Passagie-Flüge dran glauben. Wenn diese Hürde genommen wurde, wird er alles dran setzen, um auch die Frachtflüge nachts zu verbieten. Wohin sollen eigentlich dann verspätete DUS-Maschinen umgeleitet werden? Nun endlich legt das Bundesverkehrsministerium ein Veto ein.

a.de: Anhörungsverfahren nach der Sommerpause (http://www.airliners.de/rahmenbedingungen/politik/streit-um-nachtfluege-in-koeln-bonn-/24923)
KStA: Bund gegen Nachflugverbot (http://www.ksta.de/html/artikel/1312975149547.shtml)
KStA: Juristischer Hintergrund (http://www.ksta.de/html/artikel/1312975149550.shtml)