Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alles zur Flughafen Köln/Bonn GmbH
Die Vertreter der SPD und der Grünen im Finanzausschuss des Kölner Stadtrats haben die Stadtverwaltung aufgefordert, mit Bund und Land Verhandlungen zur Übernahme der Anteile am Flughafen Köln/Bonn aufzunehmen.
Zur Sicherung des Einflusses der Region solle die Stadt die Mehrheit übernehmen. So soll verhindert werden, dass private Investoren zukünftig das Sagen haben.
Quelle: Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1176113400595.shtml)
Wobei ich der Meinung bin, dass private Investoren sicherlich nicht ganz verkehrt wären. ;)
Die Pressemitteilung zur Geschäftsbilanz 2006 äußert sich natürlich auch zum Thema "Finanzen":
Quelle: Flughafen Köln/Bonn (http://www.airport-cgn.de/main.php?id=18&d_id=329&kat=&lang=1)
Auch die Flughafengesellschaft Köln/Bonn selbst wird unmittelbar vom Weggang der DHL und Lufthansa Cargo betroffen sein. Zur Reduzierung der Personalkosten stehen allein bei der Flughafengesellschaft 115 Arbeitsplätze zur Disposition. Gespräche hierzu mit den Sozialpartnern sind für den Juni angekündigt worden.
Flughafenchef Michael Garvens hat für die Flughafengesellschaft eine sozialverträgliche Lösung ohne Kündigungen angekündigt. Dafür erwarte der Flughafen aber im Gegenzug die Verlängerung des Lohnverzichts in Höhe von bis zu 1,5 % über Ende 2007 hinaus.
Quelle: Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1179819707593.shtml)
Fraport ist laut Köln/Bonn-Chef Garvens neben anderen Unternehmen an einer Beteiligung am Flughafen Köln/Bonn interessiert (Quelle: Finanztreff (http://www.finanztreff.de/ftreff/news,id,27428655,sektion,nachrichten.html)). Allerdings scheinen die Anteilseigner des Flughafens nach Einschätzung von Garvens derzeit nicht mehr übermäßig stark an einer Veräußerung ihrer Anteile gelegen zu sein.
Schwer zu sagen, ob eine (Minderheits-)Beteiligung von Fraport gut oder schlecht für den Flughafen Köln/Bonn wäre. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass man auf der Langstrecke in Frankfurt exklusiv vertreten sein möchte. Und eine Entwicklung im Low Cost Bereich würde sicherlich zu Konflikten mit der anderen Fraport-Beteiligung in Hahn führen. Also nicht ganz einfach zu beurteilen - für meinen Geschmack zumindest.
Auszug aus der heutigen Pressemitteilung (http://www.airport-cgn.de/main.php?id=18&d_id=347&kat=&lang=1):
Auch im Wirtschaftsergebnis spiegelt sich die kontinuierliche Entwicklung des Flughafens wieder: Die Umsatzerlöse sind zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf 206,2 Millionen Euro angestiegen. Der Betriebsaufwand betrug in den ersten neun Monaten 159,3 Millionen Euro. Damit hat sich das Ergebnis in den ersten drei Quartalen um 1 Million Euro auf 7,1 Millionen Euro verbessert. Für das Gesamtjahr erwartet der Flughafen einen Steigerung in Höhe von 10 Prozent und rechnet mit einem Gewinn von 5,5 Millionen Euro nach Steuern.
Neben den zahlreichen negativen Meldung über die verkehrliche Zukunft des CGN, gibt es nun weitere Hiobsbotschaften:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1193152643137.shtml
kurze Zusammenfassung:
- Geschäftsführung und Betriebsrat konnten sich nicht über die Verlängerung von bestehenden Arbeitszeitmodellen einigen
- durch die Nichteinigung kann der Flughafen jetzt weniger abfertigen (meint wahrscheinlich ist im Vergleich zum Wettbewerber zu teuer) und kann bestehende Verträge mit LH, AB, X3 und 4U nicht zu den bisherigen Konditionen velängern und muss diese dem Wettbewerber Aviapartner überlassen.
- die Folge wäre das große Teile der FKB-Belegschaft (300 Mitarbeiter) zu Aviapartner wechseln müssen und dort erheblich weniger verdienen können, aber auch in anderen Bereichen der FKB stehen dann ca. 150 Stellen auf der Kippe.
2008 scheint kein gutes Jahr für unseren Heimatflughafen zu werden :(
Edit Mod: Diese Diskussion (um die Zukunft) sollten wir im Zukunftsthread (http://www.cgn-info.com/showthread.php?t=1189&page=4) fortführen. Alles Weitere zur Flughafengesellschaft natürlich weiterhin hier an dieser Stelle.
Betriebsrat stimmt Verlängerung der flexiblen Arbeitszeitregelung für die Bodenverkehrsdienste zu................
www.koeln-bonn-airport.de/main.php?id=18&d_id=349&kat=&lang=1
Mahlzeit,
nach einer Zusammenkunft mit BR, Abteilungsleitung und einem Teil der Mitarbeiter des Nachtdienst wurde heute der Vereinbarung zugestimmt. Ob das jetzt noch was hilft bleibt abzuwarten. Ich dachte mit dem neuen BR würde zumindest etwas Besserung eintretten, aber das hat sich wohl erledigt.
Gute Nacht.
In meinen Augen hat sich der BR des FKB hier aber ein richtiges Eigentor geschossen. Erst lehnt man sich gegen die Geschäftsführung auf und verweigert die Zustimmung und dann knickt man innerhalb von 18h ein und stimmt doch zu. Da hat man sich wohl etwas verzockt bzw. den öffentlichen Druck unterschätzt.
Als Mitarbeiter, der diesen BR gewählt hat, wäre ich jetzt mehr als enttäuscht und hätte das Vertrauen in diese "Vertreter" gänzlich verloren.
Aber erst mal zählt natürlich nur, dass die Arbeitsplätze bei der FKB erhalten bleiben und niemand seinen Job verliert!
@Konrad
100% Zustimmmung, es ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein BR nicht funktionieren sollte. Und dass der BR des CGNs nicht die GDL ist und demnach reichlich wenig Optionen zur Verfügung stehen hat, hätte dieser Schritt des BR nie kommen dürfen. Auch der Zeitpunkt für eine Eskalation ist denkbar ungünstig gewesen, zwar hat der CGN schwarze Zahlen schreiben können, in Anbetracht der Tatsache, dass wir nächstes Jahr einen ziemlichen Verlust erwirtschaften werden, sollten die froh sein, wenn dieser Verlust nicht auch noch auf die Arbeitnehmer in Form von Kündigungen übertragen werden.
In der Tat habe auch ich (als Außenstehender, wie ich betonen möchte) bei solchen "Vereinbarungen" einen faden Beigeschmack. Einerseits ist die Sicherung von Arbeitsplätzen enorm wichtig, aber andererseits frage ich mich, ob solche Vereinbarungen angesichts steigender Gewinne in diesem Maße notwendig sind??
Leider wird die Schlammschlacht zwischen beiden Seiten über die Presse ausgetragen. Nun hat Verdi den Flughafenchef öffentlich angegriffen, was von Seiten des Flughafen natürlich zurückgewiesen worden ist:
Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1193152643541.shtml)
Hochtief hat ihr Interesse an einer Beteiligung am Flughafen Köln/Bonn bekundet. Das Unternehmen soll sogar bereits Gespräche mit der NRW-Landesregierung führen. Ziel der Gespräche sei eine Kooperation mit dem Flughafen Düsseldorf, an dem Hochtief bereits beteiligt ist.
Mehr (http://www.aero.de/news.php?varnewsid=5227&PHPSESSID=bc5e33803310a8c94712f2a647d0f81d)
Einen ausführlichen Artikel über eine mögliche Beteiligung von Hochtief oder Fraport am Flughafen Köln/Bonn findet man im Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1354811/default.aspx/hochtief-peilt-beteiligung-an-koeln-bonn-an.html).
Meinl Airports International (MAI) hat in Partnerschaft mit der Betreibergesellschaft des Flughafens Köln/Bonn die Ausschreibung zur Errichtung eines neuen zusätzlichen Flughafens für den Großraum Warschau für sich entschieden. Bis zum Jahre 2011 soll der ehemalige Militärflughafen in Sochaczew, ca. 40km westlich von Warschau gelegen, für 210 Mio. Euro zu einem regulären Flughafen für den zivilen Flugverkehr umgebaut werden. Bereits für das Jahr 2012 wird von einer Passagieraufkommen in Höhe von 2 Mio. ausgegangen. Den Planungen zufolge sollen insbesondere Low Cost-Fluggesellschaften den neuen Flughafen nutzen.
Vor diesem Hintergrund dürfte die Beteiligung des Flughafens Köln/Bonn an der Ausschreibung maßgeblich zum Zuschlag an MAI beigetragen haben. Eine finanzielle Beteiligung des Flughafens Köln/Bonn an dem Projekt ist jedoch nach Angaben von MAI nicht geplant.
Die Fraport AG hat erneut ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Flughafen Köln/Bonn bekundet. Köln/Bonn scheint demnach nicht ganz abgeneigt zu sein.
Quelle (http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=70302621)
In den vergangenen Tagen wurde in der hiesigen Presse verbreitet über einen Disput der Anteilseigner über die zukünftige Gesellschafterstruktur berichtet. Hintergrund sei die Bereitschaft des Bundes, sein Eigentum am Flughafengelände an den Flughafen zu veräußern, sofern der Bund im Gegenzug seine Anteil an der Flughafengesellschaft verkaufen darf, was wiederum der Zustimmung aller Anteilseigner bedarf.
In der Presse (http://www.ksta.de/html/artikel/1212172909618.shtml) hieß es nun, dass sowohl das Land NRW als auch die Stadt Köln den zum Verkauf stehenden Anteil des Bundes an der Flughafengesellschaft würden erwerben wollen. Während das Land den Anteil dann anschließend im Paket mit den eigenen Anteilen an einen privaten Investor veräußern wolle, wolle die Stadt Köln auch zukünftig die Mehrheit in der öffentlichen Hand sehen. Köln sei daher bestrebt, ihren eigenen Anteil am Flughafen auf 51% zu erhöhen. Das Problem bei der Sache ist, dass jeder Anteilseigner für sich alleine den Verkauf der Bundesanteile verhindern; eine Einigung ist daher dringend erforderlich, um die mühsam erzielte Übereinkunft mit dem Bund nicht zu gefährden (und damit auch die Zukunft des Flughafens).
Diese Bericht scheinen jedoch nicht ganz der tatsächlichen Sachlage zu entsprechen, oder das Land hat zwischenzeitlich seinen Standpunkt zumindest teilweise geändert. Jedenfalls hat Verkehrsminister Wittke am Donnerstag in einer Pressemitteilung (http://www.nrw.de/Presseservice/meldungen/06_2008/080619MBV.php) verlauten lassen, dass das Land einer Veräußerung von Anteilen des Bundes nur zustimmen wird, wenn dies im Interesse der Zukunft des Flughafens liegt. Darüber hinaus wird das Land darauf achten, dass Private keine Mehrheit am Flughafen Köln/Bonn erhalten. Demnach wäre allenfalls eine Pattsituation zwischen öffentlichen und privaten Anteilseignern möglich.
Die am Flughafen Köln/Bonn heimischen Fluggesellschaften Germanwings und TUIfly haben ihrerseits den Streit kritisiert und eine rasche Einigung befürwortet, um Planungssicherheit zu bekommen.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1212172916462.shtml)
Am vergangenen Donnerstag hat es wohl erste ergebnislose Sondierungsgespräche zwischen Land und Stadt Köln gegeben.
Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1213912890565.shtml)
Stephan B.
22.06.2008, 14:39
Am vergangenen Donnerstag hat es wohl erste ergebnislose Sondierungsgespräche zwischen Land und Stadt Köln gegeben.
Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1213912890565.shtml)
Als ob der Flughafen nicht schon genug Probleme hat jetzt kommt auch noch der (aus meiner Sicht) lächerliche Streit über die mögliche Übernahme durch
private Investoren.
Man kann das Gefühl haben das das Land NRW den Flughafen so viel wie möglich schaden möchte.
Die Stadtwerke Bonn, die für die Stadt Bonn die Anteile in Höhe von 6,06% am Flughafen Köln-Bonn halten, haben großes Interesse, frei werdende Anteile an der Flughafengesellschaft zu übernehmen. Die weiteren Gesellschafter würden nach Aussage des SWB-Geschäftsführers Zemlin das Interesse der Stadt Bonn kennen. Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung des Flughafens für die Region seien die Interessen der kommunalen Gesellschafter entsprechend zu berücksichtigen. Die Landesregierung müsse daher die kommunalen Anteilseigner entsprechend der Zusage der Landesregierung bei einem möglichen Anteilsverkauf einbezogen werden.
Pressemitteilung (http://www.stadtwerkebonn.de/index.php?id=27&mid=2234)
Als ob der Flughafen nicht schon genug Probleme hat jetzt kommt auch noch der (aus meiner Sicht) lächerliche Streit über die mögliche Übernahme durch
private Investoren.
Man kann das Gefühl haben das das Land NRW den Flughafen so viel wie möglich schaden möchte.
Ich würde es eher so sehen: es drängt sich einem das Gefühl auf, dass man Angst hat, Verkehre am Landeshauptstadtflughafen zu verlieren. ;)
Ich fänd es besser für das Gesamtkonstrukt, wenn der Airport in private Hände übergehen würde, allerdings wäre es für die MAs auch nicht gerade feierlich, wenn dadurch Gehaltskürzungen erzielt werden könnten.
Stephan B.
23.06.2008, 11:14
Ich würde es eher so sehen: es drängt sich einem das Gefühl auf, dass man Angst hat, Verkehre am Landeshauptstadtflughafen zu verlieren. ;)
Ich fänd es besser für das Gesamtkonstrukt, wenn der Airport in private Hände übergehen würde, allerdings wäre es für die MAs auch nicht gerade feierlich, wenn dadurch Gehaltskürzungen erzielt werden könnten.
Das wäre das lächerlichste Argument was es zu diesem Thema geben kann.
CGN ist überhaupt nicht in der Lage (bis auf einzelne Ausnahmen siehe MEA)
irgendwelche Traffics von Lohausen nach Wahn zu ziehen.
Das wäre das lächerlichste Argument was es zu diesem Thema geben kann.
CGN ist überhaupt nicht in der Lage (bis auf einzelne Ausnahmen siehe MEA)
irgendwelche Traffics von Lohausen nach Wahn zu ziehen.
Stimmt, daher mein Augenzwinkern :D.
Spaß beiseite: fakt ist, dass es schon so manche politische Entscheidungen contra CGN gegeben hat. Was würde nun passieren, wenn Fraport beispielsweise mit einsteigen würde? (Zumindest wäre mir das lieber, als die Stadt Köln :D)
Fraport ist interessiert wegen der Nachtfluggenehmigung am CGN, man könnte zuverlässiger planen und Planungen auch durchführen, zumindest bis 2030.
Wahrscheinlich würde hier der CGN im Frachtbereich, vielleicht aber auch im Paxbereich (ich denke hier vor allem an Charter) profitieren, um den FRA für mehr Liniendienste freizuschaufeln.
Nachteilig würde sich dadurch sicherlich die Situation fürs Bodenpersonal entwickeln, oder?
Am Dienstag hat sich der Rat der Stadt Köln in einer aktuellen Stunde mit dem laufenden Streit um die künftige Gesellschafterstruktur der Flughafengesellschaft befasst. Der Rat votierte dabei mit den Stimmen von CDU, SPD und Bündnis90 / Die Grünen für eine Übernahme der Mehrheit der Anteile durch die Stadt Köln.
Die Grünen-Bundestagsabgeordneten Beck, Höhn u.a. sowie die Fraktion von Bündnis 90/Die Gründen haben am Freitag eine sog. Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet (Bundestags-Drucksache 16/9884).
Gegenstand der Anfrage ist das UPS-Frachtgebäude am Flughafen Köln/Bonn, das auf einem Grundstück steht, das sich im Eigentum der Bundesrepublik befindet, auf das wiederum die Flughafen Köln/Bonn GmbH ein Erbbaurecht hat. Bündnis 90/Die Grünen wollen nun von der Bundesregierung wissen
inwieweit sich der Flughafen finanziell am Bau beteiligt hat;
welchen Pachtzins UPS zahlt und
ob die Bundesregierung den gezahlten Pachtzins für wirtschaftlich angemessen und ortsüblich hält.
Der DGB, die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat des Flughafens Köln/Bonn wollen eine Unterschriftenaktion gegen die Privatisierung des Flughafens Köln/Bonn starten.
Quelle (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=wirt&itemid=10002&detailid=471034)
Gescheitert sind die Gespräche zwischen Land NRW und der Stadt Köln rund um den Flughafen Köln/Bonn.
Grundproblematik ist demnach, dass der CGN so nicht in der Lage ist, Grundstücke im 3-stelligem Millionenbereich zu erwerben, um so die Streitigkeiten für die Pacht beilegen zu können.
Bis Ende August ist noch Zeit, eine Einigung zu erzielen. Die sieht vor, dass etwa 50% an private Investoren veräußert werden sollen.
In 14 Tagen soll es wieder Gespräche geben, dieses Mal mit unserem Ministerpräsidenten.
Irgendwie bekommt man nie das Gefühl los, das DUS immer bevorzugt werden soll. Alles wird für diesen Standort mitten in der Stadt innerhalb kürzester Zeit ermöglicht, aber nicht für den CGN.
Einen lesenswerten Kommentar zur Haltung der Landesregierung findet man heute im Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1214566333692.shtml).
Irgendwie bekommt man nie das Gefühl los, das DUS immer bevorzugt werden soll. Alles wird für diesen Standort mitten in der Stadt innerhalb kürzester Zeit ermöglicht, aber nicht für den CGN.
Ich denke, das sieht im Moment nur so aus. Die langwierigen Entscheidungsprozesse sind hierzulande ein generelles Problem. DUS musste z.B. sehr lange um eine Erweiterung der Betriebserlaubnis kämpfen. Als der Lowcost-Boom viele Flughäfen rasant wachsen ließ, stagnierten die Zahlen in DUS aufgrund der Beschränkungen.
Und die lange Genehmigungsphase für die vierte Bahn auf Deutschlands größtem Drehrkreuz zeigt, dass selbst Konsequenzen im internationalen Geschäft kein Anlass zur Verbesserung sind: CDG liegt nun vor FRA.
Mittlerweile strebt auch der Rhein-Sieg-Kreis eine stärkere Beteiligung an der Flughafengesellschaft an. Ziel der Verwaltung sei es, auch einen Platz im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft zu besetzen.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1214566332015.shtml)
Meine Meinung dazu: Wenn man bedenkt, dass ausgerechnet eine große Kommune aus dem Rhein-Sieg-Kreis die weitere Entwicklung des Flughafens mit einer Klage gegen die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung aufs Spiel setzt, und diese Klage von weiteren Kommunen des Kreises unterstützt wird, dann frage ich mich, ob es iim Interesse des Flughafens ist, dass der Kreis einen stärkeren Einfluss über einen Sitz im Aufsichtsrat erhält. Wenn erinnere sich nur daran, dass es im Jahre 2002 wohl auch Widerstände im Aufsichtsrat gegen die Ansiedlung der Low Cost-Fluggesellschaften gegeben hat.
Nun scheint es auch auf kommunaler Ebene Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der zukünftigen Gesellschafterstruktur zu geben; jedenfalls hat sich wiederum der Rhein-Sieg-Kreis gegen eine Anteilsmehrheit der Stadt Köln allein ausgesprochen.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1214566339748.shtml)
Oh man, was könnte denn schlimmstens Falls passieren, wenn keine Einigung zustande kommt?
Oh man, was könnte denn schlimmstens Falls passieren, wenn keine Einigung zustande kommt?
Das Verkaufsangebot des Bundes soll wohl nur bis Ende August gelten, d.h. wenn sich die übrigen Gesellschafter nicht einigen können, wird der langjährige Pachtstreit mit all seinen finanziellen Risiken weiter gehen.
Ganz abgesehen davon fördert es nicht unbedingt das Vertrauen der in Köln/Bonn beheimateten Unternehmen bzw. potentieller Interessenten, wenn keine Klarheit über die künftige Gesellschafterstruktur und damit auch über die künftige Marschrichtung besteht.
Die Grünen-Bundestagsabgeordneten Beck, Höhn u.a. sowie die Fraktion von Bündnis 90/Die Gründen haben am Freitag eine sog. Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet (Bundestags-Drucksache 16/9884).
Gegenstand der Anfrage ist das UPS-Frachtgebäude am Flughafen Köln/Bonn, das auf einem Grundstück steht, das sich im Eigentum der Bundesrepublik befindet, auf das wiederum die Flughafen Köln/Bonn GmbH ein Erbbaurecht hat. Bündnis 90/Die Grünen wollen nun von der Bundesregierung wissen
inwieweit sich der Flughafen finanziell am Bau beteiligt hat;
welchen Pachtzins UPS zahlt und
ob die Bundesregierung den gezahlten Pachtzins für wirtschaftlich angemessen und ortsüblich hält.
Die Bundesregierung hat zwischenzeitlich mit der Bundestags-Drucksache 16/9993 auf die Kleine Anfrage der Grünen geantwortet! Demnach habe es keine finanzielle Unterstützung des Flughafen beim Bau der UPS-Frachthalle gegeben.
Nicht nachvollziehbar dagegen die Antwort auf die Frage, welchen Pachtzins die Bundesregierung für ortsüblich hält. Demnach habe die Bundesregierung keine Information, welcher Pachtzins ortsüblich und wirtschaftlich angemessen ist!
Jetzt frage ich mich ernsthaft, wer dies glauben soll: Einerseits führt die Bundesregierung seit Jahren einen Prozess gegen die Flughafengesellschaft, weil sie die Pachtzahlungen des Flughafens für nicht angemessen hält, und andererseits gesteht sie mit dieser Antwort ein, dass sie es selbst überhaupt nicht beurteilen kann, was angemessen ist....... Wie kann sie dann überhaupt ihre Klage begründen?
In meinen Augen ein gefundenes Fressen für die Rechtsanwälte, die den Flughafen im Rechtsstreit vertreten!
Wenn man dem Bericht des Kölner Stadtanzeigers (http://www.ksta.de/html/artikel/1214566373134.shtml) glauben darf, liegt der Grund für die Haltung des Landes in einem tiefen Misstrauen gegenüber den hiesigen Kommunen: So befürchtet man in Düsseldorf, dass die Kommunen im Falle einer Anteilsmehrheit ein Nachtflugverbot einführen würden.
Angesichts der Tatsache, dass auch die im Rhein-Sieg-Kreis beheimateten Nachtfluggegner das Vorhaben des Kreises, einen Sitz im Aufsichtsrat zu erhalten, unterstützen (die Frage nach den Beweggründen dürfte sich von selbst beantworten), kann ich die Befürchtung der Landesregierung durchaus nachvollziehen.
Auch die FDP des Rhein-Sieg-Kreises hegt den Verdacht, dass der Rhein-Sieg-Kreis beim beabsichtigten Kauf weiterer Anteile an der Flughafengesellschaft nicht das Wohl des Flughafens und seiner Mitarbeiter im Sinn hat, sondern vielmehr über diese Schiene den Nachtflug beschränken will.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1214566388904.shtml)
Man muss sich so langsam aber schon wirklich die Frage stellen, was denn jetzt für den Flughafen die beste Lösung ist?
Hallo,
Genehmigungsbehörde für den Nachtflug ist das Land und nicht eine Kommune.
Dies als Vorwand zu nutzen, finde ich ziemlich unglücklich.
Stephan B.
28.07.2008, 15:34
Man muss sich so langsam aber schon wirklich die Frage stellen, was denn jetzt für den Flughafen die beste Lösung ist?
FRAPORT natürlich!!
Es gibt keine bessere Lösung aus meiner Sicht.
Irgendwie wird darüber aber gar nicht mehr gesprochen, oder?
FRAPORT war ja mal im Gespräch...
Hallo,
Genehmigungsbehörde für den Nachtflug ist das Land und nicht eine Kommune.
Dies als Vorwand zu nutzen, finde ich ziemlich unglücklich.
Ich denke, dass man auch andersweitig "Beschränkungen" erzwingen kann, als über die Nachtfluggenehmigung.
Wie sieht es denn da mit Gebühren aus, wenn man diese zu gewissen Zeitpunkten so unattraktiv wie möglich gestaltet, was dann?
Der Bund hat in einem Schreiben an die übrigen Gesellschafter der Flughafengesellschaft darauf hinweisen, dass sein Angebot zum Verkauf des Grundeigentums nur bis Ende August gilt.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1217455307463.shtml)
Bis Ende August sind bisher wohl keine weiteren Gespräche der Mitgesellschafter über den Kauf der Bundesanteile vorgesehen. Viel Zeit bleibt nicht mehr; die Anteilseigner sollten sich vergegenwärtig, was ein Scheitern für Folgen für den Flughafen haben könnte.
Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1217252050219.shtml)
Kommentar Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1217252049907.shtml)
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg äußert sich zum Thema Privatisierung. Sie sieht bei einer Mehrheitsbeteiligung privater Anteilseigner eine Gefährdung der Planungssicherheit ansässiger Fluggesellschaften:
Artikel business-on.de (http://koeln-bonn.business-on.de/ihk-bonn-rhein-sieg-sorgt-sich-um-zukunft-des-flughafens-koeln-bonn_id14009.html)
Nun beschäftigt sich mit der Welt (http://www.welt.de/wams_print/arti2307587/Ungewisse_Zukunft_fuer_KoelnBonn.html) auch die überregionale Presse mit dem Streit um die künftige Gesellschafterstruktur. In einem ausführlichen Artikel werden die unterschiedlichen Positionen aufgeführt. Wie bereits von Stephan an anderer Stelle gepostet wurde, wird nicht unerwähnt gelassen, dass auch Fraport unverändert Interesse an einer Beteiligung habe. Der Betreiber Fraport, welcher sich mehrheitlich in öffentlicher Hand (Hessen und Stadt Frankfurt) könne sich sogar die Ansiedlung neuer Langstrecken in Köln/Bonn vorstellen, welche bisher in Amsterdam oder Brüssel endeten.
Nun streiten sich die Rösrather Kommunalpolitiker über die Möglichkeiten einer kommunalen Einflussnahme auf den Nachtflugverkehr im Rahmen eines Aufsichtsratmandats.
Quelle (http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1217410450942.shtml)
Verkehrsminister Wittke hat in einer Stellungnahme gegenüber dem Verkehrsausschusses des Landtags eine kommunale Mehrheit der Kommunen an der Flughafengesellschaft ebenso abgelehnt wie eine Mehrheit privater Investoren.
Quelle (http://www.ksta.de/html/artikel/1219269734425.shtml)
In den Streit um die künftige Gesellschafterstruktur ist wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen: Für Anfang September ist hierzu ein Gespräch zwischen Bund und Land angesetzt. Aus diesem Grunde soll ein weiteres Gespräch zwischen dem Land und der Stadt Köln, das ursprünglich für die kommende Woche angesetzt worden war, zu einem späteren Zeitpunkt geführt werden.
Quelle 1 (http://koeln-bonn.business-on.de/ob-sieht-zeichen-fuer-bewegung-in-der-flughafen-diskussion_id14241.html)
Quelle 2 (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218382118439.shtml)
Es fragt sich nur, ob diese neuen Gespräche nicht zu spät kommen, da das Verkaufsangebot des Bundes in Sachen Flughafengrundstück bekanntlich nur bis Ende August gilt.
Der Flughafen Köln-Bonn GmbH muss im öffentlichen Eigentum verbleiben“, mit diesem Appell hatten Betriebsrat, ver.di Köln und der DGB Anfang Juli eine Unterschriftenaktion gestartet, um den Druck auf die Landesregierung zu erhöhen, ihre Privatisierungsabsichten aufzugeben und den Flughafen im Besitz der öffentlichen Hand zu belassen.
„Die Resonanz auf unsere Unterschriftensammlung ist überwältigend, annähernd 5000 Kölnerinnen und Kölner unterstützen unsere Forderung bis zum heutigen Tag, darunter eine Vielzahl von Vertretern aus den politischen Parteien aus der Landes- und Kommunalpolitik einschließlich Oberbürgermeister Fritz Schramma“, teilt Leo Hambloch, Gewerkschaftssekretär vom ver.di Bezirk Köln in einer Presseerklärung mit.
Am vergangenen Freitag (15.08.08 ) in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr haben Vertreter des Betriebsrates und ver.di- Vertrauensleute in der Schildergasse (am Brunnen vor dem Kaufhof) an einem Infostand Rede und Antwort gestanden und weitere Unterschriften gesammelt.
Am kommenden Mittwoch (27.08.08 ) werden Vertreter/innen des ver.di Bezirks Köln mit 40 bis 80 Kolleg/innen zum Landtag fahren und die Unterschriften (wir rechnen mit dann 10.000 Unterschriften) an Vertreter/innen der Landesregierung übergeben.
PM:www.koeln.verdi.de
Wie der WDR heute in seinen Lokalnachrichten meldet, soll der Bund die Frist für sein Verkaufsangebot, das eigentlich am gestrigen Sonntag auslaufen sollte, verlängert haben. Somit bleibt noch Zeit und Raum für weitere Verhandlungen zwischen den Gesellschaftern.
Nachdem wohl auch der Bund die Vorstellungen des Landes NRW zur zukünftigen Gesellschafterstruktur ablehnt, scheint die Landesregierung in Düsseldorf recht isoliert zu sein:
Mehr (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218382120382.shtml)
Über die weiter ungelöste Frage nach der künftigen Gesellschafterstruktur des Flughafens wurde gestern wohl im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Flughafen Köln/Bonn gestritten. Teilnehmer waren u.a. die Stadt Köln und der Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium. Über die Veranstaltung gibt es einen Videobericht auf der Homepage des Kölner Stadtanzeigers (http://ocs.zgk.de/mdsocs/mod_movies_archiv/movie/fh/ocs_ausgabe/ksta/index.html).
Immerhin scheint es jetzt nicht mehr ganz ausgeschlossen, dass das Land seine Anteile nicht verkauft.
Mehr (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218382123633.shtml)
Bei diesen Diskussionen kam wohl heraus, dass man Private Investoren sich nicht ins Haus holen wolle. Gerade diese fänd ich aber am Besten, um den Flughafen wirtschaftlicher betreiben zu können.
Heute treffen sich alle Beteiligten zu einem Gespräch beim Bundesfinanzminister in Berlin. Bereits gestern soll es im Vorfeld eine Unterredung zwischen Rüttgers und Schramma gegeben haben.
Mehr (http://www.ksta.de/html/artikel/1218660602558.shtml)
Der Durchbruch scheint geschafft!
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660605534.shtml
Tja, ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich den scheinbar gefundenen Kompromiss gut heissen soll oder nicht? Eine kommunale Mehrheit unter den Gesellschafter gibt mir doch eher Anlass zur Sorge, sind sich die Kommunen rund um den Flughafen doch in zentralen Fragen alles andere als einig. Ich möchte an dieser Stelle nur an die Verlängerung der Nachtfluggenehmigung bis 2030 erinnern, welche u.a. von Troisdorf voll unterstützt, von anderen Kommunen dagegen sogar im Klageweg angegriffen wird. Gerade Letztere, die das Wohl des Flughafens, welches elementar von einer Nachtfluggenehmigung auch für Passagiermaschinen abhängt, riskieren, sollen wohlmöglich künftig einen erweiterten Anteil an der Flughafengesellschaft besitzen????
Nun gut, es bleibt abzuwarten, wie der gestern gefundene Kompromiss nun tatsächlich im Detail aussieht. Wollen wir das Beste hoffen...
Stephan B.
25.09.2008, 10:54
Die schlimmste Lösung die man sich vorstellen kann.
Siegburg, Lohmar und Konsorten haben zukünftig mehr mitzureden
in Sachen CGN.
Das wird potentiale Kunden für den Nachtverkehr (wenn es sie noch gibt)
abschrecken.
Ganz grosses Kino sage ich nur!
Die FRAPORT Lösung wäre mir lieber gewesen.
Ich denke auch, dass die FRAPORT-Lösung die beste gewesen wäre, jetzt kann ja nur weiterer Murks dabei rauskommen.
Schade, dass man die Blütezeit des Flughafens nicht richtig zu nutzen weiß - allerdings: Es wurde ja auch immer wieder gemunkelt, dass manche Airlines aus politischen Gründen gen DUS abgewandert sind. Dieser Einfluss sollte jetzt dann nicht mehr so groß sein, oder?
Ich denke auch, dass die FRAPORT-Lösung die beste gewesen wäre, jetzt kann ja nur weiterer Murks dabei rauskommen.
Schade, dass man die Blütezeit des Flughafens nicht richtig zu nutzen weiß - allerdings: Es wurde ja auch immer wieder gemunkelt, dass manche Airlines aus politischen Gründen gen DUS abgewandert sind. Dieser Einfluss sollte jetzt dann nicht mehr so groß sein, oder?
ich sehe das nicht so negativ. Immerhin behält Köln den mit Abstand größten Anteil am Airport und wird diesen noch erheblich aufstocken. Und jedem in dieser Stadt ist wohl klar, dass das Wohl des Airports an der Nachtflugerlaubnis hängt. Das Land behält ja auch seine Anteile. Ich denke die Lösung ist nicht die schlechteste. Abwarten. Hauptsache die Grundstücksfrage ist geklärt!
Die Angelegenheit ist möglicherweise noch nicht ausgestanden, jedenfalls berichtet die Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218382129245.shtml) von Schwierigkeiten bei der schriftlichen Fixierung des Ende September gefundenen Kompromisses. Darüber hinaus soll es auch Probleme beim Verkauf des bundeseigenen Flughafen-Grundstücks geben.
Im kommenden Jahr werden Flughafenverwaltung und Lufthansa CityLine die Gebäude tauschen. Damit will man seitens des Flughafens eine Abwanderung der CityLine verhindern; mit diesem Gedanken ist wohl seitens der CityLine gespielt worden, da deren Gebäude im Sicherheitsbereich liegt und der Zugang nur über Sicherheitsschleusen erfolgen kann.
Tja, und um dies zu verhindern müssen sich künftig die Mitarbeiter der Flughafenverwaltung tagaus tagein dieser lästigen Prozedur unterziehen......
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