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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Öl-Krise - langsam reicht's!


Eugen
13.06.2008, 11:32
So langsam sieht man das Ergebnis der übertriebenen Teuerung von Öl und damit auch einige Nachteile der sozialen Marktwirtschaft.

Herr Abramowitsch aus Russland gibt innerhalb einer Woche problemlos 20 Mio. US Dollar für Geschenke für seine Freundin aus, dafür fahren wir hier für 1,5 Euro/Liter Auto.

Airlines kürzen Angebote, legen hunderte von Fliegern still, müssen drastisch die Preise auf den übrig gebliebenen Strecken anheben oder gehen ganz pleite.

Hier bin ich der Meinung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht IMMER das beste System ist, vor allem da, wo es praktisch eine Monopolie gibt. Langsam müssten sich Politiker echt Gedanken machen über die Möglichkeit des Eingreifens, und darüber, dass das, was heute abgeht, jeder Vorstellung von Gerechtigkeit und Fairness widerspricht. Wenn nicht bald zwangsweise eine Beschränkung zugefügt wird, kommt es meiner Meinung nach relativ schnell zu einer globalen Katastrophe. Denn wenn keine Beschränkung gesetzt wird, werden die Öl-Monopolisten natürlich immer weiter anheben und immer mehr daran verdienen, bis bei den normalen Menschen einfach nix mehr geht.

Das ist den Öl-Kollegen aus Russland und Saudi Arabien natürlich egal, weil SIE ja diejenigen sind, die sich daran so bereichert haben, dass ihr Leben und das ihrer Kinder und Kindeskinder schon lange gesichert ist.

Aber sie sind nun mal nicht die einzigen auf der Welt, und meiner Meinung nach muss in diesem Fall die Politik eingreifen, wenn bestimmte Leute anscheinend alle möglichen Grenzen völlig außer acht lassen und das ganze solche Ausmaße annimmt.

Bernd-Martin
14.06.2008, 11:48
In Spanien lag letzte Woche der Liter Sprit bei rd. 1,35 EUR. Die LKW-Fahrer haben ihre Karren mal direkt abgestellt - auf der Straße. Feddich.

Wir in Deutschland haben keine derartige Mentalität. Würde derartiger Protest hier mal stattfinden, dann sähe das ganz anders aus. Aber wir lamentieren und nörgeln, am liebsten, ohne vor die Tür gehen zu müssen. Auch dadurch passiert hier nichts.

Eugen
14.06.2008, 23:54
Richtig, das stimmt. Diese Art Widerstand ist auch eine gute Möglichkeit zumindest ein bißchen zu demonstrieren, was passiert, wenn sich keiner mehr irgendwas leisten kann. Ist ja nicht so, dass NUR Öl teurer wird, denn die Ölpreise beeinflussen im Moment ja praktisch fast alles.

Mark
15.06.2008, 13:43
Wir in Deutschland haben keine derartige Mentalität. Würde derartiger Protest hier mal stattfinden, dann sähe das ganz anders aus. Aber wir lamentieren und nörgeln, am liebsten, ohne vor die Tür gehen zu müssen. Auch dadurch passiert hier nichts.

:thumbup:

Armes Deutschland! Manchmal wär ich gerne woanders!

Sven
15.06.2008, 17:59
Hier bin ich der Meinung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht IMMER das beste System ist, vor allem da, wo es praktisch eine Monopolie gibt.

Ich stimme dir schon zu, dass die soziale Marktwirtschaft problematisch sein mag, aber meiner Meinung nach ist sie immernoch eine relativ gute Alternative zum reinen Kapitalismus auf der einen Seite, und dem Kommunismus auf der anderen Seite.

Wirtschaftlich betrachtet ist die Entwicklung auf dem Energiemarkt schon ziemlich fragwürdig, da mit Spekulationen, kurzfristigen Milliardengewinnen im Rohstoff- und Ölbereich usw. die Preise so in die Höhe getrieben wurden, dass der Normalverbraucher an seine Reserven gehen muss, und noch ärmere Menschen ohne diese vermehrt verhungern müssen, weil die Rohstoffpreise (z.B. Mais) so eklatant gestiegen sind.
Aber auf dem deutschen Energiemarkt sind wir zumindest im Strom- und Gasbereich die Entwicklung auch ein wenig mit schuld, da lange Jahre keine Anstrengungen zur Privatisierung und Liberalisierung des Marktes vorrangetrieben wurden, und somit Netz, Erzeugung, Förderung usw. in den Händen einiger weniger Großkonzerne ist.

Was allerdings die Pleite der Airlines angeht, so bin ich der Meinung dass es früher oder später so kommen musste. Es war und ist klar, dass die Ölreserven begrenzt sind und somit immer kostbarer werden. Es gab und gibt noch große Überkapazitäten besonders auf dem amerikanischen Markt, und die Preise haben in den letzten Jahren einen Sturzflug nach unten erlebt, sodass es nun an der Zeit ist, wieder auf ein angemessenes Niveau zu kommen, in Anbetracht der ressourcenfressenden Eigenschaft des Luftverkehrs. Es kann schließlich nicht sein, dass man für 19 Euro über 800km weit befördert wird - das führt dazu, dass der Normalverbraucher den materiellen Gegenwert des Fliegens viel geringer einschätzt, als er wirklich ist. Mit den 1,5 Euro pro Liter ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, mittelfristig wird der Preis sicherlich auf 2-3 Euro pro Liter steigen, wenn nicht noch mehr.

Was du über Roman und co sagst mag wohl sein, hört sich aber eher wie Neid an...

Stephan
16.06.2008, 10:10
Ich denke, die Grundproblemtaik an der ganzen Sache einfach, dass jeder einen Anspruch auf alles haben will, es fängt schon im Supermarkt an.

Früher gab es vieles nur saisonal, heute bekommt man im letzten Eck die tolsten Sachen. Dies alles hat natürlich seinen Preis, es soll von A nach B befördert werden.

Die Zunahme des Frachtverkehrs zeigt eben dies ganz deutlich. Was heutzutage mit welchen Preisen auch immer durch die Luft geflogen wird, ist unglaublich. So bekommt man die tollsten Tropenfische in fast jedem Supermarkt, genauso wie die ganzen exotischen Früchte.

Dies kann man getrost auf die Fliegerei übertragen: Jetzt erhebt nun ein jeder Anspruch auf das Recht, fliegen zu dürfen, das Ergebnis sieht man. Die Leute sind durch Billigtixe verwöhnt und fluchen, wenn es teurer wird. Dabei sind sie selber die Preistreiber - und darüber machen sie sich keinerlei Gedanken. Preistreiber in dem Sinne von, man braucht mehr Kapazitäten, verbraucht aber auch deutlich mehr Rohstoffe.

Ich denke, es wird in den kommenden Jahren erheblich Einschnitte bei uns geben, der "kleine Bürger" wird sich einfach nicht mehr das leisten können, was er momentan sich leisten kann. Hier muss dann auch ein Umdenken erfolgen - und wem dafür die Bereitschaft fehlt, der lebt eben nicht mehr in dieser Welt.

Eugen
16.06.2008, 11:23
@Sven: Ja, als Alternative zum totalen Kommunismus/Kapitalismus ist die soziale Marktwirtschaft natürlich das beste. Aber es gibt ja nicht nur die beiden Extremvarianten.
Zu Roman und Co: Ich sehe da keinen Grund für Neid, und es ist ja wirklich so, dass der Kollege Abramowitsch im Grunde NIX macht, er hat sich nur im richtigen Moment unter Jelzin das Richtige "geklaut". Jetzt sitzt er drauf, und solange er nix gegen die russische Regierung sagt, darf er's auch. Und das finde ich "ein bißchen" ungerecht gegenüber den meisten anderen, die wirklich hart arbeiten.

Und naja zum für 19 Euro fliegen würde ich eher aufs Konzept der meisten Billigflieger verweisen, denn es ist ja nicht so, dass sie jeden auf jedem Flug für den Preis befördern würden. DAS wäre wirklich unmöglich. Aber was die Airline an den 19-Euro Plätzen an Geld "verliert", kriegt sie eben auf anderen Plätzen wieder rein + Sparmaßnahmen wie kein kostenloses Essen usw.
Wegen der Ölpreise wird natürlich das Fliegen teurer werden, aber überall. Das heißt, die Billigflieger werden am Ende die Preise so oder so erhöhen, aber auch die Linienflieger. Sodass ich mir vorstellen kann, dass es weiterhin Billigflieger gibt, nur werden sie eben teurer sein als die heutigen Billigflieger, aber billiger als die Linienflieger. Vorausgesetzt der Preis geht nicht SO hoch, dass echt gar nix mehr geht.

Stephan
16.06.2008, 12:50
Das heißt, die Billigflieger werden am Ende die Preise so oder so erhöhen, aber auch die Linienflieger. Sodass ich mir vorstellen kann, dass es weiterhin Billigflieger gibt, nur werden sie eben teurer sein als die heutigen Billigflieger, aber billiger als die Linienflieger. Vorausgesetzt der Preis geht nicht SO hoch, dass echt gar nix mehr geht.

Ich denke aber fast, dass es so kommen könnte. Die einzigen Kosten, die die LCCs einsparen können, sie die Handlingkosten.

Die Feld-Wald-Wiesen Airports werden aber den Kostendruck, der auf sie ausgeübt wird, lange auch nicht mehr halten können, wenn manche Airlines weiter versuchen die Preise so derart zu drücken.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass hier Preisvorteile, die man durch das Ansteuern einer Kuhwiese hat, verloren gehen, weil man auf größere Flughäfen ausweichen wird. Und genau hier werden aber die Main-Carrier auch schon ziemlich das Maximum an Einsparungen erreicht haben, was man erreichen kann.

Eugen
16.06.2008, 17:13
Tja, langsam könnten ernsthafte Überlegungen bezüglich anderer Energiequellen nötig werden. Nur das Problem ist - wenn man wieder etwas nimmt, was begrenzt ist, wird es relativ schnell wie mit dem Öl kommen. Deshalb wird die Suche nach den sogenannten "erneuerbaren" Energiequellen jetzt immer wichtiger...

Ich habe dann wohl großes Glück, in unseren Zeiten in 2 Wochen noch ein letztes Mal mit der Tu-154 zu fliegen. Denn die Vermutung liegt nahe, dass solche Maschinen jetzt so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden, noch schneller als ursprünglich geplant war.

Stephan
16.06.2008, 17:26
Alternative Ernergiequellen ist sicherlich eine Sache - passend dazu macht ja bereits die CSU wieder den Vorstoß, doch nicht auf die Atomkraft zu verzichten, bis man wirkliche Alternativen gefunden habe.

Wie könnte aber nun eine Alternative im Flugverkehr aussehen? Vom Prinzip her braucht man etwas, was sowohl Flugzeuge, aber auch andere Fahrzeuge bewegen kann.

Man hatte es mit Solarenergie versucht, allerdings steckt man mehr Energie in die Produktion solcher Solarzellen, als die wieder erwirschaften können. Umwelttechnisch also nicht sinnvoll, weswegen die Subventionen für Solardächer auch schon wieder von der Regierung gestrichen wurden.

Wie wäre es mit Zügen, die bald mit der Geschwindigkeit von Flugzeugen konkurrieren könnten. Der Transrapid macht es vor, dass man mit Zügen zumindest schon einmal hohe Geschwindigkeiten erreichen kann, vielleicht wären die ja noch Steigerungsfähig. Im Kontinentalbereich durchaus eine Möglichkeit. Aber übers Meer, nunja.

Schon spricht man von Raumgleitern, klar, man lässt sich ins All schießen, schwebt dann um den Globus, um wieder landen zu können, nur, wäre dies zumindest verbrauchsärmer? Wenn ja, dann könnte es einen gesunden Mix aus Bodenverkehrsmittel und "Flugzeug" geben.

Aber - von solchen Visionen sind wir nunmal leider weit weit weg. Statt dessen bereiten sich Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Zeit nach dem Öl vor (soll angeblich in und um Dubai schon in 10 Jahren der Fall sein) und investiert in den Tourismus, nur irgendwie müssen die Leute dann auch da hin gekarrt werden....

Quo Vadis? In eine neue Weltwirtschaftskatastrophe? Zurück zu den 50ern? Rückschritte haben wir in der Geschichte schon mehrfach erlebt - und die waren nicht unerheblich. Man denke nur an den Untergang des Römischen Reiches und was die damals schon alles konnten und was im Mittelalter niemand mehr wußte.

Mark
17.06.2008, 17:23
Die zeitweilig aufs Abstellgleis geschobenen alternativen Energien werden ihren zweiten Frühling erleben! Es wird jetzt klar, das sie unverzichtbar sind. Leider befinden sie sich noch in den Kinderschuhen und stellen somit noch keine wirkliche Alternative zu Öl und Gas dar- aufgrund ihrer Kapazität.

Ich halte den Ölpreis momentan eher für spekulationsgetrieben. Er stellt in letzter Zeit eher eine Flucht aus Aktien als eine fundamentale Entwicklung dar. Sicher steigt der Bedarf, vorallem aus den Entwicklungs- und Schwellenländern, doch ein Anstieg um 100% innerhalb eines Jahres ist übertrieben.
Die Volatilität der letzten Wochen deutet darauf hin, daß der Ölpreis korregieren könnte. Hoffentlich!:)

Eugen
18.06.2008, 10:24
Ja, alternative Quellen wie zB Licht werden glaub ich noch richtig rauskommen. Wie Stephan schon sagte, lohnt es sich im Moment noch nicht, weil die Produktion teurer ist als das, was man zb mit Solarzellen erwirtschaftet. Doch ich kann mir vorstellen, dass es sich ändert.
Die Geschichte des Flugzeugtriebwerks geht ja auch in die Zeiten zurück, wo man das Triebwerk zwar erfunden hatte, es aber in der Produktion so teuer war und so schwer war, dass man es gar nicht erst versucht hat. Die technische Entwicklung hat gezeigt: es geht noch besser.

@Mark: Ich hoffe auch, dass die "da oben" nicht so ganz die Vernunft verlieren und sich das mit der Zeit vielleicht ein bißchen legen wird. Mehrere Öl-Konzerne haben inzwischen eingeräumt, dass sie die steigende Nachfrage verschlafen hätten, was nicht zuletzt zum Preis beigetragen hat.

Aber ich hoffe echt, dass sich was ändert, vor allem kann diese Tendenz nicht viel länger bleiben, weil es sehr bald in ALLEN Branchen Probleme bringen kann (und es eigentlich schon tut). Ich kann mich noch erinnern, dass ich im Dezember 2006 für 1,20 getankt hab...

Stephan
18.06.2008, 10:40
Aber ich hoffe echt, dass sich was ändert, vor allem kann diese Tendenz nicht viel länger bleiben, weil es sehr bald in ALLEN Branchen Probleme bringen kann (und es eigentlich schon tut). Ich kann mich noch erinnern, dass ich im Dezember 2006 für 1,20 getankt hab...

Letzten Endes werden es nicht nur die Branchen sein, sondern wir als Verbraucher, die dann verlieren. Sollte sich hier nichts ändern, so steht uns eine neue Weltwirtschaftskrise (mal überspitzt gesagt) bevor, und wir haben uns von den vorangegangenen Jahren noch nicht einmal ansatzweise erholt (die Zeit nach der Wiedervereinigung).

Mark
27.06.2008, 16:51
Mittlerweile wird seitens der OPEC ein Rohölpreis von 400$ genannt.
Mag sein, daß dies Panikmache ist, aber ich glaube, niemand kann sich wirklich vorstellen, was dies bedeuten würde. Jetzt wird die Welt für ihre hemmungslose Verschwendung natürlicher Resourcen und wegen ihrer Unentschlossenheit, zu handeln, bestraft. Wirtschaftliches Interesse hatte bisher immer Vorrang.
Aber auch die Gesellschaft verkennt teilweise noch den Ernst der Lage. Gestern noch hielt ein scheinbar gut betuchter Mann im Anzug vor dem Bäcker, stieg aus und ließ seinen Motor dabei laufen!:eek: Er mag sich das vielleicht leisten können, aber das ist schon "Ohne Worte"!

Stephan
30.06.2008, 06:18
Ja, das ist leider zu befürchten. Wir steuern geradewegs in eine neue Weltwirtschaftskrise. Alleine bei Siemens wollen sie die Kosten um 1,2 Milliarden Euro senken. Zudem setzt der Trend ein, sich aus dem "billigen" Ausland zu verabschieden.

Ich bin mal gespannt, wie schnell die Automobilindustrie hier reagieren wird. Irgend ein großer wird bestimmt bald den Auftakt machen und das "sparsame" Auto auf den Markt werfen.

Mark
10.10.2008, 17:59
Die Finanzmarktkrise hat nicht nur ihre Schattenseiten, sondern bewirkt auch auf der anderen Seite ein deutliches Fallen des Ölpreises. Heute notierte zum ersten mal seit über einem Jahr der Preis für ein Barrel WTI-Öl unter 80$.
Grund dafür sind der erwartetete Konjunkturabschwung sowie die Schwäche des Euros.
Seit dem Top bei fast 150$ hat der Preis jetzt über 40% eingebüßt, was den Fluggesellschaften zugute kommen dürfte. Die Unternehmen könne sich nun wieder zu günstigen Konditionen Kontrake sichern.
Als Beispiel hat das Southwest vorgemacht:
http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E7B54A85C484C4FE690A7D22064F2D042~ATpl~Ecommon ~Scontent.html (http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc%7EE7B54A85C484C4FE690A7D22064F2D042%7EATpl%7EE common%7EScontent.html)

Auf der anderen Seite dürfte sich der Verbraucher durch seine persönliche Situation und Zukunftserwartungen allerdings auch bei Ausgaben zurückhalten. Ebenso hat der Abschwung wohl Auswirkungen speziell auf Geschäftsreisen. Dies gilt folglich natürlich dann auch für Flugbuchungen.
Mal abwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und welche Auswirkungen das auf den Flughafen bezüglich der Passagierzahlen hat.

Auf die Flugesellschaften kommen durch die Finanzkrise schwere Zeiten zu, trotz des niedigeren Ölpreises! Erst war es der Ölpreis als Belastungsfaktor, jetzt ist es die Wirtschaft. Bin mal gespannt, wer aus dieser Krise am besten wieder rauskommt....

Mark
21.10.2008, 20:09
So schnell gehts! Nun sind wir schon bei 70$ angekommen und durch die Rezessionsszenarien könnte der Fasspreis noch weiter fallen. Auch charttechnisch siehts schlecht aus.
Die angekündigte Fördermengenkürzung von der OPEC ist somit verpufft.
Es werden schon 30$ als Tief genannt, doch da bin ich vorsichtig. Vor Monaten wurden auch Preise von deutlich über 200$ genannt und wo der Ölpreis steht, sieht man jetzt ja. Ein Boden könnte also nicht mehr weit sein.
Wenn zuviel über mögliche Tiefst- oder Höchststände gelabert wird, ist der Boden bzw die Spitze oft nicht weit.
Ich hoffe natürlich auf weiter fallende Preise. Mein Geldbeutel würde sich freuen!:)

Stephan
22.10.2008, 07:30
Ich denke nur, dass sich, unabhängig vom Ölpreis her, sich nichts an den Preisen tun wird. Warum soll man das Geld, dass von den Menschen eh ausgegeben wird, nicht abschöpfen? Ich glaube zum Beispiel nicht daran, dass der Liter Diesel an der Tanke wieder auf 1,05€ gehen wird....

Mark
22.10.2008, 18:28
Ich denke nur, dass sich, unabhängig vom Ölpreis her, sich nichts an den Preisen tun wird. Warum soll man das Geld, dass von den Menschen eh ausgegeben wird, nicht abschöpfen? Ich glaube zum Beispiel nicht daran, dass der Liter Diesel an der Tanke wieder auf 1,05€ gehen wird....

Oft dauert es etwas, bis niedrigere Preise an den Kunden weitergegeben werden. Aber beim Absenken tun sich alle meist schwerer, beim Anheben komischerweise nicht.:mad: Wir werden veräppelt, wo es nur geht!:(

Stephan
23.10.2008, 06:48
Die Preise haben sich jetzt bei 1,25 Euro Diesel bzw. 1,28 Euro Super hier in Karlsruhe eingependelt, allerdings schon seid mehreren Wochen. Ich glaube an keine weiteren Preissenkungen, wir müssen mit dieser Preissteigerung von fast 20% leben.:mad:

Mark
23.10.2008, 22:05
Heute gabs Super bleifrei bei uns für 1,23€, die Tage waren es noch 1,28€.
Vielleicht tut sich ja doch noch was:think: Hängt ja jetzt viel davon ab, obs mit dem Ölpreis noch weiter runtergeht.

Klaus
23.10.2008, 23:43
Diesel für 1,22 Euronen. Jubel, endlich mal wieder ohne Reue durch die Eifel Düsen........... :thumbup:

Stephan
24.10.2008, 06:50
Heute hier 1,21€uronen. Jubeln lässt mich das aber leider noch nicht. Ich ärgere mich ziemlich, da die bei uns im August schon das Heizöl gekauft haben, jetzt ist es deutlich billiger geworden :mad::mad:DeadDead

Auf die Nebenkostenabrechnung bin ich gespannt.

Stephan
24.10.2008, 14:58
Der Ölpreis ist im übrigen heute gewaltig gerutscht, nur noch 64US$. Da kann man nur hoffen.

Mark
26.10.2008, 10:32
Ist schon Wahnsinn, wie rasant es jetzt bergab geht. Ich hoffe auch, daß jetzt vieles wieder günstiger wird! Das dauert leider immer ein gewisse Zeit.
Aber es haben schon ertse Versorger angekündigt, die Strom- und Gaspreise bald wieder zu senken, sollte der Ölpreis auf diesem Niveau bleiben.
An der Tanke merkt man es aber auch schon. Trotzdem werde ich mein Fahrverhalten nicht ändern und verzichte weiterhin, so gut wie es geht, aufs Autofahren. Ist ja immer noch teuer genug:(

Sven
26.10.2008, 12:29
Na ob das so wünschenswert ist, dass durch die Finanzmarktkrise die Ölpreise sinken wenn sich dadurch auch die gesamtwirtschaftliche Situation verschlechtert wage ich zu bezweifeln, immerhin ist es aber ein erfreuliches Etwas im tiefen Dunkel der fast-Rezession. An den Tankstellen merkt man aber noch nicht soo viel, wenn man mal die Entwicklung des Ölpreises verfolgt, da werden wohl an einigen Stellen etliche Milliarden eingefahren.

Aber es ist schon löblich, dass du wo möglich auf das Autofahren verzichtest. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, dass heutzutage jedes Schulkind mit gerade 18, jeder Azubi oder Student ein Auto fahren will, wie auch in der eigenen Familie erlebt. Ich bin während der Schule, Zivildienst, allerhand Praktika und auch während des vorranschreitenden Studiums jetzt noch überall mit Bus und Bahn hingekommen, obwohl ich in der Pampa zwischen Köln und Düsseldorf wohne und im fernen Duisburg studiere und in Düsseldorf arbeite. Das ist oft alles eine Frage der Faulheit und Dekadenz, da wird mit dem Auto zum Fitnesscenter gefahren um dort aufs Laufband oder den Fahrradtrainer gegangen - hätte man nicht genausogut draußen eine Runde joggen oder Radfahren können? Da wird für einen kleinen Becherchen Salatsauce oder einen einzelnen Cheeseburger 10km mit dem Auto zurückgelegt, ist das wirtschaftlich? Ich habe ja vermutet, dass durch den hohen Ölpreis wenigstens etwas Vernunft einkehrt, besonders in die Gemüter jüngerer Leute wo das Auto nicht unbedingt notwendig ist für den täglichen Weg zur Arbeit.

Naja, warten wir mal ab wie sich die Situation weiter entwickelt. :)

Mark
26.10.2008, 14:36
Ich hab leider die Befürchtung, daß viele durch fallende Spritpreise jetzt wieder häufiger fahren werden, im Glauben, diese Zeiten kommen nicht wieder. Vergessen ist die Zeit hoher Spritpreise schnell! Liegt in der Natur des Menschen. Doch das könnte ein großer Irrtum seineyebrow

Mark
06.12.2008, 20:47
Tjo, da lag ich mit meiner Prognose im Oktober wohl falsch! Jetzt sind wir schon fast bei 40$ angelangt.
Es gibt schon Meinungen, daß es noch weiter bergab geht.:thumbup:
Allerdings sollte man bei den "Experten" vorsichtig sein!!!

http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article992999/Experten_halten_Oelpreis_von_25_Dollar_fuer_moegli ch.html

Sven
07.12.2008, 10:41
Zjo wir haben gestern auch Diesel für 1,03 getankt, vielleicht wird es ja noch was mit der magischen Grenze von 1,00...

Eugen
08.12.2008, 16:19
Es ist tatsächlich wahr - der niedrigste Preis in Deutschland lag heute schon zum Teil bei 0,99 für 1 L Diesel.
In Russland wird inzwischen gemeldet, dass zB die Firma "ROS-Neft" im 3. Quartal von 2008 "nur noch" 3,5 Milliarden Dollar Gewinn erzielt hat.

Wenn ich mir diesen Gewinn angucke, steht für mich fest, dass dieser Ölpreis
mit Sicherheit nicht die Ölfirmen benachteiligt oder in die Insolvenz zwingt. Es wird immer noch überdimensional verdient, demnach ist für den Verbraucher ein Ölpreis von weniger als 40 Dollarn fair.

Dabei finde ich es recht traurig, dass eine weltweite Finanzkrise kommen musste, damit die Spritpreise einigermaßen fair werden.

Klaus
08.12.2008, 19:19
Diesel 1,02 € mit Rabat nur noch 1,01€ , noch kann ich es geniessen........

Herbert
10.12.2008, 18:40
[...] Ich glaube zum Beispiel nicht daran, dass der Liter Diesel an der Tanke wieder auf 1,05 € gehen wird....
Stephan, siehe hier ... Diesel 1,02 € mit Rabat nur noch 1,01€ , noch kann ich es geniessen........ ... man/frau sollte den Glauben nie aufgeben ;):p. Freilich haben wir diesen Preisrutsch nur der Rezession zu "verdanken" :think:. Übrigens, ich hab im Herbst auch noch zu teuren Heizöl getankt...

Stephan
11.12.2008, 07:02
Grrrr, ich auch! Wenn da mal unser Vermieter noch etwas gewartet hätte, wäre die Rechnung um 2/3 geringer ausgefallen. So etwas war reine Geldvernichterei.

Und, ich habe den Diesel schon für unter 1 Euro gesehen, so langsam macht Auto fahren wieder Spaß....:shut:

Mark
11.12.2008, 20:35
Ich fahr so gut wie gar kein Auto mehr und bin auch glücklich!:cool:
So entfallen wenigstens die ganzen Nebenkosten wie Versicherung, Wartung, TÜV etc.
Super bei uns heute 1,07€.
Aber es wird nicht ewig so günstig bleiben.